#megamutig-Podcast Folge 31 Nebenbei-Geld

Nebenbei-Geld: 7 Wege – #megamutig-Podcast / Woche 31

Die Frage, wie man sich finanziell über Wasser hält, wenn man grade erst mit der Selbstständigkeit startet und noch nicht die fetten Kunden oder Einnahmequellen hat, das ist eine Frage, die wahrscheinlich viele beschäftigt. In Folge 31 des #megamutig-Podcasts zeige ich sieben Wege, wie man Nebenbei-Geld verdienen kann.

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Shownotes:

#megamutig-Folge zum Gründungszuschuss
– Crowdfunding-Plattformen: kickstarter / start next
– Spenden-Seiten: patreon / steady 
Frannerd auf Patreon
Fördermittel für Gründer und Selbstständige
– Bücher mit mehr Infos zum Thema: “Business für Bohemiens” / “Frei sein statt frei haben”
Johanna Fritz’ Podcast-Folge zum Thema passives Einkommen 

 

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

 

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 31!

Wie angekündigt gibt es den #megamutig-Podcast ausnahmsweise mal am Dienstag – gestern war ja Ostermontag und ich war wie die halbe Nation bei der Family – da stand mir nicht der Sinn nach podcasten um ehrlich zu sein 😉

Aber nun gibt es eine neue Folge und es ist eine, die mir besonders am Herzen liegt. Denn heute wollte ich euch mal verschiedene Möglichkeiten erklären, wie man als neu-Selbstständiger Nebenbei-Geld verdienen kann. Damit meine ich, dass man vielleicht ganz am Anfang mit seinem Vorhaben noch nicht genügend verdient, um seine Lebenshaltungskosten zu decken. Um nicht in eine finanzielle Bredouille zu kommen, braucht man dann Nebenbei-Geld.

Die Frage, wie man sich finanziell über Wasser hält, wenn man grade erst mit der Selbstständigkeit startet und noch nicht die fetten Kunden oder Einnahmequellen hat, das ist eine Frage, die wahrscheinlich viele beschäftigt. Zumindest ging es mir am Anfang so.

Und ich habe nun einiges selbst ausprobiert oder gelesen und stelle euch die gängigsten Möglichkeiten vor. Keine Angst, von Krypto-Währungen oder ähnlichem wird hier nicht die Rede sein, und ich kann euch auch nicht versprechen, innerhalb von drei Tagen 10.000 Euro zu verdienen oder ähnlichen blöden Quatsch. Es sind seriöse Wege, die ich teilweise selbst eingeschlagen habe, bei anderen sehe oder in Büchern gelesen habe.

Die ersten Monate sind ein kleiner finanzieller struggle, darauf darfst du dich als neu-Selbstständiger einstellen oder hast es vielleicht schon erfahren, wenn du bereits selbstständig bist. Aber es gibt immer Möglichkeiten, wenn man kreativ an die Problematik herangeht.

1. Gründungszuschuss

Den Gründungszuschuss bekommt man nur unter bestimmten Umständen und es ist wichtig, den Antrag dafür vor der Selbstständigkeit zu stellen. Man muss verschiedene Nachweise erbringen, ob man als Gründer qualifiziert ist und einen Business-Plan erstellen. Ich selbst habe den Gründungszuschuss im letzten Jahr beantragt und es war eine ziemliche Zitterpartie. Darüber gibt es eine eigene #megamutig-Folge, ich verlinke sie euch in den Shownotes. Grade heute kam der Brief, dass ich den Gründungszuschuss weitere neun Monate bekomme. Ich habe damit super Erfahrungen gemacht und kann es allen empfehlen, die sich wie ich in Vollzeit selbstständig machen wollen. Es ist mit einem Stigma behaftet, immerhin stellt man den Antrag bei der Agentur für Arbeit. Aber wer sich davor nicht scheut, sollte sich darüber schlau machen.

2. Crowd-Funding

Es gibt verschiedene Plattformen wie kickstarter oder startnext, bei denen man Geld von einer community für eine Idee erhält. Das sind meistens Produktideen, deren Produktion so finanziert wird. Es gibt aber auch Musiker, Spieleentwickler oder Autoren, die so Geld für ihre Vorhaben einsammeln. Das Coole daran ist, dass eine Community auf diesem Wege Projekte fördern kann, die dann realisiert werden, wenn das benötigte Budget erzielt wurde. Es ist also sehr demokratisch. Für das Fördern eines bestimmten Projektes würde ich ein Dankeschön zurück bekommen, z.B. wenn die Produktidee produziert wird, wäre ich eine der ersten, die dieses tolle neue Produkt erhält. Das ist echt nicht schlecht.

Ich habe auch schon von Startups gehört, die Anteile an eine Community verkauft haben, das nennt sich dann Crowdinvestment.

Ich habe auch schon überlegt, ob ich meine nächsten stahlpink-Produkte so finanzieren soll. Aber der Aufwand einer solchen Crowd-Funding-Kampagne darf nicht unterschätzt werden. Man muss sich nicht nur auf der Plattform anmelden, man muss auch einen Kampagnenfilm drehen und kräftig die Werbetrommel rühren.

Außerdem besteht immer noch das Risiko, dass das Fundingziel nicht erreicht wird – man also nicht genug Geld einsammelt. Das wäre fatal, weil dann die ganze Kampagnenarbeit umsonst wäre und es wäre natürlich Imagemäßig nicht besonders glanzvoll.

Wer dieses aber Risiko mag und eine tolle Idee hat, sollte das auf jeden Fall versuchen. Ich kenne nämlich auch Labels und Gründer, bei denen Crowd-Funding-Aktionen nichts geworden sind, die nun aber trotzdem sehr erfolgreich sind.

3. Spendenseiten

Einige Podcaster oder YouTuber finanzieren ihren content über Seiten wie Patreon oder Steady. Das sind Seiten, wo Unterstützer einen monatlichen Beitrag spenden können, um Bloggern, Podcastern oder YouTubern etwas zurück zu geben. Das ist eine tolle Sache, da diese somit unabhängig von Sponsoren bleiben können. Sicher hängt dir das Gelaber bei einigen Podcasts über eine bestimmte Matratze auch schon zu den Ohren raus. Solche Spendenseiten sind eine Alternative, und eine gute Möglichkeit, guten Content zu honorieren. Dabei kann man selbst auswählen, wie viel man spenden möchte und erhält oft noch ein extra Goodie oder Dankeschön, wie exklusive Folgen oder spezielle Newsletter für alle Unterstützer.

Eine YouTuberin, die das sehr erfolgreich macht, ist Frannerd. Ich verlinke ihre Seite in den Shownotes. Sie dankt ihren Patreons in jedem ihrer YouTube-Videos, kümmert sich sehr und scheint auch noch Spaß dabei zu haben. Dafür hat sie über 1000 Patreons und erhält über 4.000 Dollar jeden Monat. Nicht schlecht! Und das zusätzlich zu ihrem Business als Illustratorin.

Um so erfolgreich zu sein, muss man natürlich viel Arbeit investieren und eine möglichst große Reichweite haben. Und sich natürlich trauen, immer wieder um Geld zu betteln. Aber da das immer mehr machen, scheint es sich zu etablieren.

Vielleicht lege ich mir auch bald eine Patreon- oder Steady-Seite zu, ich finde das Konzept eigentlich ganz gut!

4. Investoren

Die Möglichkeit, sich Investoren für das eigene Vorhaben zu suchen, gibt es natürlich auch. Dafür gibt es sogar bestimmte Siegel, für die man sich bewerben kann, um leichter Investoren zu finden. Ich muss gestehen, dass ich mich damit nicht besonders gut auskenne, da ich mich nur am Rande damit beschäftigt habe, es kam für mich nämlich nicht in Frage. Ich habe stahlpink erst ein Mal für ein Jahr angelegt, da macht natürlich kein Investor mit. Und mir ist meine eigene unternehmerische Freiheit sehr wichtig, daher kommen Investoren momentan für mich nicht in Frage.

Und ich habe kein BWL studiert und finde es gut klein zu starten, um mich mit dem Unternehmertum erst mal vertraut zu machen.

Aber der Vollständigkeit halber wollte ich diese Möglichkeit erwähnt haben. Wenn du damit gute Erfahrungen gemacht hast, dann schreib mir doch gerne.

5. Kredit

Selbstständige und Existenzgründer können Fördermittel bei Banken beantragen, z.B. bei der KfW-Bank. Da gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten, je nach Stand deines Businesses und wie viel Geld du benötigst.

Die Förderkredite beantragt man bei der Hausbank, man muss dafür einen überzeugenden Business-Plan vorlegen und natürlich kreditwürdig sein. Dafür erhält man ein zinsgünstiges Darlehen oder andere Vorteile, wie z.B. Beratungsangebote.

Der große Nachteil ist natürlich, dass man das Geld plus Zinsen wieder zurück zahlen muss. Aber wenn du trotzdem bei diesem Gedanken gut schlafen kannst, ist das bestimmte eine tolle Möglichkeit für dich.

6. Sich privat Geld leihen

Was liegt näher, als sich weiterhin bei Mama und Papa durchzuschnorren? Ne, ich mache nur Spaß. Aber wenn du in der glücklichen Lage bist, Leute um dich zu haben, die an dich, deine Businessidee und deine tolle erfolgreiche Zukunft glauben und sich förmlich mit Geld aufdrängen, ist das ein toller Back-Up-Plan für Not-Zeiten.

Natürlich mit dem festen Vorhaben, alles zurück zu zahlen! Der Nachteil ist natürlich, dass man etwas über den eigenen Schatten springen und seinen Stolz runter schlucken muss. Aber ich finde, das ist immer noch die bessere Lösung, als sich von Fremden oder Banken abhängig zu machen.

7. Nebenjob

Last but not least: kellnern, virtuelle Assistenz, Social-Media-Management. Nebenjobs, die monatlich Geld für die Fixkosten einbringen und dich ruhiger schlafen lassen. Das ist absolut mein Weg. Klar ist der große Nachteil, dass man weniger Zeit für sein eigentliches Business hat, dessen muss man sich bewusst sein. Aber dafür bleibt man flexibel, ist nicht abhängig von anderen und macht vielleicht sogar noch etwas, womit man unter Leute kommt und was einem Spaß bringt.

Vielleicht kannst du auch noch nebenbei Kurse an der VHS unterrichten, oder Foto-Projekte auf freier Basis angehen. Oder das gute alte Kellnern. Es ist ganz egal, denn es ist immer eine gute Sache, sich seinen eigenen Weg zu finanzieren, um irgendwann ganz von dem eigenen Vorhaben leben zu können.

So, das waren einige Wege, wie du dir nebenbei etwas verdienen kannst. Weitere Infos dazu gibt es z.B. in den Büchern „Business für Bohemiens“ von Tom Hodgkinson und „Frei sein statt Frei haben“ von Catharina Bruns und Sophie Pester. Für mehr Infos zum Thema passives Einkommen empfehle ich dir die Folge 14 von Johanna Fritz’ Podcast.

Ich finde es absolut smart und wichtig, sich zum Start der Selbstständigkeit zusätzliche Einnahmequellen zu überlegen. Nichts ist blöder und die eigene Kreativität blockierender, als sich Sorgen um den Kontostand zu machen.

Also ich hoffe diese Möglichkeiten, sich Nebenbei-Geld zu beschaffen waren hilfreich für dich und schreib mir gerne, wenn ich eine Möglichkeit vergessen habe.

Wenn du dir mein Haupt-Vorhaben mal ansehen und stahlpink-Produkte shoppen möchtest, dann gehe auf www.stahlpink.de. Folgen kannst du mir auf Instagram unter @stahlpink

Ich wünsch euch nun noch eine tolle Woche!! Bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

  1. Oh hey, danke fürs verlinken meiner Podcast Folge. Total lieb!
    Sonnige Grüße, Johanna

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