Stahlpink_Bundestagswahl 2017 Die richtige Wahl, warum du unbedingt wählen gehen solltest

Die richtige Wahl – warum du unbedingt wählen gehen solltest

Endlich ist es so weit: wir dürfen wieder den Bundestag wählen. Warum das eine feine Sache ist und warum jeder unbedingt mitmachen sollte!

Sicher habt ihr es mitbekommen: die große Wahl am kommenden Sonntag (24. September) steht kurz bevor. Dabei wird über den deutschen Bundestag entschieden. Das bedeutet wir wählen, welche Parteien in welcher Zusammenstellung den Bundestag bilden. Die Partei mit den meisten Stimmen stellt den (oder wohl eher die) Bundeskanzler/in.

Wählen darf nur eine bestimmte Gruppe von Leuten. Wenn du dich in der Gruppe derer befindest, die wählen dürfen, herzlichen Glückwunsch! Du bist in der glücklichen Lage, mitzubestimmen, wie unser Land in Zukunft regiert wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist ein Privileg, vor allem wenn du eine Frau bist.

Frauen war es nicht immer erlaubt, ihre Stimme abzugeben. Historisch betrachtet, mussten Frauen lange darum kämpfen, das Wahlrecht zu erhalten. Dieser Kampf ging bereits im 18. Jahrhundert los und Frauen, die sich besonders stark dafür einsetzten, wurden sogar hingerichtet.

In Deutschland ist es für Frauen erst seit 1919 möglich zu wählen, also erst fast 100 Jahre. Das wären nur 25 Legislaturperioden (wenn es die immer so wie jetzt gegeben hätte). Länder wie Finnland, Norwegen oder Australien waren Deutschland da weit voraus.

 

Zusätzlich haben wir heute ein großes Glück: wir leben in einer Demokratie und unsere Stimme wird bei der politischen Entscheidungsfindung berücksichtigt. Wie Entwicklungen in anderen Ländern zeigen, ist es keinesfalls selbstverständlich, die eigene Meinung äußern zu dürfen. Vor allem bei dieser Wahl ist es entscheidend, jede mögliche Stimme auch wirklich abzugeben.

Sicher hast du es auch schon auf Instagram mitbekommen: teilweise wird sehr emotional dazu aufgerufen, unbedingt wählen zu gehen. Es werden Umschläge für die Briefwahl drapiert und fotografiert und eindringlich dazu aufgerufen, doch bitte wählen zu gehen. Und hinter #gerwomany steckt eine Kampagne, die insbesondere Frauen dazu auffordern soll, wählen zu gehen.

 

#gerwomany
#gerwomany

Aber warum ist es diesmal besonders entscheidend?
Die AfD ist auf dem Vormarsch. Die Patei, deren Vorstände mit rassistischen Äußerungen glänzen (die danach schnell wieder zurück gezogen werden – war ja alles nicht so gemeint), die für Sexismus und Homophobie stehen. Leider gelingt es dieser Partei, viele bisherige Nicht-Wähler für sich zu mobilisieren. Außerdem gibt es tatsächlich Leute, die durch die Wahl der AfD den Regierungsparteien „eins auswischen“ wollen und eigentlich gar nicht zum Programm der AfD stehen. Solch dummen Trotzreaktionen kann man nur entgegen wirken, indem man selbst vernünftig wählt.

@berliner_feministin auf Instagram
@berliner_feministin auf Instagram

Wen wählen?
Merkel und Schulz stehen als Kanzlerkandidaten für die CDU und die SPD als Sympathie- oder Antipathieträger im Vordergrund.
Man kann den Kandidaten gut und gerne Sympathie entgegen bringen, was aber nicht vergessen werden darf: sie stehen vor allem für ihre Parteien. Du wählst das Parteienprogramm und nicht Merkel oder Schulz als Personen. Also kommst du nicht daran vorbei, dich wenigstens ein wenig mit den Programmen der Parteien auseinander zu setzen.

Und es lohnt sich, auch mal über den Tellerrand der großen Koalition und der etablierten Parteien zu schauen: es gibt nämlich auch einige innovative, aber kleine Parteien, z.B. V-Partei³, die sich als die Vertretung von Vegetariern und Veganerin sieht. Oder wie wäre es mit der Hip-Hop-Partei? Sie setzt sich gegen die Diskriminierung und für die Gleichstellung aller Bürger ein.

Am einfachsten geht das mit dem Wahl-O-Mat. Hier geht es darum, einige Aussagen zu bewerten und mit der eigenen Meinung abzugleichen – ein super tool also, um herauszufinden, welche Partei am besten passt, ohne alle Partei-Programme lesen zu müssen.

Wenn du das hier liest, ist es übrigens schon zu spät für die Briefwahl. Aber so ein Gang zur Wahlurne lässt sich wunderbar zu einem Sonntags-Spaziergang ausdehnen. Oder einem Ausnüchterungs-Gang, je nach Zustand am Sonntag. Ausreden zählen übrigens nicht, nicht wählen ist echt uncool.

Ich habe immer noch die naive Hoffnung, dass die AfD an der 5%-Hürde scheitert und somit weniger politische Beachtung findet. Diese Partei geht mir persönlich nämlich wahnsinnig auf den Keks. Ich hoffe sehr, dass uns am Sonntag keine Überraschung erwartet.

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