megamutig-Podcast-Folge 19 Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung

Nicht gut genug? – #megamutig-Podcast / Woche 19

Als Selbstständige sollte man eine gute Idee haben, über Buchhaltung und Steuern Bescheid wissen und….? Ich finde die allerwichtigste Voraussetzung ist eine gefestigte Persönlichkeit, um Rückschläge und Hindernisse gut weg stecken zu können. Wie ich dahin gekommen bin und welche tools der Persönlichkeitsentwicklung mir geholfen haben, darum geht es in der neuen Folge des #megamutig-Podcasts!

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!

Shownotes:

Laura Malina Seilers Podcast und die Folge zur Manifestation
Die #megamutig-Folge 5: Von der Chaotin zur Strategin
Matthias Niggehoffs Psychologie-Podcast
Being Boss, Sophia Amoruso, Jen Gotch, Fran Meneses (Frannerd)

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt megamutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 19!

Also ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet einen tollen Start in’s neue Jahr – das ist die erste Folge im Jahr 2018! Mein Start war leider nicht so gut, ich war krank und ironischerweise hatte ich ausgerechnet ab dem 1.1. Fieber und war die ganze Woche komplett ausgeknockt. Deshalb gab es letzte Woche keinen Podcast. Bei mir ist nichts vorproduziert: wenn ich ausfalle, fällt auch der Podcast aus. Ein Häuflein Elend wollt ihr ja auch nicht schniefend und hustend am Mikro haben.

Außerdem habe ich euch einen Gast angekündigt- das wird nun leider auch erst mal nichts- denn ich musste zuerst ihr absagen, weil ich am Aufnahmetag Fieber hatte und nun kann sie nicht. Tja that‘s life.

Ich lag nun eine Woche flach und hab immer noch eine etwas heisere Stimme. Das ist auf jeden Fall mal was anderes!

Und heute geht es dann wohl um das Thema krank und selbstständig? Nein, ich hab euch ein anderes Thema mitgebracht! Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt:

Der Titel verrät es vielleicht noch nicht so ganz, aber es geht um Persönlichkeitsentwicklung für Selbstständige.

Momentan gibt es ja viele Jahresrückblicke usw. und ich hab da natürlich mit gemacht und mir wurde klar, dass ich mich im letzten Jahr unfassbar verändert habe. Außerdem habe ich das Buch „Verstecken gilt nicht“ von Melina Royer gelesen und mein Anfang-20-Jähriges Ich hat sich unfassbar mit diesem Buch identifiziert. Also mein ich vor 5-10 Jahren. Bei dem Buch geht es um Schüchternheit und wie man damit umgeht. Mir wurde klar, dass ich mich in diesen 5-10 Jahren sehr verändert habe. Vorher war ich zerfressen von Selbstzweifeln, wiederkehrenden Gedanken und hab null an mich geglaubt. Hatte auch gar keinen Plan, wer ich bin, was ich gut kann und wohin ich überhaupt will mit meinem Leben.

Im letzten Jahr hab ich eine absolute Kehrtwende hingelegt. Unter anderem, weil ich einige Hilfsmittel kennen gelernt habe, die mir persönlich sehr geholfen habe. Und irgendwie war ich auch einfach bereit dafür, das war ich vorher wohl nicht.

  • Was meine ich mit Persönlichkeitsentwicklung? Wie entwickle ich meine Persönlichkeit und warum? Also wie eben schon kurz angesprochen, war ich ziemlich unglücklich. Weil ich mir ständig selbst Vorwürfe gemacht hatte, wiederkehrende negative Gedankenspiralen, die ich nicht stoppen konnte und ich war ziemlich fies zu mir selbst. Ich hab mir eingeredet, nicht gut genug zu sein, dumm zu sein und viele fiese Dinge mehr. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist das keine gute Ausgangslage für ein glückliches Leben.
  • Als ich dann erkannt habe, dass es da auch einen Weg raus gibt, hat für mich die Persönlichkeitsentwicklung begonnen. Das ist nicht für jedermann was, wenn du schon rundum zufrieden bist mit dir selbst, dann perfekt! Weiter so! Dann darfst du jetzt auch gerne abschalten!
  • Ich habe Tools und Techniken gefunden, die mir geholfen haben, Ziele zu setzten, mich klarer zu sehen und selbstbewusster und zufriedener zu werden. Und damit mutiger. Und dazu in der Lage, mir eine berufliche Perspektive selbst zu gestalten. Das sind nicht plumpe Motivationssprüche und sich im Spiegel anlächeln. Das bedeutet teils Jahrelang festgefahrene Glaubenssätze aufzubrechen und hart an sich zu arbeiten.

Ich denke es ist für Leute, die sich selbstständig machen wollen, sehr sehr wichtig, selbstbewusst zu sein und Ziele zu haben. Sonst reichen schon kleine Probleme aus, dich fertig zu machen. Und alles hinzuschmeißen. Ja, so war ich drauf.

Außerdem war ich früher wahnsinnig unproduktiv und unmotiviert. Einfach weil ich mir eingeredet habe, eh nichts zu können und dass das Resultat am Ende sowieso mies wird. Und so war es dann auch. Und Produktivität und Motivation sind ziemlich wichtig, um als Selbstständige morgens aus dem Bett zu kommen und sich an die Arbeit zu machen. Denn die macht ja keiner für uns.

Außerdem ist es wichtig, an sich selbst zu glauben, um überhaupt der Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit zu vertrauen. Und ohne ein gewisses Selbstvertrauen wird dein business wohl kaum wachsen.

So, ich hoffe ich habe dich nun überzeugt, wie wichtig die Persönlichkeitsentwicklung ist!

Zum Glück boomt der Markt momentan. Es gibt so viele Podcasts und inspirierende Instagram-Accounts von Coaches, die uns bei unserem Weg helfen wollen. Sicher ist dieser Trend auch nicht an dir vorbei gegangen. Es gibt echt viel und ich dachte mir, ich hole meinen Persönlichkeits-Entwicklungs-Werkzeugkoffer für dich raus und zeige dir meine wichtigsten tools.

  • Das Ding, was mich motiviert hat und mich unproduktives Mäuschen total gewandelt hat, war die Manifestation. Ich habe das in der Podcast-Folge Nr. 5 schon ein Mal angesprochen, daher hier ganz kurz: ich habe mir vorgestellt, was ich erreichen möchte. Und da war ich ganz ehrlich zu mir selbst. Ich habe mich gefragt, was ich wirklich tun möchte, wer ich sein will und wie meine Zukunft aussieht. Das war ein radikaler Schnitt für mich, da ich mir vorher von alldem gar kein Bild gemacht habe. Zu dieser Manifestations-Technik bin ich durch eine Folge von Laura Malina Seilers Podcast gekommen, die verlinke ich natürlich auch noch mal. Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich diese Folge das erste Mal gehört habe und was das in mir ausgelöst hat. Ich habe mir vorgestellt, wie der Job aussieht, den ich haben möchte, was ich meiner Arbeit für einen Sinn geben möchte und was ich alles erreicht haben möchte. Das war in meiner Visualisierung so konkret, dass ich mir davon Handlungsschritte ableiten konnte, um dieses Ziel zu erreichen. Und auf diesem Weg befinde ich mich jetzt. Also ich habe ein Ziel, auf das ich zusteuere und auf das ich mich ziemlich freue. Somit wurden Motivation und Produktivität geweckt. Und das Ziel ist so groß, dass mich kleinere Problemchen nicht weiter stören und ich beherzt weiter mache.
  • Wiederkehrende Gedanken stoppen: „das bringt ja eh nichts“, „niemand interessiert sich für mich“, „ich bin dumm und bringe sowieso nichts zu Stande“. Ja so lieb war ich früher zu mir. Heute denke ich wenn diese Gedanken kommen: Stopp! Und bringt mich dieser Gedanke meinen Zielen näher? Wohl kaum. Und ich habe einen richtigen Sensor für diese Bullshit-Gedanken entwickelt und schreite relativ schnell ein.
  • In einem Psychologie-Podcast habe ich außerdem eine weitere, vielleicht etwas radikale Technik gehört, die ich auch immer noch anwende: die Gummi-Technik. Wenn ich merke, dass ich ziemlich hartnäckige wiederkehrende negative Gedanken habe, hole ich mir einen Haushaltsgummi und trage ihn wie ein Armbändchen um mein Handgelenk. Wenn ich merke, dass ich wieder einen negativen Gedanken habe, zwiebel ich mich einmal kurz selbst damit. Das klingt etwas brutal, aber es tut nicht wirklich weh und so mache ich mich jedes Mal nachdrücklich selbst darauf aufmerksam, dass meine Gedanken in die falsche Richtung driften. Nach einer kurzen Zeit kann ich den Gummi wieder abnehmen.
  • Fülle vs Mangel- Denken. Früher war ich ziemlich negativ eingestellt. Finanzen betreffend (ich hatte immer das eiserne Gefühl, nicht mit Geld umgehen zu können), andere Leute betreffend (ich habe mich stark mit anderen verglichen und habe überall Konkurrenz gesehen), aber auch mich selbst betreffend (dass ich eh nicht genug bin, dass ich nichts kann, nichts wert bin). Doch irgendwann habe ich diese Einstellung gehörig hinterfragt und übe nun jeden Morgen, als kleines Ritual, Dankbarkeit und Selbstliebe. Und ich sehe eigentlich keine Konkurrenz mehr, ich denke es ist genug vom Kuchen für alle da. Und dankbar mit dem zu sein, was man hat und was man ist, ist eine super Ausgangslage um in den Tag zu starten.
  • Suche von Mentoren- vor ca. zwei Jahren hab ich begonnen, Being Boss zu hören- das ist ein amerikanischer Business-Podcast von zwei erfolgreichen Frauen. Ich habe die Folgen eine Zeit lang verschlungen und ohne es zu merken, wurden sie so etwas wie Rollenvorbilder für mich. Und das sind nur zwei! Ich habe mittlerweile sicher 20 solcher Vorbilder, z.B. Sophia Amoruso, Jen Gotch, Frannerd usw. inspirierende Frauen, denen ich über Podcasts oder YT-Videos oder auch nur Insta-Stories bei der Arbeit zuschauen kann und die Tipps geben oder Persönlichkeit zeigen. Klar kann ich sie schwer um Rat fragen, falls ich ein Problem habe, aber darum geht es mir auch gar nicht. Früher hätte ich neidisch auf den Erfolg dieser Frauen geblickt und nun schaue ich mir ihren Werdegang einfach analytischer an: sie haben mir ein paar Jahre voraus, aber ansonsten sind es auch nur Frauen mit Ehrgeiz.
  • Übrigens stelle ich mir die Frage, ob ich gut genug bin, gar nicht mehr. Einerseits weil es einfach eine saudumme Frage ist und andererseits, weil ich mich ja wunderbar mit der Person vergleichen kann, die ich vor 10 Jahren war und das ich von jetzt schneidet bei dem Vergleich sehr gut ab.

So das waren einige meiner tools. Aber Leute, ich kann euch sagen: das Ding mit der Persönlichkeitsentwicklung ist wohl eine never-ending-story. Erst gestern hatte ich mal wieder einen richtig schlechten Tag mit Stress und Zweifeln. Aber das vergeht auch wieder.

Ich bin gespannt wie es noch so weiter geht und falls ihr auch noch tolle Tools habt oder ein passendes Buch, dann immer her damit!

Eure Buchempfehlungen und Tipps könnt ihr mir auch gerne als Bewertung auf iTunes schreiben. Da freue ich mich auch über euer ehrliches Feedback.

Ihr könnt mir auch auf Instagram folgen, da heiße ich @stahlpink. Dann habe ich noch den Shop und den Blog, das findet ihr unter www. stahlpink.de. Nun wünsche ich dir noch eine wunderschöne Woche und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

MerkenMerken

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

  1. Eine schöne Podcastfolge! Die Mentoren, die du erwähnt hast, werde ich noch ausfindig machen 🙂 Ich freue mich immer über frischen Input. Meine Bücher-Tipps zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Selbstständigkeit kennst du ja schon, oder? Das sind quasi meine Mentoren: http://www.thinkincolours.de/6-buecher-fuer-selbststaendige-und-kreative/

    • Danke Lucy! Drei deiner Buchvorschläge kannte ich schon und der Rest ist auf meiner Buchliste gelandet.
      Lieber Gruß
      Maggie

  2. Wieder eine ganz wunderbare Podcast-Folge liebe Maggie! Jetzt starte ich mit nochmal mehr Motivation in die neue Woche und du hast mich wieder darin erinnert, dass ich mir Laura Malina Seiler anhören wollte 🙂
    Liebe Grüße
    Sabine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.