stahlpink #megamutig Folge 30 Buchinspiration

Buchinspirationen für Selbstständige (und die, die es werden wollen) – #megamutig-Podcast / Woche 30

Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Schon vor fünf Jahren habe ich begonnen, mich mit Hilfe von Büchern mit diesem Thema auseinander zu setzen und stelle euch in der heutigen Folge des #megamutig-Podcasts die Bücher vor, die man vor oder während der Gründung lesen sollte, um wichtige Impulse und Denkanstöße zu bekommen. Viel Spaß bei der #megamutig-Buchinspiration!

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Shownotes:

“Work is not a job – Was Arbeit ist, entscheidest du!” von Catharina Bruns
“Das 4-Stunden-Startup” von Felix Plötz
“Frei sein statt frei haben – Mit den eigenen Ideen in die kreative berufliche Selbstständigkeit” von Catharina Bruns und Sophie Pester
“Parcours – Existenzgründung für Designer” von Sophia Muckle
“Kopf schlägt Kapital” von Günter Faltin
“Business für Bohemiens – die Kunst, ein kreatives Leben zu führen und dabei Geld zu verdienen” von Tom Hodgkinson

 

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 30

Ich habe mir in letzter Zeit vorgenommen, verstärkt Bücher über Gründung und Business zu lesen. Mein Baby-Business gibt’s ja nun seit über sechs Monaten und es haben sich schon einige Routinen eingeschlichen und da ich sowieso immer auf der Suche nach Verbesserungspotential bin, versuche ich meine unternehmerischen Fertigkeiten durch Bücher zu verbessern. Ich habe ja Design studiert und nicht BWL oder Marketing, daher gibt es für mich noch viel zu lernen.

Erst in der letzten Woche habe ich „Business für Bohemiens“ gelesen und dachte, es sei für euch ganz spannend mal zu hören, welche Bücher mich in die Selbstständigkeit begleitet haben.

Denn neben all den Informationen, die man online oder über Podcasts bekommt, finde ich es unverzichtbar, sein Wissen mit Hilfe von Büchern zu vertiefen. Außerdem finde ich es ganz schön, mal morgens eine Stunde nicht auf einen Bildschirm zu blicken, sondern in ein Buch. Bücher geben Denkanstöße, man hinterfragt die eigene Einstellung und mir haben einige dieser Bücher die Augen geöffnet und mich erst so richtig zur Gründung inspiriert. Also haben sie mir Erkenntnisse geboten, auf die ich nicht verzichten möchte.

Und Bücher gibt es ja viele. Wie wählt man also aus?

Die Bücher, die ich euch gleich vorstelle, wurden mir als unverzichtbar empfohlen oder ich hatte einen besonderen Draht zu den Autoren – oder ich habe sie bei der Recherche in der Bibliothek einfach entdeckt. Ich habe eine Leseliste im Handy, in die ich immer gleich notiere, wenn mir ein gutes Buch empfohlen wird. Falls euch gleich ein Buch zusagt, das ich vorstelle, könnt ihr einfach in die Shownotes gucken.

Ich erzähle euch nun einfach mal chronologisch, an welchem Step meiner Gründung ich welches Buch gelesen habe, da jeder Schritt ein anderes Wissen erfordert. Dafür fange ich im Jahr 2013 an. Aber keine Angst, ich stelle euch nicht jedes Buch vor, das ich seitdem gelesen habe, sondern nur die businessrelevanten.

1. Work is not a job – Was Arbeit ist, entscheidest du! von Catharina Bruns

Das Buch habe ich mir gleich nach Erscheinen gekauft. Das war 2013 und zu einer Zeit, als ich etwas lost war. Kurz nach dem Bachelor hatte ich keinen Plan, was ich mit meiner Zukunft anfangen soll und da war dieser Buchtitel sehr spannend für mich.

In dem Buch geht es um die Einstellung rund um Arbeit. Und die Philosophie, die Mentalität, die wir zum Thema Arbeit haben. Es geht um eine Revolution der Arbeitswelt. Indem man einen Beruf ausübt, für den man brennt, um seine Lebenszeit nicht zu vergeuden.

Also das Buch ist sehr motivierend. Und wirklich wunderschön gestaltet. Alle paar Seiten gibt es eine Illustration mit einem Spruch oder ein tolles Bild. Das Buch gibt es übrigens in zwei Farben: rosa und türkis, ich habe die türkisfarbene Variante.

Also ich bereue es ganz und gar nicht, das Buch gekauft zu haben. Und empfehle es an alle, die noch in einem Job stecken, der ihnen nicht gefällt und nur Lebenszeit kostet. Das Buch wird dein Denken bezüglich Arbeit auf neue Bahnen lenken.

Ich kann aus heutiger Sicht wirklich alles unterschreiben, was die Autorin sagt. Aber damals, mit Anfang 20 und mit keiner Idee, wie ich mein kreatives Feuer in Geld umsetzten soll, war mir das Buch zu theoretisch. Im Klappentext steht sogar, dass es kein Ratgeber ist, sondern ein Buch, das Denkanstöße für eine neue Haltung zur Arbeit liefert.

Die ganzen handfesten Tipps und Ratschläge zum Thema Selbstständigkeit, die mir in diesem Buch gefehlt haben, kamen übrigens im nächsten Buch der Autorin. Aber dazu gleich mehr.

2. Das vier-Stunden-Startup von Felix Plötz

Das Buch habe ich Anfang letzten Jahres gelesen, als ich noch angestellt war, aber schon das dringende Bedürfnis hatte, etwas eigenes zu starten. Und wenn du auch grad in dieser Situation bist, dann ist dieses Buch ideal: es zeigt dir verschiedene Methoden, wie du neben der Festanstellung etwas auf die Beine stellen kannst, das tatsächlich einen Wert hat. Und es zeigt Methoden, wie du auf tolle problemlösende Start-Up-Ideen kommst und diese testest. Der Autor hat selbst neben seiner Festanstellung gegründet. Allerdings schreibt er selbst, dass er die beiden Tätigkeiten mehrere Jahre parallel hat laufen lassen, bevor er die Festanstellung gekündigt hat.

Die Gründung neben der Festanstellung dauert einfach. Man hat weniger Zeit, die man in seine Gründung investieren kann. Natürlich ist der Vorteil, dass man weiterhin Lohn bekommt.

Aber für mich hat das Buch ganz klar aufgezeigt, dass ich das nicht möchte. Ganz oder gar nicht. Jahrelang zwei Jobs händeln, das hätte mich nicht erfüllt. Doch wenn du der sicherheitsliebende Typ Mensch bist, und deine Selbstständigkeit gerne neben der Festanstellung angehen möchtest, dann gebe ich dir eine absolute Leseempfehlung für das Buch! Es ist zwar eher aus der Startup-Sicht geschrieben, aber auch Kreative finden in dem Buch viel Inspiration.

3. Frei sein statt frei haben – Mit den eigenen Ideen in die kreative berufliche Selbstständigkeit von Catharina Bruns und Sophie Pester

Das ist sozusagen der Nachfolger zu dem allerersten Buch, das ich vorgestellt habe. Und es hat genau das geboten, was mir in „Work is not a job“ gefehlt hat. Die Autorinnen zeigen, wie wichtig es ist, auch als Kreativer unternehmerisch zu handeln. Das war genau der Denkanstoß, den ich noch gebraucht habe, um dann tatsächlich zu kündigen. Das Buch ist wirklich toll, es zeigt einem Wege und Mittel, wie man eine Unternehmensidee entwickelt, wie man unternehmerisch handelt, wie man anfangs das Unternehmen finanziell wachsen lässt, bietet aber auch tolle Kapitel zu Mindset und persönlicher Entwicklung. Es zeigt zum Beispiel, wie man täglich motiviert bleibt, was tun wenn man kritisiert wird oder Zweifel hat. Eins meiner Lieblingsabschnitte in dem Buch behandelt das Thema Scheitern. Und ein tolles Plus: das Buch hat Persönlichkeit und ist authentisch, weil die Autorinnen von ihren eigenen Erfahrungen berichten.

Für mich war es ziemlich umfassend und ein super Anker, um tatsächlich den Mut für die Kündigung aufzubringen und mein eigenes Business zu gründen.

4. Parcours-Existenzgründung für Designer von Sophia Muckle

In dieses Buch habe ich, seit ich es letztes Jahr gelesen habe, am allermeisten von den vorgestellten Büchern rein geguckt. Das Buch ist für selbstständige Designer geschrieben, aber wenn du kein Designer bist, musst du jetzt nicht abschalten. Das Buch beinhaltet nämlich auch Kapitel, die für alle Selbstständigen relevant sind: alles rund um Steuern und Buchhaltung. Dabei ist es zum Glück gar nicht trocken, sondern sehr angenehm zu lesen.

Ich kenne einige Leute, die wirklich Lust hätten, sich selbstständig zu machen, aber Angst vor der Bürokratie haben. Diesen Leuten empfehle ich dieses Buch.

Klar geht es auch viel um designerisches: um Lizenzen und Urheberrecht. Aber auch, wie ein Projekt ablaufen kann und wovor man sich tatsächlich in Acht nehmen muss.

Leider gibt es dieses tolle Machwerk nicht mehr in den Buchhandlungen, sondern nur noch antiquarisch. Ich selbst habe es aus der Stadtbibliothek, weil die Preise für dieses Buch astronomisch sind. Gebraucht kostet es mittlerweile um die 90 Euro. Das war mir zu viel, daher habe ich es geliehen und ganze acht Monate behalten, weil ich es nicht gehen lassen wollte und immer wieder verlängert habe. Nun musste ich es zurück geben und vermisse es jetzt schon.

5. Kopf schlägt Kapital von Günter Faltin

Das Buch war ziemlich erfolgreich und ich habe es auf eine Empfehlung hin gekauft. Der Autor, Günter Faltin, ist Professor und selbst erfolgreicher Gründer. Er zeigt in dem Buch geschickte Wege auf, wie man Entrepreneur werden kann. Bei seinem eigenen Unternehmen hat er das sehr erfolgreich gezeigt: er hat mit der Teekampagne geschickt große Mengen Tee beim Erzeuger eingekauft und damit einen Weg gefunden, Kosten einzusparen.

Und darum geht es auch in dem Buch: Wege finden, wie man bestehende Konzepte durchbrechen und kostengünstiger machen kann, indem man vieles auslagert. Das nennt er „mit Komponenten gründen“. Dabei geht er sehr analytisch vor und zeigt eine etwas für mich ungewöhnliche Denkweise. Also bestehendes neu zu strukturieren. Im Prinzip geht es ihm nicht um das Produkt oder darum ein Produkt neu zu schaffen, sondern darum, wie man die Produktion oder Lieferkette bestehender Produkte am kostengünstigsten hinbekommt. Mir war das leider zu wenig kreativ und zu trocken – als Designer sollte man natürlich schauen, dass man möglichst kostengünstig produziert, um die Endpreise für den Kunden nicht zu teuer werden zu lassen. Aber ich möchte den Bezug zu meinen eigenen Produkten nicht verlieren. Andere Designer, mit denen ich über das Buch gesprochen habe, fanden es allerdings sehr gut – es ist wohl eine Geschmacksfrage.

Aber das Buch hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass es wichtig ist, in Komponenten zu denken und dass es irgendwann wichtig wird, Aspekte wie den Verpackungsprozess und das Versenden meiner Produkte auszulagern um effektiver zu werden.

6. Business für Bohemiens – die Kunst, ein kreatives Leben zu führen und dabei Geld zu verdienen von Tom Hodgkinson

Auch über dieses Buch scheiden sich die Geister. Darin erklärt der Autor verschiedene Methoden des Unternehmertums, vor allem an dem Beispiel seiner eigenen Buchhandlung.

Er erklärt, wie man die richtigen Mitarbeiter einstellt, was passieren kann wenn man die falschen Mitarbeiter einstellt, wie man Buchführung betreibt, Preise kalkuliert und einen Businessplan erstellt. Alles auf sehr lebendige Art und Weise. Er beschreibt viele Situationen aus seinem Leben als Buchhändler, hat Anekdoten über schräge Kunden auf Lager und was er für Fehler gemacht hat. Er hat viel probiert und getestet und dabei einige Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel, dass es keine gute Idee ist, ein Cafe mit einer Buchhandlung zu kombinieren, weil er als Unternehmer und Autor plötzlich in der Kellnerrolle steckte. Und die finanziellen Schwierigkeiten, die so ein großes Projekt wie eine Buchhandlung mit sich bringt.

Und am Ende beschreibt er, wie er die Buchhandlung aufgegeben hat. Mich hat das Buch über die ersten zweihundert Seiten sehr motiviert und ich habe gerne darin gelesen. Aber dieses Ende war doch arg ernüchternd. Ich habe mich gefragt, warum er ein Buch darüber verfasst, wie man als kreativer Bohemien erfolgreich wird, wenn es ihm selbst, zumindest mit seiner Buchhandlung, nicht so wirklich gelingt. Ich fand das etwas paradox, aber er ist auch noch Herausgeber einer Zeitschrift und betreibt eine Academy, aber in dem Buch ging es vor allem um seine Buchhandlung.

Auf meinem Instagram-Profil habe ich darüber berichtet und teilweise hatten andere ähnliche Erfahrungen wie ich mit dem Buch, aber andere konnten meine Kritik nicht so ganz verstehen. Wahrscheinlich sollte man das Buch einfach nicht zu ernst nehmen und sich daraus in Aspekten inspirieren lassen, denn der Autor ist wirklich vielseitig und leidenschaftlich bei der Arbeit.

Die Moral ist wohl, dass es viele Bücher gibt und nicht alle sind perfekt, geben einem aber mit Sicherheit wichtige Impulse, auf die zumindest ich so nicht gekommen wäre. Es gibt so viele Arten und Weisen, sich selbstständig zu machen oder zu gründen. Sei es als vier-Stunden-Startup, als Entrepreneur mit Günter Faltins Konzept im Hinterkopf oder so wie Catharina Bruns, die mit ihrem Tun die Arbeitswelt revolutionieren möchte. Es ist so spannend diese verschiedenen Möglichkeiten kennen zu lernen und auf sein eigenes Business zu übertragen.

Als nächstes lese ich ein Buch zum Thema Markenaufbau und Storytelling. Wenn ihr auch noch Bücher habt, die ihr mir empfehlen möchtet, dann dürft ihr mir gerne Tipps geben. Und über die Bücher können wir auf Instagram diskutieren, mich interessiert eure Meinung sehr. Mein Account heißt @stahlpink. Oder ihr hinterlasst mir einen Kommentar auf www.stahlpink.de

Ich hoffe die Folge hat euch gefallen! Dann dürft ihr mir gerne eine Bewertung auf iTunes hinterlassen. ich betreibe den Podcast umsonst, bekomme also kein Geld dafür und lasse ihn nicht sponsern. Deshalb freue ich mich sehr über eure Wertschätzung durch eine nette Bewertung oder schaut mal in meinem Shop auf www.stahlpink.de vorbei.

Die nächste Folge wird übrigens am Dienstag nach Ostern erscheinen, da ich am Ostermontag wahrscheinlich noch mit Ostereier-Suchen beschäftigt sein werde. Ich wünsche dir und euch bis dahin eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

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