Tipps für einen besseren Umgang mit Instagram für alle, die gerne alle Murmeln beisammen behalten möchten

Tipps für einen besseren Umgang mit Instagram für alle, die gerne alle Murmeln beisammen behalten möchten

Aus der #megamutig-Mail von Dezember 2021:

Das mit den Murmeln klingt lustig. Aber so fühlt es sich leider an, wenn ich 15 Minuten auf Insta war: alle Murmeln, die in meinem Kopf in schön geleiteten Bahnen in der Murmelbahn in meinem Kopf dahin glitten, sind plötzlich durcheinander und ich habe ein großes Murmeldurcheinander hinter der Stirn. Sehr anstrengend. 

Vielleicht geht’s dir ähnlich? Statt chaotischer Murmelbahn fühlst du dich vielleicht überlastet, überreizt, ein bisschen neidisch, nachdem du gesehen hast, was die anderen für Urlaube machen, was für Erfolge sie feiern und was für ein geiles Frühstück sie hatten, währen du selbst in deinem grauen Porridge rumstocherst.

Ich hab schon oft Insta-Pausen gemacht: erst ca. sechs Monate, um meinen Roman zu schreiben und als der fertig war, war ich nur noch ein Mal im Monat drauf, um einen Rückblick pro Monat zu posten. Yeah dafür! Doch plötzlich war ich wieder jeden Tag auf Instagram (als Konsumentin). Nach der langen Pause hat mich Insta wieder so richtig um den Finger gewickelt mit Memes und Reels. 

Die App ist so angelegt, dass wir möglichst viel Zeit auf ihr verbringen möchten. Die Zeit vergeht schneller wenn man sich ulkige Memes oder interessante Beiträge anguckt, und man bleibt umso länger: das ist der Insta-Sog.

Es macht halt auch Spaß. Trotzdem merke ich, dass es mir danach nicht so gut geht, wenn ich in dem Insta-Rabbithole verschwunden bin. Ich bin weniger auf meiner Spur und außerdem finde ich es schade um die Zeit, die ich auf dieser aufmerksamkeitsgeilen App verbringe. 

Ich brauche dringend ein paar frische Regeln im Umgang damit. Machste mit?

Here they are: Regeln für einen besseren Umgang mit Instagram für alle, die gerne alle Murmeln beisammen behalten wollen

  • Feste Zeiten zum Konsumieren einplanen. Ein Mal im Monat auf Insta vorbei gucken? Oder jeden Freitagnachmittag? Feste Zeiten, in denen du die App gezielt öffnest und etwas postest oder dich ausnahmsweise mal etwas dahintreiben lässt, sind besser als unkontrolliertes Daddeln. Und ein Insight von mir: du verpasst nichts.
    Wenn ich als Teenie mal eine Woche meine Liebslingssoap verpasst habe, dachte ich vorab: das wird furchtbar, ich verpasse eine ganze Woche! Nur um nach der Woche festzustellen: ich kann der Handlung ohne Weiteres folgen. Was für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ gilt, gilt auch für den Content, den du auf Insta während deiner Pausen verpasst: keine Sorge, so viel tut sich nicht in der Insta-Schickeria. 
  • Insta von allen Geräten löschen. Yes vor allem vom Handy. Viel zu schnell ist man sonst zurück in alten Sucht-Verhaltensweisen. Meine Finger haben teilweise automatisch diese App aufgerufen, wenn mir mal kurz langweilig war, z.B. an der Supermarktkasse. Das möchte ich nicht mehr, daher ist Insta für alle Zeit vom Handy verbannt. Auf dem Computer im Browser kann man die gleichen Funktionen verwenden (mittlerweile sogar Beiträge posten).
  • Räume auf. Ich bin seit vier Jahren auf Insta und meine Interessen haben sich sehr krass gewandelt seit meiner Anfangszeit. Dementsprechend müssten auch die Accounts sein, denen ich folge - denkste! Da sind noch Accounts aus meiner DaWanda-Zeit (laaaange ist’s her!) oder Business-Accounts, deren Businesse es gar nicht mehr gibt. KonMari geht auch hier: alles weg, was keine Freude bereitet. (Aber mach langsam damit, der Algorithmus mag es wohl nicht, wenn man zu vielen Accounts auf ein Mal entfolgt)
  • Mehrere Accounts. Ein Account für den Kontakt zu deinen FreundInnen zum Beispiel. Und einer, wo du nur deinen Lieblings-Influencer*innen folgst (der Tipp kam von einer Followerin von mir, Danke dafür!). Die Aufgliederung nach Interessen oder Kontakten macht Sinn: manch Influencer*innen posten sehr viele Stories und Content - da ist ein Feed schnell geflutet und ich verpasse, was meine liebe Susi von nebenan gepostet hat. 
  • Mach ne Content-Pause, wenn du sie brauchst. Nichts ist schlimmer, als einen inneren Zwang zu fühlen, etwas zu posten und zu interagieren - denn so brennst du schneller aus, als du „Algorithmus“ sagen kannst. Meine Erfahrung: selbst eine Pause von sechs Monaten ist möglich. Ich dachte, das Internet hätte mich vergessen, aber meine kleine schöne Community hat mich mit einer wunderbaren virtuellen Umarmung zurück empfangen. 

Im Prinzip geht es darum, die Zeit auf Instagram möglichst effizient zu nutzen und nicht sinnlos zu verdaddeln. Das bekommen wir hin, oder?

Für dich noch meine aktuellste Insta-Strategie (wenn man meine rudimentären Notizen so bezeichnen möchte):

  • document your story and teach what you know. Sei authentisch, hab Spaß 🤩 am anderen Ende sind auch nur Menschen 🙃 don‘t overthink! Relax and enjoy. Nicht extra für Insta was kreieren. You cannot be friends with everybody. Focus on the ones that are meaningful. Go deep, not wide. Mach es auch für dich! Your vibe attracts your tribe! (Inspiriert vom Podcast „Letter Now!“, Folge 6)

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