stahlpink #megamutig-Podcast

Personal Branding – Privates und Marke mischen? #megamutig-Podcast / Woche 24

Im #megamutig-Podcast nehme ich euch ein Jahr lang mit in meine Selbstständigkeit. Nun kamen aus meinem Umfeld häufiger Fragen auf wie: ist es schlau, so viel Privates öffentlich zu teilen? Schreckt das meine Zielgruppe nicht ab? Und das wirkt doch unprofessionell?! Meine Antwort: Es ist toll, selbst zum Teil einer Marke zu werden, das hat sehr viele Vorteile! Was das für Vorteile sind und wie man das mit dem Personal Branding macht – das alles gibt es in der neuen #megamutig-Podcast-Folge auf die Ohren!

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!

Bis zum 28.Februar habt ihr die Möglichkeit, eine Kette aus der neuen mondsüchtig-Produktserie von stahlpink zu gewinnen. Dafür müsst ihr bloß eine Bewertung zum #megamutig-Podcast auf iTunes da lassen. 

Shownotes:

– Beispiele für tolle personal brands: Stefanie Luxat vom Blog “Ohhh… Hmmm…” und Madeleine Alizadeh von “DariaDaria”
– nicht im Podcast erwähnt, aber sehr hörenswert mit einigen weiteren Techniken zum Aufbau einer personal brand: die Folge 10 vom Being Boss Podcast

Shownotes:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 24!

Als allererstes möchte ich euch auf ein Gewinnspiel aufmerksam machen! Und zwar möchte ich zur Feier meiner neuen Produktserie, die mondsüchtig heißt, auch meinen Podcast-Hörern Danke sagen und verlose eine Kette aus der neuen Serie.

Zum Teilnehmen müsst ihr einfach nur eine Bewertung dieses Podcasts auf iTunes hinterlassen. Das ist nicht schwer, dazu müsst ihr nur in den Podcast-Store gehen, da nach dem #megamutig-Podcast suchen und ihn dort bewerten. Ich würde mir wünschen, dass ihr eine ehrliche Bewertung da lasst und ich wähle dann in zwei Wochen, Ende Februar, einen Gewinner aus. Viel Spaß beim Mitmachen!

So, und nun zum Thema dieser Folge: Ich wurde am Wochenende gefragt, ob ich mit meiner Marke nicht verschiedene Zielgruppen miteinander vermischen würde. Ich habe ja einen Shop, einen Blog und dazu diesen Podcast. Also, die konkrete Frage war, ob die Leute, die meine Produkte kaufen, sich überhaupt für den Podcast rund um Selbstständigkeit interessieren. Oder andersherum: ob sich die Leute, die meinen Podcast hören, überhaupt für meine Produkte interessieren.

Das ist eine interessante und schwierige Frage, und mit deren Antwort hadere ich tatsächlich in schwachen Momenten manchmal immer noch. Aber eigentlich ist es ganz einfach. Ich habe rund um stahlpink eine personal brand aufgebaut. Ich, Maggie stehe mit meiner Vision, meiner Geschichte und meinen Werten hinter allen Produkten und der Marke an sich.

Das können einige als Makel ansehen, die vielleicht eine konventionelle Ansicht zu Marken haben. Immerhin stehen hinter starken Marken wie Mercedes oder Adidas auch keine Personen.

Das stimmt. Aber ich fahre einen ganz anderen Ansatz. Personal Branding. Und das hat den herkömmlichen Marken einiges voraus finde ich.

Was ist personal branding?

Personal branding bedeutet so viel wie persönliche Markenbildung, oder eine Marke rund um eine Person herum aufzubauen. Das klingt aber auf deutsch so blöd, deshalb bleibe ich beim Englischen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Definitionen, daher erzähle ich euch, was ich darunter verstehe.

Das bedeutet, dass man eine Marke rund um eine Person aufsetzt. Mit den Werten und der Geschichte, die eine Person repräsentiert. Und das kann je nach Marke und je nach Person ganz unterschiedlich aussehen.

Als ich mich im letzten Jahr damit beschäftigt habe, wie ich meine Marke aufbauen möchte und wie ich die Marke kommunizieren möchte, war für mich sofort klar: es wird eine personal brand. Denn bei meinen Produkten geht es nicht nur um das Objekt und um den Nutzen. Es steckt viel von mir und meiner Botschaft mit drin.

Ich habe den riesen Vorteil, anders als große Unternehmen mit meiner Persönlichkeit zu trumpfen. Meine eigene Geschichte zu erzählen und so ganz nahbar zu sein. Das, was andere Marken erst durch Marketing aufbauen müssen, bringe ich von Anfang an mit. Ich kann zum Beispiel kaum BMW von Mercedes auseinander halten. Für mich sind diese großen Marken so austauschbar geworden.

Personal Brands hingegen sind einzigartig, weil eine Person mit ihrer Persönlichkeit dahinter steht! Und das hat immens viel Kraft und steigert nicht nur den Wiedererkennungswert deiner Marke, sondern macht sie einzigartig.

Natürlich könnte man nun meinen: was ist, wenn die Zielgruppe mich, warum auch immer, nicht mag? Dann kauft sie auch keine Produkte bei mir, nur weil ich selbst als Aushängeschild keinen guten Eindruck auf die Person mache! Klar kann das passieren! In meinem Leben habe ich schon einige Leute getroffen, die keine roten Haare oder meinen sarkastischen Humor nicht mochten. Die verliere ich natürlich als Kunden. Und ich verliere mit Sicherheit auch die Leute, die sich nicht so dolle für female empowerment oder Wege in die Selbstständigkeit interessieren. Aber das ist für mich total OK!

Und die paar Leute, die meine Nase nicht mögen, meinen bescheuerten Humor oder die Texte und Podcasts, die ich veröffentliche – auf die verzichte ich gerne. Niemand kann everybody’s darling für alle sein.

Die gängige Marketing-Lehrmeinung ist, dass man eine spitze Zielgruppe haben soll. Das bedeutet, dass die Zielgruppe möglichst gut definiert und klein sein soll. Und meine Zielgruppe sind junge designaffine, coole Mädels, die ihren Weg gehen wollen und möglicherweise darüber nachdenken, sich selbstständig zu machen. Spitzer geht es wohl kaum.

Und diese Zielgruppe ist mir treu, das könnt ihr mir glauben. Indem ich genau sie anspreche, kommen sie immer wieder, erinnern sich an mich und empfehlen mich weiter. Und ich baue Vertrauen auf, weil ich mit meiner Person dahinter stehe. Was besseres gibt es doch gar nicht! Sicher kennt ihr Klaus Hipp, der in der Werbung früher immer gesagt hat: „Und dafür stehe ich mit meinem Namen“. Das baut extremes Vertrauen auf, was bei Baby-Nahrung auf jeden Fall nötig ist, man möchte seinem Baby ja nicht irgendwas vorsetzen.

Klar ist es auch schwierig, eine personal brand zu haben. Man macht sich verletzlich. Ich gehe mit meiner Geschichte raus, poste Selfies von mir und erzähle teilweise private Dinge, die vielleicht nicht bei allen gut ankommen. Aber andererseits, und das zeigt mir die positive Resonanz, geht mein Plan auf: ich inspiriere andere mit meinem Weg. Und genau das ist es, warum ich mich für die personal brand entschieden habe.

Und ich zeige bei weitem nicht alles, das könnt ihr mir glauben. Ich habe auch privaten Kummer oder Sorgen. Aber da ich ganz genau entschieden habe, was ich nach außen trage und was nicht, weiß ich einzuschätzen, wann ich was zeige. Ich erzähle euch nicht von dem fiesen Streit mit meiner besten Freundin. Oder wie mein Mittagessen aussieht. Das gehört für mich nicht zur Marke stahlpink dazu.

Ein weiterer riesen Vorteil einer Personal Brand ist: deine Produkte bekommen einen besonderen Wert. Klar gibt es schon sehr viele Produkte. Es gibt auch schon viel Schmuck. Vielleicht gibt es sogar Ketten und Pins, die meinen ähneln. Und es gibt einen riesen Haufen Anbieter von Papeterie. Aber keinen, mit meinem Konzept und meiner message dahinter. Und das ist Gold wert.

Natürlich wusste ich, dass personal branding funktioniert, weil ich es auch bei anderen gesehen habe.

Zum Beispiel:

– Stefanie Luxat vom Blog „Ohhh…Mhhh…“ Sie zeigt ihre Wohnung, ihre Einkaufstouren, sie weint in den Instagram-Stories und hat einen einzigartigen Humor. Und sie ist Bestseller-Autorin, verkauft Schmuck und Mode und hat eine treue Leserschaft. Ich finde sie sehr inspirierend.

– DariaDaria. Auch eine absolute Power-Frau. Macht Furz-Witze und ist Unternehmerin.

Sie repräsentiert tolle Werte wie Nachhaltigkeit und absolute Selbstliebe. Sie zeigt sich häufig verletzlich und sehr authentisch. Und auch sie zieht eher Leute an, als sie abzustoßen.

– die allermeisten Influencer haben eine personal brand und vermarkten sich so selbst. Da kennt ihr sicher selbst genügend Beispiele.

Dieses Influencer-Ding funktioniert so gut, weil diese Personen zu ihrer community so einen guten Draht und viel Vertrauen aufgebaut haben – eben indem sie Persönlichkeit gezeigt haben. Und somit können sie Produkte empfehlen, die die community ihnen förmlich aus den Händen reißt – weil es den Anschein hat, dass es eine Freundin ist, die diese Empfehlung gibt. Das ist sehr geschickt.

In meinem Umfeld kam auch noch die Frage auf, ob es nicht unprofessionell wirkt, wenn ich auch mal zeige, dass etwas schief läuft. Oder dass ich einfach mal müde und fertig bin.

Aber ich finde das beweist nur, dass ich ein Mensch bin. Und ich ziehe damit die Zielgruppe an, die ich toll finde: die nämlich auch menschlich sind. Leute, die nicht zugeben können, dass sie auch mal einen schlechten Tag haben oder einen Fehler machen, sind für mich sehr seltsam und das weckt eher mein Misstrauen. Diese Leute muss ich nicht unbedingt als Zielgruppe haben. Also ich zeige mich mit meinen Ecken und Kanten, um ebensolche Leute anzuziehen. Und das finde ich super! Ich mag Leute mit Ecken und Kanten und am liebsten mit einem schrägen Humor.

So, und hier noch mal kurz die Vorteile einer personal brand zusammengefasst:

– deine Marke wird einzigartig, hebt sich von der Konkurrenz ab

– du ziehst eine besonders treue Zielgruppe an, weil sie sich mit dir identifizieren kann und sie dir vertaut

– deine Produkte bekommen einen besonderen Wert durch die Message und die Werte, die du vertrittst

Nun kommt natürlich die Frage auf, wie du eine personal brand entwickeln kannst. Dafür gibt es verschiedene Methoden, aber ich habe hier die einfachsten zusammen gefasst.

1. Überlege dir, für welche Werte und Standpunkte deine Marke steht. Was ist deine Message? Und das kannst du super z.B. in deinem Blog zeigen. In meinen Blog-Artikeln geht es viel um Selbstbewusstsein, Mut, wie man Ängste überwindet oder mit schwierigen Situationen umgeht. Für mich geht das nicht ohne dabei etwas von meinen Erfahrungen Preis zu geben. Dafür musst du keinen Blog haben, das geht auch via social media, indem du z.B. Bilder postest und eine inspirierende Bildunterschrift darunter setzt. Zeige deinen Enthusiasmus, zeige das, was du liebst.

Übrigens können sich diese Punkte auch über die Zeit ändern.

2. Wie würden deine Freunde dich beschreiben? Also keine Antwort aus dem Vorstellungsgespräch geben, sondern ehrlich!

Ich bin lieb, quirlig, unperfekt, humorvoll, Kaffee-Junkie, belesen, feministisch, ich setze mich für Dinge ein und bin mutig. Wie würden deine Freunde dich beschreiben? Diese Aspekte kannst du wunderbar nach außen transportieren.

3. Zeige dein Gesicht. Mach ein Selfie und poste es. Oder quatsche mal in die Instagram-Stories. Klar erfordert das Mut, aber die Leute wollen dich sehen, glaube mir! Ich wette, du bist unheimlich sympathisch. Und ein Gesicht mit einem Account zu verbinden ist viel Wert. Das zeigt Menschlichkeit und Nähe.

4. Erzähle deine Story! Wie bist du dahin gekommen, wo du nun bist? Was hast du gelernt? Das sind inspirierende Fakten, die andere sehr wahrscheinlich weiter bringen. Es gibt viele Social-Media-Aktionen wie die five facts oder die 1000 Fragen-Aktion, die das möglich machen. Und glaube mir, die Leute interessiert das!

5. Wiedererkennungswerte schaffen. Sei es dein persönlicher Style oder Symbole, die immer wieder vorkommen: sie schaffen einen hohen Wiedererkennungswert. Wenn man sich erfolgreiche Accounts oder Webseiten von anderen Marken anguckt, erkennt man es: sei es eine bestimmte Farbgebung, ein Kleidungsstil (zum Beispiel bunt gemustert oder aber minimalistisch), eine grelle Lippenstiftfarbe als Hingucker oder wiederkehrende Objekte wie Blumen, Laptops oder eine Kaffeetasse.

Oder eine bestimmte Art zu fotografieren, ich bilde mir ein das sei mein Wiedererkennungswert. Ich habe diesen ungewöhnlichen Collagen-Feed und aber auch mein Letterboard, das ich immer wieder einsetzte. Was bei mir auch einen hohen Wiedererkennungswert schafft ist die Kommunikation auf Augenhöhe, ich schreibe so wie ich spreche, ohne viele Fachbegriffe.

Zum Thema Wiedererkennungswerte schaffen fallen dir doch bestimmt auch einige Dinge ein!

So und zum Schluss ein absolutes don’t: bitte, bitte verstell dich nicht, um eine personal brand aufzubauen. Klar gibt es schon viele Marken, an denen du dich orientieren kannst, aber kopiere nicht einfach blind irgendwelche anderen. Authentizität ist der Schlüssel und die Leute werden es bemerken, wenn du dich verstellst.

So, alles andere ist erlaubt.

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er oder sie zeigen mag.

Aber bei mir, mit meinem speziellen Konzept, war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, eine personal brand zu entwickeln.

Also Leute, zeigt euch ruhig mehr, zeigt eure einzigartige Persönlichkeit und das wird die richtigen Leute anziehen.

Wie steht ihr zu personal branding? Macht ihr das schon automatisch, indem ihr euch und eure Erfahrungen zeigt oder habt ihr eine Strategie? Vielleicht traut ihr euch ja auch noch gar nicht! Schreibt mir gerne an hi@stahlpink.de, ich freue mich über Austausch!

Und worüber ich mich auch noch freuen würde: eine Bewertung auf iTunes! Vom Gewinnspiel habe ich ja bereits erzählt, ich würde mich freuen, Feedback von dir zu bekommen.

Ansonsten folgt mir gerne auf Instagram unter @stahlpink oder besucht meine Seite stahlpink.de.

Bis zur nächsten Woche beim megamutig-Podcast!

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