stahlpink

Blog-Geburtstag!

Vor einem Jahr hat alles angefangen: der stahlpink-Blog wurde gestartet! Heute gibt es daher einen Einblick wie alles begann und wie es in Zukunft weiter gehen wird.

Ich sitze im Wartezimmer eines Neurologen und tippe etwas in den Laptop. Das Wartezimmer ist voll, die Leute unterhalten sich und meckern über die lange Wartezeit. Sie reden so laut, dass mir mein ohnehin schon schmerzender Kopf nur noch mehr weh tut. Dabei muss ich mich doch konzentrieren: ich muss unbedingt dieses Paper mit Ideen sofort raus schicken. Eigentlich müsste ich auch im Meeting sitzen, aber auf dem Weg zur Arbeit kam dieser blöde Sturz mit dem Fahrrad dazwischen. Bin etwas zu schnell mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Zug, wie immer in übermäßiger Eile, den Berg runter gesaust und gestürzt. Egal, hatte ja einen Helm auf. Ist bestimmt nicht so wild. Es war kurz schwindelig, der Arm blutete, aber ich bin trotzdem schnell weiter, um den Zug nicht zu verpassen.

Und nun sitze ich im Wartezimmer und arbeite, obwohl ich mittlerweile deutlich merke, dass mit meinem Kopf etwas nicht stimmt. Und bin meinem Freund doch dankbar, der mich dazu überredet hat, noch vor der Arbeit zum Arzt zu fahren. Jetzt verpasse ich zwar das Meeting, aber ich zeige auf jeden Fall Einsatz, indem ich trotzdem noch weiter arbeite. Obwohl ich langsam Sehstörungen entwickle und mir immer übler wird, ich kaum noch aufrecht sitzen kann.

Das war vor über einem Jahr. Das war in einer Zeit, in der ich mich noch angestrengt habe, in einen Job rein zu passen, der mir so gar nicht lag. Und zu einem Zeitpunkt, in dem ich noch versucht habe, dem Druck und den Erwartungen gerecht zu werden. Dabei aber kurz vor der absoluten Erschöpfung stand.

Damals hatte ich ziemlichen Seelenhunger, wie die wunderbare Juli es ausdrücken würde. Zum Stress und Druck kam noch dieses starke Gefühl, dass das doch nicht alles sein kann. Das kann doch unmöglich mein Leben sein. Mich jeden Tag zu einem Job zu schleppen, dort die geforderte Arbeit abzuliefern, irgendwie in dieser schwierigen Lage mein Bestes zu geben, Kritik einzustecken und dann abends frustriert und übermüde wieder nach Hause zu schleichen. Dafür gab es zwar monatlich Lohn, aber mehr hat dieser Job mir nicht bedeutet. Ich war mir also sicher: ich musste was ändern. Nur wie?

Ich weiß noch genau, dass ich damals das Buch „Das vier-Stunden-Startup“ gelesen habe. Ich wollte unbedingt nebenher etwas eigenes starten. Aber was? Und wie?

Als Designerin hatte ich große Lust, ein eigenes Label zu gründen – aber das ging unmöglich so „nebenbei“, neben der 40-60-Stunden-Agentur-Woche. Aber dieses Gefühl, etwas eigenes machen zu müssen, Hauptsache irgendwie starten zu müssen, um dann hoffentlich irgendwann Licht am Ende des Unglücks-Tunnels sehen zu können, war einfach stärker.

Dann kam der Tag, der irgendwie alles so richtig in Fahrt brachte – und zwar weil ich selbst zu schnell in Fahrt war. Die Diagnose war: schwere Gehirnerschütterung.

Natürlich wurde ich krank geschrieben. Und zu den furchtbaren, unbeschreiblichen Kopfschmerzen kam ein anderes Gefühl: Glück. Ich war glücklich. Endlich mal etwas ausruhen zu können, nicht mehr an die stressige Arbeit denken zu müssen. Das war eine Erleichterung! Und da wurde mir klar, dass etwas gehörig schief läuft. Wieso freute ich mich darüber, dass ich verletzt war? Das fühlte sich falsch an.
Aber war das ein Leben? Von Wochenende zu Wochenende leben. Und montags das starke Gefühl zu haben, dass diese zwei vergangenen Tage nicht ausreichten (vor allem wenn man doch zwischendurch noch gearbeitet hat) um der Erschöpfung wirklich etwas entgegen zu setzten. Dass sich im Laufe der Wochen diese Erschöpfung immer stärker aufstaut, der Urlaub ein fernes Licht im endlosen Stressleben.

So konnte es absolut nicht weiter gehen, das war klar. Und dieser Sturz und die Zeit der Genesung waren der ausschlaggebende Auslöser für die Ideen, die dann begannen. Denn trotz heftiger Kopfschmerzen durch die Gehirnerschütterung wuchs eine Idee. Ich wusste, ich konnte kein Label nebenher aufziehen – aber ich konnte klein anfangen. Mit einem Blog.

Während der Zeit, die ich krank geschrieben war, arbeitete es wie automatisch in mir und ich entwickelte das Konzept für den Blog. Kurz darauf hatte ich Urlaub und den verbrachte ich auf einer abgeschiedenen Hütte in der Schweiz. Was eigentlich ein romantischer Urlaub mit meinem Freund werden sollte, wurde zur Realisierung des Blogs. Ich kaufte die Domain, setzte den WordPress-Blog auf und schrieb die ersten drei Texte.

Damals wollte ich jungen Mädels durch die Texte rund um Mindset und persönliche Entwicklung etwas davon mitgeben, was mir geholfen hat, erwachsen zu werden und mich vom Sensibelchen in eine mutige Person verwandelt hat.

Ich schrieb in der ersten Zeit darüber, was mich beschäftigte. Was ich erlebt habe, wie ich zu Mut und Perfektionismus stehe und zu Problemen mit dem anderen Geschlecht. Und ich hatte großen Spaß am Schreiben. Mein armer Freund musste zwar immer Korrektur-Lesen mit der Frage danach: „Und, ist der Text gut?!“, die ich ihm mit großen Augen stellte. Weil ich anfangs noch kein Schreib-Selbstbewusstsein hatte. Das kam dann aber mit der Zeit!

Damals hatte ich neben dem full-time-Job noch keine Zeit für eigene Fotos und habe daher Collagen aus Stock-Fotos gemacht. Also habe ich klein gestartet mit den Kapazitäten und Ressourcen, die ich damals hatte. Und das war ein erster Schritt zu etwas Größerem.

Diese ersten Texte waren der Grundstein: ich wollte herausfinden, ob ich das kann – mir etwas eigenes aufbauen. Und die Freude am Schreiben -wenn auch noch unregelmäßig – und das Veröffentlichen meiner Gedanken haben mich dazu motiviert, einen Schritt weiter zu gehen. Den stressigen Job hinter mir zu lassen und mein Label stahlpink zu gründen. Das ist aber eine andere Geschichte, heute soll es mal nur um den Blog gehen.

Und nun, wie geht es mit dem Blog weiter?

Seit ich den Blog gestartet habe, habe ich mich sehr weiter entwickelt. Damals hatte ich wenig Zeit und habe die Texte gemacht, die in Anbetracht der Zeit und meiner knappen Ressourcen möglich waren. Doch nun habe ich das starke Gefühl, den Blog etwas wandeln zu können.

Das ändert sich in Zukunft auf stahlpink:

– Die Themen wechseln mehr zu Bereichen, die sehr lebensnah sind und mir Spaß machen. Es wird weiterhin hier und da diese „deep“ Themen geben, aber reduziert. Ich habe immer noch Ideen zu Mindset-Themen, möchte den Fokus aber ändern zu Bereichen, die euch Freude machen und einfach cool sind.

– regelmäßigere Beiträge. Der Blog soll zum stahlpink-Anker werden und ich werde wöchentlich neue Texte veröffentlichen. So wie immer freitags. Wer mag, darf sich darüber im wöchentlichen Newsletter informieren lassen.

Ich hoffe ihr seid bei dem Wandel dabei und haltet in den nächsten Wochen die Augen offen nach neuen Texten und neuen Rubriken.

Zur Feier des Blog-Jubiläums gibt es übrigens nun zwei Wochen lang 10%-Rabatt im stahlpink-Shop. Dafür einfach den Rabattcode #megajubiläum eingeben!

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