stahlpink #megamutig Podcast Folge 22

Zurück in die Festanstellung? – #megamutig-Podcast / Woche 22

Bei mir waren die letzten Wochen ziemlich ereignisreich. Ich habe nämlich aus heiterem Himmel ein Jobangebot für eine Festanstellung bekommen. Und das hat mich dazu gebracht, mal Bilanz zu ziehen und einige Fragen aufgeworfen: Bin ich nur eine verträumte Idealistin? Und hat mein business überhaupt eine Zukunft? Mehr dazu in der neuen Folge des #megamutig-Podcasts.

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!

Shownotes:

Die #megamutig-Folge zu meinen Erfahrungen mit dem Gründungszuschuss

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 22!

Diese Woche habe ich etwas neues ausprobiert: ich war nämlich gestern Abend auf Instagram live und habe schon mal ein bisschen erzählt, was in dieser Podcast-Folge das Thema sein wird. Total multi-channel und so.

Ich dachte mir, dass das ein gutes tool sein könnte, um mit euch mehr in Dialog zu treten, statt wie sonst einfach einen Monolog abzuhalten.

Diesmal wird es ein ziemlicher Monolog. Und statt der üblichen Tipps, die ich ja gerne in meine Podcast-Folgen packe, hätte ich diesmal einfach ein paar Denkanstöße für dich und dein business.

Bei mir hat sich in den letzten zwei Wochen nämlich einiges ergeben, das bei mir viele Denkanstöße angeregt hat.

Es war nämlich so, dass ich vor ca. 2 Wochen aus heiterem Himmel plötzlich eine Mail von einem tollen Designstudio in meinem Posteingang hatte. Der Gründer wollte mich gerne zu einem Gespräch einladen. Natürlich wusste ich gleich, worum es ging. Bei dem Designstudio habe ich mich bereits vor zwei Jahren, direkt nach dem Master beworben. Ich bin damals auch da gewesen für ein Vorstellungsgespräch und fand die Stelle super. Damals hatte es bloß nicht geklappt, weil der Gründer zu lange mit der Entscheidung gebraucht hat- als endlich die Zusage kam, hatte ich schon einen anderen Job fest an der Angel.

So nun hatte ich also diese Mail.

Und anfangs habe ich mich einfach nur geehrt gefühlt und mich gefreut, das aber gar nicht in Erwägung gezogen. Abends habe ich dann meinem Freund davon erzählt. Und eher angegeben und ihm klar gemacht, wie begehrt ich bin.

Ihr müsst wissen: mein Freund unterstützt mich rundum und vollständig. Aber er ist eher der bodenständige von uns beiden, während ich die mit den verrückten Träumen und Zielen bin.

Im Gespräch mit ihm kam raus, dass er sich schon etwas Sorgen machte um meine Situation: weil der Januar nach dem bomben-Dezember plötzlich nicht mehr so bombig war. Und er ein wenig die Befürchtung hatte, dass es nun so weiter gehen könnte.

Als er das sagte war ich natürlich etwas erschrocken. Und mein lieber Freund, hat mich eiskalt auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Mein Denkprozess war: Bin ich realistisch genug? Arbeite ich momentan an Zielen, die ich gar nicht erreichen kann? Bin ich vielleicht einfach nur eine verträumte Idealistin, die blind einer Vision hinterher jagt?

Es war gut, sich alle diese Fragen zu stellen. Bisher habe ich keine Zweifel zugelassen, weil ich eigentlich der Ansicht bin, dass Zweifel mich nicht weiter bringen.

Vielleicht geht es dir ja auch so: du setzt dir ein Ziel und arbeitest jeden Tag darauf hin. Visualisierst, vertraust darauf, dass alles schon so wird wie du es dir vorstellt und verdrängst alle Zweifel.

Aber das Leben ist kein Ponyhof. Manchmal muss man diese Träume, Ziele und Visionen auch mal mit der Realität abgleichen. Und da hat die Realität meinen Träumen einen Stinkefinger gezeigt.

Also ich will nicht klagen. Ich bekomme viele Bestellungen und bin glücklich damit, wie es läuft. Aber bisher, nach vier Monaten, könnte ich allein durch die Shop-Einnahmen noch nicht leben. Das ist bitter, aber normal. Und für mich war das bisher kein Problem, immerhin bekomme ich ja auch noch den Gründungszuschuss. Bloß den bekommt man ja auch nicht für immer.

So. Ich war nun, nachdem mein Freund mir gut zugeredet hat, und nachdem ich tausend Leute um Rat gefragt habe, bei dem Gespräch in dem Design-Studio und habe dem Gründer im Verlauf des Gesprächs von meiner Selbstständigkeit erzählt und dass ich maximal 20 Stunden pro Woche bei ihm arbeiten könnte, um weiterhin mein Business aufzuziehen.

Das war für mich ein Kompromiss: immerhin sehe ich es auch als riesen Chance an, dass so ein tolles Studio auf mich zu kommt und mich einstellen möchte. Ich dachte mir, dass ich dabei noch eine Menge lernen und davon auch mein Baby-Business profitieren könnte.

Als ich das alles einer Bekannten erzählt habe, hat sich mich gefragt, ob es für mich gar nicht in Frage kam, den Job in fulltime anzunehmen.

Meine ehrliche Antwort: nein, niemals. Ich bin so voller Enthusiasmus für mein Vorhaben und habe noch so viele Ideen. Außerdem möchte ich das, was ich bereits erarbeitet habe, nicht einfach so aufgeben.

Meine Selbstständigkeit ist mehr als ein Job für mich. Es steckt ziemlich viel Herzblut darin. Und auch wenn es noch finanziell keine Goldgrube ist, habe ich das volle Vertrauen, dass es irgendwann (und zwar bald!) auch rentabel sein wird. Wenn ich jetzt einfach einknicke, weil ich das kurzfristige Geld oder den festen Lohn sehe, würde ich mir meine Zukunftsträume ziemlich ruinieren.

Und vielmehr als das Geld spielt für mich eine andere Währung eine Rolle: die Zufriedenheit. Das klingt ziemlich wuwu, ich weiß. Aber auch wenn ich keine festen Einnahmen habe momentan, waren die letzten vier Monate beruflich die erfülltesten und glücklichsten für mich. Und das zählt viel mehr als der Kontostand. Noch dazu weiß ich woran ich arbeite: ich habe einen Plan, eine Strategie und bin felsenfest davon überzeugt, dass wenn die Strategie aufgeht, das business auch tolle Umsätze aufweisen wird. Das braucht einfach etwas Zeit und Geduld. Und Vertrauen.

Also, das ist Denkanstoß Nr. 2: wie ist das bei dir? Steckt in deiner Selbstständigkeit so viel Herzblut, dass du sie für keinen Festanstellung der Welt aufgeben würdest? Bei mir ist es auf jeden Fall so.

Ich bin natürlich in der privilegierten Position, dass ich einen lieben Freund und eine tolle unterstützende Familie habe, die mir bei jeder Gelegenheit Geld anbieten, auch wenn ich es nicht annehme. So viel Unterstützung hat nicht jeder, das ist mir klar. Aber es gibt doch immer irgendeine Möglichkeit, Geld nebenher zu verdienen. Wenn es richtig hart auf hart kommt, hätte ich auch kein Problem damit, für meine Miete zu kellnern. Oder was auch immer. Und weiterhin am eigenen Herzensjob zu arbeiten.

Übrigens müsst ihr euch gar keine Sorgen um mich machen. Ich habe immerhin noch genügend Schotter, um die zweite stahlpink-Kollektion zu finanzieren, und das waren nun auch mal wieder mehrere tausend Euro, die ich investiert habe. Also alles gut.

Übrigens habe ich die Festanstellung in dem designstudio nicht angenommen. Aus Gewissensgründen. Die haben jemanden für längerfristig gesucht – aber stahlpink ist immer noch meine absolute Priorität und daher kann ich mich unmöglich längerfristig binden.

Ich werde nun Freelancer-Jobs annehmen, so 10 Stunden pro Woche. Dann freut sich auch mein Freund.

Und wisst ihr, worüber ich mich freuen würde? Über eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes! Haha super Überleitung.

Meinen Blog und meinen Shop findest du unter www.stahlpink.de und auf Instagram heiße ich auch @stahlpink, so wie mein Label.

Nächsten Sonntag gibt es da gegen 19 Uhr wieder ein Live-Video zur nächsten Podcast-Folge, schau da mal vorbei wenn du Lust hast, ich freue mich!

Ich wünsche dir nun eine tolle Woche mit deinem Herzensprojekt. Bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

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  1. Deine neue Kollektion finde ich einmalig schön! Und ich verstehe deine Entscheidung vollkommen. Über wahre Zufriedenheit geht einfach nichts. 🙂

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