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Dein Leben versinkt im Chaos? Kleine Rituale könnten dagegen helfen

Beethoven hat es getan, Steve Jobs ebenfalls und Freud hatte ziemlich ungewöhnliche: Rituale.  Wie Rituale helfen können, dem täglichen Alltagswahnsinn zu entfliehen.

Rituale sind wiederkehrende Routinen mit besonderer Bedeutung. Es sind Akte, die nach einem bestimmten Schema ablaufen. Die Hochzeit mit dem Gang zum Altar, der sonntägliche Kirchgang, Beerdigungen. Es sind feierliche Akte, die sich im Alltag von den Routinen hervor heben.
In Zeiten geringerer Religionszugehörigkeit können Rituale andere Zwecke erfüllen.

Persönliche Rituale

Sie schaffen Raum für Zeit für dich oder geben kleinen täglichen Vorgängen Wichtigkeit. Rituale gehören so zum Alltag dazu, dass wir vielleicht gar nicht mehr über sie nachdenken müssen und sie einfach tun.

Sie sind für dich allein und nicht wie in der Kirche im Kollektiv zu vollziehen (außer natürlich du lebst in einer WG, in der die Mitbewohner ähnliche Angewohnheiten haben. Kollektives morgendliches Porridge-Essen zum Beispiel).

Das heißt, du musst niemandem von dem Ritual erzählen, dass du fast abergläubisch jeden Tag die selbe Kaffeetasse benutzt. Und das Schöne: was für andere nebensächlich ist, kann auch für dich alleine eine Bedeutung, eine Geltung haben.

Jeden Sonntag feierlich den alten Lack von den Nägeln nehmen und die Hände schön pflegen, manikürieren und dazu Sex & the City gucken? Klingt nach einer wunderbaren Maßnahme, um die Woche feierlich ausklingen zu lassen.

Jeden Abend eine kleine Runde machen, um die Unordnung des Tages aufzuräumen? Eine super Angewohnheit, über die sich dein Zukunfts-Ich mit Sicherheit am nächsten Tag freut.

Oder der wöchentliche Gang zum Markt, um bei dem netten Obst-Verkäufer den immer gleichen Dialog zu führen (“Eine Hand voll Zwetschgen und drei Gala-Äpfel, bitte”)? Unverzichtbar.

Ich zum Beispiel starte jeden Tag mit meiner Aufgabenliste und schreibe sie immer mit dem gleichen Glitzerstift. Der ist einfach schön und gibt der sonst so schnöden to-do-Liste eine besondere Bedeutung. Die Liste mit einem anderen Stift schreiben? Unmöglich!
Mittags mache ich gerne eine kurze Meditations-Session und abends wird der Tag jeden Abend um die selbe Uhrzeit mit einem Lavendel-Tee und einem Buch beendet. Klingt langweilig, gibt meinem Leben aber die nötige Routine. Da bin ich fast zwanghaft und verfalle in Stress, wenn mir dabei etwas dazwischen kommt. #nerd

Aber hey, selbst die ganz Großen hatten teilweise seltsame Rituale, um ihren Tag zu strukturieren.
Und dafür gibt es gute Gründe:

1. Häufige Wiederholungen geben Halt und Orientierung und können so Chaos im Leben vorbeugen. Wir müssen jeden Tag so viele Entscheidungen treffen und an so viele Dinge denken, da hilft es, wenn wir einige bestimmte Ankerpunkte haben, die dem Tag ein System geben.

2. Zeit für dich. Die wöchentliche Yoga-Stunde oder jeden Morgen zwei Stunden Gassi mit dem Hund. Rituale können die Zeit sein, in der du ganz für dich bist und Zeit zum Nachdenken hast.

„We are what we
repeatedly do.“

3. Individuell. Rituale können dich formen und dich von anderen abheben. Du gehst jeden Tag laufen? Du Sportskanone! Das bedeutet, dass du dich gut und gerne Läuferin nennen darfst.
Du legst dir jeden Abend dein Power-Outfit für den nächsten Tag raus? Sicher bist du fashion-technisch nicht zu übertreffen und siehst jeden Tag blendend aus.

4. Rituale machen dich glücklich. Du könntest jeden Morgen kurz darüber nachdenken, wofür du im Augenblick dankbar bist. Das ist ein Ritual, das dich mit einem bomben Gefühl aufstehen lässt. Oder du lächelst dich einfach jedes Mal strahlend an, wenn du in den Spiegel schaust.

5. Deine Rituale machen andere glücklich. Wenn du jeden Sonntag die Mutti anrufst, dann macht das nicht nur dich glücklich, sondern auch deine Mutter. Sich dieses Ritual zu setzten, hilft, es dann tatsächlich durch zu ziehen und am nächsten Sonntag nicht doch lieber was anderes zu machen.

6. Rituale machen gesund. Sei es das tägliche pünktliche zu Bett gehen oder das gesunde Porridge am Morgen. Gute Rituale haben langfristig einen positiven Effekt auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Und das wollen wir doch!

Rituale erfolgreicher Menschen
Sicher hast du es schon gehört: zum Erfolg gehört oft eine Routine dazu, die auch mit individuellen Ritualen gespickt sein kann.

Der Komponist Ludwig van Beethoven soll zum Beispiel jeden Morgen eigenhändig sechzig Kaffeebohnen für seinen Kaffee abgezählt haben. Das könnte ich sein! Immerhin lege ich auch Wert auf guten Kaffee.

Sigmund Freud ließ sich aus Zeitmangel, die Zahnpasta von seiner Frau auf die Zahnbürste drapieren.

Benjamin Franklin stellte sich jeden Tag zwei Fragen. Morgens: „Was soll ich heute Gutes tun?“ und abends „Was habe ich heute Gutes getan?“. Wenn das mal nicht eine tolle Rituale sind!

Und was sind deine Rituale?
Beobachte dich mal eine Weile selbst: was sind Verhaltensweisen, die du täglich oder wiederkehrend machst? Worauf davon möchtest du nicht verzichten? Vielleicht fragst du auch mal eine Freundin oder ein Familienmitglied nach einem Ritual, das er oder sie an dir fest stellt.

Fazit
Rituale sind eine tolle Möglichkeit, unseren Kopf auf Autopilot stellen zu können, um uns auf die wichtigen Dinge des Alltags konzentrieren zu können. Empfindest du das auch so und hast du beim Lesen des Textes fest gestellt, selbst das eine oder andere Ritual zu pflegen? Dann schreib mir doch in die Kommentare!

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