#megamutig – Mein erstes Jahr als Selbstständige – Woche 1

Nun ist es so weit: seit einer Woche bin ich offiziell selbstständig. Ich finde es ist eine spannende Entscheidung und da ich so viele Nachfragen bekomme und viele diesen Schritt so megamutig finden, dokumentiere ich meinen Weg als Podcast.

Für dieses wöchentliche Podcast-Tagebuch habe ich mir fest vorgenommen, ganz ehrlich zu sein und es euch auch zu erzählen, wenn es gar nicht läuft, das Finanzamt klingelt und ich ohne Aufträge da sitze. Dafür gebe ich aber auch gerne ein bisschen an, dass ich im Pyjama arbeiten kann 😉

Shownotes:
– Felix Plötz – Das vier Stunden Start-Up

Transkript:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-podcast.

ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.
Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt megamutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.
Willkommen zu Woche 1!
Heute kläre ich als Einleitung einige allgemeinere Fragen und wer ich eigentlich bin. Als erstes: Warum mache ich den Podcast eigentlich?
Ich war bereits auf Netzwerkveranstaltungen für Gründerinnen, und da waren viele inspirierende Frauen, die aber schon seit 10 oder mehr Jahren Unternehmerinnen sind und mir kaum was zu ihrem Start in die Selbstständigkeit erzählen konnten. Und mir fehlte das: wie beginne ich? Was muss ich beachten? Wo liegen Stolpersteine? Was ist mit Startkapital usw.
Das konnte mir niemand sagen. Bzgw ich habe es in Büchern gelesen, um mir das Wissen anzueignen, aber mir hat die emotionale Komponente dabei gefehlt.
Also wenn dich das Thema Selbstständigkeit interessiert und du ein paar greifbare Tipps für den Start brauchst, oder Stolpersteine, über die ich bestimmt noch stolpern werde, rechtzeitig aus dem Weg räumen willst, bist du hier bei dem Podcast richtig. Das ganze ist wie eine Reise oder Expedition mit unbestimmten Ziel. Begleite mich einfach und mal sehen, wo wir am Ende gemeinsam ankommen!
Soviel zu den Gründen, warum ich diesen Podcast starte. Ich dachte ich erzähle dir noch kurz was zu mir, damit du mich besser kennen lernen kannst. Ich hoffe du hast es dir gemütlich gemacht, ich sitze hier übrigens noch im Nachthemd und einem leckeren Kurkuma-Latte am Schreibtisch, es ist erst8 Uhr morgens, da erlaube ich mir das mit dem Nachthemd 😉
Nun zu mir und meiner Geschichte
Ich habe im Bachelor Industriedesign studiert und während des Studiums schon ein mini-indie Label gegründet. Das war 2013 und das Label hieß Koo und ich habe Schmuck und selbstgebundene Notizbücher verkauft. Das lief neben dem Studium ganz gut, ich hab die Sachen selbst produziert, auf DaWanda und Etsy gestellt und teilweise auch auf Kommissionsbasis verkauft. Aber groß verdient habe ich damit nicht. Die Freude an dem Label stand für mich im Vordergrund. Die Bewertungen auf DaWanda waren großartig. Manche Frauen haben meinen Schmuck zu ihrer Hochzeit getragen- toll. Nur leider hatte ich damals noch null Unternehmergeist in mir und deswegen habe ich einfach der Nase nach gemacht, worauf ich Lust hatte und nur zu Weihnachten eingermaßen gut verdient. In der Menge skalierbar waren die Produkte nicht und ich habe auch keine Werbung oder ähnliches betrieben oder dafür gesorgt, dass die Leute auf meine Produkte aufmerksam werden.
Ja ich hatte noch viel zu lernen!
Nach dem Bachelor wollte ich mich schon mit meinem Kettenlabel selbstständig machen. Allerdings hatte ich selbst noch Zweifel und meine Eltern waren- zugegebenermaßen- gar nicht froh bei dem Gedanken.
Was macht man also Perspektivloser Bachelorabsolvent? Genau, man macht den Master 😉
Der Master war in strategischer Gestaltung und fachlich perfekt für mich: endlich war ich kreative Chaotin damit konfrontiert, wie man mit eigenen Ideen auch Geld verdienen kann.
Nach dem Master hatte ich wieder große Lust mich selbstständig zu machen. Aber weil man das halt so macht, habe ich mir einen Job gesucht. Ich habe ein Jahr lang als Kreativkonzepterin in einer großen Agentur gearbeitet.
Und aber schon bald gemerkt, dass das so nichts für mich ist.
Das blöde war aber, dass die anderen Jobs, auf die ich mich bewerben wollte, auch nicht so gut zu mir passten. Ich konnte mich mit den ganzen Job-Titeln einfach nicht identifizieren.
Gleichzeitig war ich aber unglücklich in meinem Job. Ich hatte das starke Bedürfnis, was anderes zu machen, mich auszuleben, meinen Beruf mit Sinn zu füllen.
Deshalb hab ich im März dieses Jahres einen Blog gestartet und hatte als Designerin natürlich auch die Idee, zum Blog passende Produkte zu launchen. Das riesen Problem war allerdings: ich hatte neben dem stressigen Agenturjob keine Zeit dafür. Und mit keine Zeit meine ich, dass ich 40-60 Stunden pro Woche gearbeitet habe und dann noch jeden Tag 2 Stunden pendeln musste. Es ging einfach nicht. Gleichzeitig hatte ich aber schon große Lust, was eigenes zu machen.
Ich habe dann das Buch „das vier Stunden Start-Up“ von Felix Plötz gelesen. Darin schreibt er, dass er nebenberuflich gegründet hat. Klingt erstmal super. Aber als ich las, dass er für sein start-up- Programm 1,5 Jahre gebraucht hat, war ich verzweifelt. 1,5 Jahre! Darauf hatte ich keine Lust. Also hieß es für mich: ganz oder gar nicht. Ich lege alles auf eine Karte und mache mich selbstständig.
Das ist auch für mich mit großen Unsicherheiten verbunden. Ich bin keine mutige Person, niemals gewesen. Aber ich habe einfach Vertrauen in meine Idee und meine Leistungsbereitschaft. Und ich teste das alles einfach mal für ein Jahr.
Da viele Leute das megamutig finden, was ich mache (und ich glaube in einigen steckt auch der verborgene Wunsch, es mir gleich zu tun), habe ich beschlossen, meinen Weg ein Jahr lang zu dokumentieren. Jede Woche gibt es eine kleine kurze Folge, in der ich von Hürden oder Erfolgen berichte und am Ende des Jahres ziehe ich Bilanz. Also sei dabei!
Nun interessiert dich sicher brennend, wie ich meine erste Woche als Selbstständige verbracht habe: ich hatte von meinem Job noch Resturlaub übrig und habe gleich gestartet, ohne Urlaub oder so. Ich hab nun so lange darauf gewartet, endlich los zu legen, dass ich diesen Schwung und diesen Enthusiasmus gerne nutzen wollte.
Also ich habe mir einen Kalender mit genauem Plan angelegt, was ich wann machen möchte. Meine Aufgaben bestehen momentan aus Business-Plan schreiben, Produkte gestalten, weil ich gerne schnellstmöglich meine Produkte launchen möchte und parallel noch Akquise für Kundenprojekte, um auch bald, als schnellstmöglich! Geld zu verdienen. Auf all diese Bereiche gehe ich in den nächsten Wochen noch ein.
Aber was für mich wichtig war: ich habe mir in meinen Kalender Blocker gesetzt, was ich wann machen möchte. Der Tag sieht also z.B. so aus, dass ich vormittags 3 Stunden Businessplan schreibe, 2 Stunden Akquise und nachmittags 5 Stunden Produktgestaltung. Nur so als Beispiel. Das habe ich mir vorher strikt wie einen Stundenplan fest gelegt. So habe ich meine erste Woche verbracht und das lief auch ganz wunderbar. Und ich fühle mich jetzt schon um 100% glücklicher als im ganzen vergangenen Jahr.
Wie ich meinen Start finanziere, ob ich einen Kredit aufnehme und wie ich das mit dem Businessplan mache, das erzähle ich euch in den nächsten Wochen. Für heute reicht es erst ein Mal, meine todo-liste wartet.
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