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Die Entdeckung des Selbstbewusstseins

Warum ich meine, dass man Selbstbewusstsein lernen kann und was das mit den neuen Ohrringen von stahlpink, den MINI-STATEMENTS zu tun hat.

Sie sind ja blutjung, sind sie überhaupt schon volljährig?“ Diese Worte haben sich mir eingeprägt, eingebrannt in meine Erinnerung.  Gesagt wurden sie von einem Professor in einem Auswahlgespräch für meinen Master. Kurz zur Situation: der Prof kannte mich schon gut vier Jahre aus dem Bachelor, er wusste ganz genau wie alt ich bin. Dieser Satz war bezeichnend für das restliche Gespräch: ich war aufgeregt und eingeschüchtert, die vier Herren (ich betone: VIER MÄNNER – gab’s da keine weiblichen Profs?) von oben herab und abweisend.

Das ist nun sechs Jahre her. Und damals war mein Glaube: sie haben recht. Es steht ihnen zu, mich so zu behandeln, denn ich kann nichts und ich bin nichts und werde vermutlich auch nie etwas sein. 

Wie ungerecht das Verhalten der Profs war, das wurde mir erst viel später klar. Und noch viel wichtiger: dass das, was ich damals danach empfunden habe, absolut falsch war. 

Ich kann nichts und ich bin nichts und werde nie etwas sein. Das habe ich mir also eingeredet. Mein innerer Monolog war geprägt von Kritik, Zweifeln, ja sogar Verwünschungen. Ich fühlte mich falsch, nichtswürdig. 

So ging es lange. Jahre der Selbstgeißelung und Komplexe.
Und ich dachte, das sei normal. Dass ich einfach ein zurückhaltender Mensch sei. Dass mir das Grübeln in der Natur läge und ich niemals viel Selbstbewusstsein haben würde. 
Doch mittlerweile bin ich eben das: selbstbewusst. Ich stehe zu mir, kenne mich, sage meine Meinung. Zeige auch meine Macken und Makel.

Was hat mir geholfen?

1. Innerer Monolog: “ich bin nichts und ich kann nichts”: die Gedanken hinterfragen. Wo kommen sie her? Stimmt das überhaupt? Und radikal dagegen halten: “Ich schaffe alles, was ich mir vornehme.” “Ich habe alles, aber auch alles richtig gemacht.”

Das fühlt sich erst Mal furchtbar an – alles in mir hat sich gegen solche positiven Affirmationen gesträubt. Es hat sich lächerlich angefühlt, mir so einen „Blödsinn“ einzureden. Und die fiesen Zweiflergedanken sind auch wieder kommen und haben lautstark widersprochen. Trotzdem bin ich bei den positiven Affirmationen geblieben, bis ich sie geglaubt habe. 

Der innere Monolog ist das wichtigste Gespräch unseres Lebens. Lieb sein lohnt sich! 

2. Üben, üben, üben: ich bin schüchtern. Und bestimmt auch sozial inkompetent. Das habe ich früher über mich gedacht und dies als Gewissheit betrachtet. Bis ich angefangen habe, das zu üben, was ich vorher nicht konnte: offen sein, auf andere zugehen. Ein Gespräch beginnen. Und Termine mit Freunden vereinbaren, statt auf Einladungen zu warten. Selbstbewusstsein funktioniert wie ein Muskel: indem ich meine „Schwächen“ angegangen bin, bin ich mit der Zeit besser geworden. Mittlerweile habe ich die Champions-League erreicht und fange mit Fremden (bspw. meinem Gegenüber im Zug) ein Gespräch an. Einfach so. 

3. Selbstbewusstsein ausstrahlen: fake it till you make it. Oder der rote Lippenstift an einem miesen Tag. Es gibt kleine Details, die uns selbstbewusster erscheinen lassen. Die helfen, Stärke auszustrahlen. Auch deshalb habe ich die MINI-STATEMENTS entworfen: mit ihren starken Formen und auffälligen Farben demonstrieren sie deutlich: „Hallo, hier bin ich!“. 

Diese Kombination aus selbstbewusstem Auftreten und einer positiven Haltung zu mir selbst hätte mir mit Sicherheit auch damals bei dem fiesen Gespräch mit den Chauvi-Profs geholfen (übrigens ist mir dieses Thema so wichtig, dass ich bereits hier darüber geschrieben habe).  

Was macht dich selbstbewusster?


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