Podcast starten #megamutig-Podcast

How to Podcast: wie ich meinen Podcast gestartet habe #megamutig-Podcast / Woche 48

Podcasts sind ein super Weg, um die eigene Botschaft in die Welt zu bringen und andere zu inspirieren. Vielleicht hast du auch schon ein Mikro, das seit Monaten auf seinen Einsatz wartet, weil du dich noch nicht traust? Dann ist diese Podcast-Folge was für dich! Ich erzähle, wie ich auf die Idee für den #megamutig-Podcast gekommen bin, was ich an Podcasts wichtig finde und wie du deine Zweifel beseitigst.

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!


Shownotes:

– Being-Boss-Podcast
Podcast-Helden-Blog mit Tipps rund um den Start und die Technik
Podcast-Coach Sina Paries 
Happy, Holy & Confident-Podcast
das Mikro, das ich benutze 

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit. 

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt. stahlpink heißt das Label, das ich als Produktdesignerin gegründet habe und auch über dieses Herzensprojekt berichte ich im #megamutig-Podcast.

Die Folge war sehr nachgefragt, daher mache ich sie gerne, vor allem da das erste Jahr des #megamutig-Podcasts bald zu Ende ist. Aber versteht mich nicht falsch: ich würde mich nicht als Expertin im Bereich podcasten bezeichnen. Aber da so viele von euch nachgefragt haben, kommt hier nun eine Folge dazu, wie ich meinen Podcast gestartet habe und wie die Idee dazu kam und was meine Tipps sind.

Damals, vor ziemlich genau einem Jahr, war ich selbst sehr Podcast-süchtig. Ich war noch in einer Festanstellung und musste jeden Tag ungefähr drei Stunden pendeln. Und diese Fahrzeit habe ich mit Podcast-Hören verbracht!

Mein allerliebster Podcast damals war Being Boss, es ging genau um die Themen, die mich interessierten: Business-Gründung und Mindset. Mit konkreten Tipps, viel Motivation und viel guter Laune. Ich hätte damals aber nie gedacht, dass ich selbst mal einen Podcast haben würde. 

Das kam mir viel zu kompliziert vor. Der technische Aspekt hat mich abgeschreckt. Und dann auch noch regelmäßig neuen Content liefern? Damals dachte ich noch, ich hätte gar nicht zu sagen. 

Geschweige denn etwas, das andere interessiert. Ich habe also Podcasts erst mal nur konsumiert.

Das war auch ganz gut, denn diese tollen Motivationspodcasts haben in mir den Drang geweckt, etwas eigenes zu machen. Und das Vertrauen, dass ich es schaffen könnte.

Nachdem ich diesen leisen Wunsch zugelassen hatte, bin ich auf ein Netzwerk-Event von erfolgreichen Gründerinnen gegangen. Um herauszuhören, was ihre Geschichten sind und wie sie erfolgreich geworden sind. Ich kann jedem empfehlen, das auch zu machen!

Auf dem Event hatte ich vor allem eine brennende Frage: wenn ich meinen festen Job kündige – wie schaffe ich es finanziell über die ersten Monate? Meine Marke stahlpink war ja noch nicht geboren, niemand kannte mich oder stahlpink. Ich musste mir das erst aufbauen und daher wusste ich: ich würde Zeit und Energie investieren müssen, anfangs ohne viel Geld damit zu verdienen. Aber wie überbrückt man diese Phase? 

Das habe ich einige dieser erfolgreichen Frauen auf dem Netzwerk-Event gefragt. Und was soll ich sagen: ihre Antworten haben mich nicht unbedingt überzeugt oder einen Weg gezeigt. Entweder, weil sie aus einer anderen Lebenslage gründeten. Aus der Arbeitslosigkeit, aus der Teilzeit (was bei mir nicht möglich war, mein damaliger Arbeitgeber hat es nicht zugelassen). Oder weil diese Frauen sich einfach nicht an ihre Anfangszeit erinnern konnten.

Und das fand ich so schade! Denn diese Anfangszeit ist ja eigentlich das Entscheidende. Und so kam die Idee für meinen Podcast! Ich wollte Mädels, die in einer ähnlichen Lage sind wie ich, Tipps geben. Und zwar hautnah, tagebuchmäßig, jede Woche. Schon war das Konzept für den #megamutig-Podcast geboren.

Und das ist mein großer Haupttipp an dich: wenn du ebenfalls Lust hast, einen Podcast zu starten, dann gestalte dir ein Konzept, das deinen eigenen Bedürfnissen entspricht: welchen Podcast würdest du dir gerne anhören? Welches Angebot fehlt noch in der Podcast-Welt? Vielleicht gibt es dieses Podcast-Format, das du dir wünscht, ja noch gar nicht? Dann hau rein. 

Damals habe ich mir gleich ein Headset zu Aufnehmen gekauft. Und angefangen zu recherchieren, wie ich denn überhaupt meine Stimme in einen Podcast bekomme. 

Das Mikro lag übrigens noch drei Monate rum, bevor ich die erste Folge tatsächlich aufgenommen habe. 

Vielleicht hast du ja auch schon Equipment gekauft, traust dich aber noch nicht, deine erste Folge aufzunehmen? Was hält dich ab? 

1. Es gibt schon so viele Podcasts:

Auf der re:publica in diesem Jahr ging es bei einigen Vorträgen auch um Podcasts. Eine wichtige Erkenntnis, die ich mitgenommen habe: es gibt noch nicht genug Podcasts. Auch wenn es so scheint, dass es bereits eine Masse gibt und alle wichtigen Themen bereits bespielt werden. Es gibt auch immer mehr Hörer, die grad erst Podcasts für sich entdecken. 

2. Meine Stimme klingt komisch:

Deine Stimme klingt tatsächlich komisch. Aber nur für dich! Wir sind es nicht gewöhnt, unsere eigene Stimme zu hören. Aber ich sage dir: man gewöhnt sich dran! 

Ich habe als Kind gestottert. Und für mich ist es immer noch eine Überwindung, vor Fremden zu sprechen. Aber ich habe trotzdem die Eier in der Hose, um einen Podcast zu starten. Dann kannst du das auch!

3. Ich habe kein Verständnis für die Technik

Ich hatte das auch nicht. Aber man kann sich auf tollen Blogs einlesen, wie zum Beispiel bei den Podcast-Helden. Gordon verrät dir ganz einfach und idiotensicher, wie du deinen Podcast aufnimmst, hochlädtst und wie der dann in iTunes und auf den anderen Plattformen erscheint. Wenn du gar nicht weiter weißt, dann gibt es auch spezielle Workshops, z.B. von Sina Paries. Es gibt genügend Leute, die helfen können. 

4. Ich habe nicht das geeignete Equipment

Ganz ehrlich: ich habe es auch nicht. Ich nehme diesen Podcast mit einem 30-Euro-Headset auf. Und einem vorinstallierten Programm auf meinem Laptop. Es ist total Low-Budget. Aber es reicht! Die Kosten dürfen also eigentlich keine Ausrede sein. Du weißt: Done is better than perfect, also leg mit deiner Low-Budget-Ausrüstung los und pfeffer super content mit deinem Podcast in die Welt, denn darauf kommt es an!

5. Ich habe kein Intro

Ich auch nicht! Und damals habe ich mich bewusst gegen ein Intro entschieden. Ich hab nämlich gemerkt, dass viele Podcasts, die ich cool fand, kein Intro haben. 

Damals hatte ich mir einige Intros angehört, aber keins davon kam für mich in Frage. Deshalb mache ich mir einfach selbst ein Intro, indem ich bei jeder Folge die gleiche Einleitung bringe, also dieses: „Hi Leute, …“ Und das Feedback ist super positiv: die Leute empfinden den Podcast als ruhiger als andere Podcasts mit Intro. 

6. Ich bekomme keinen sinnvollen Satz raus, wenn das Mikro an ist:

Kein Problem, auch dafür gibt es eine Lösung. Die heißt: Notizen! 

Und sich die Notizen im Vorfeld gut angucken. So einen Podcast aufzunehmen ist aufregend. Ich komme manchmal auch ziemlich in’s Schwitzen und vergesse zu atmen. Dabei möchte ich auch noch einigermaßen normal klingen und dann auch noch was sinnvolles sagen? Fast unmöglich ohne die richtige Vorbereitung. Und ein kleiner Insider-Tipp: meine Podcast-Folgen übe ich immer im Vorfeld, indem ich den Podcast ein Mal durch gehen, ohne ihn aufzunehmen. Das kann ich nur empfehlen!

7. Was ist, wenn ich mich verspreche?

Dann geht die Welt unter! Nein, natürlich nicht! Auch wenn ich mich gut vorbereite, verspreche ich mich ziemlich häufig. Aber das ist nicht schlimm und total menschlich. Ich finde, das macht den Podcast sogar authentischer. Sicher kennt ihr den Podcast von Laura Malina Seiler, den Podcast Happy Holy & Confident. Sie verspricht sich auch manchmal und anstatt sich darüber zu ärgern oder zu schämen, lacht sie über sich. Das finde ich sehr sympathisch.

Wenn es größere Patzer sind, die den Hörfluss stark unterbrechen, oder du dich über deinen Versprecher so aufregst, dass noch ein Schimpfwort hinterhergekommen ist – so wie bei mir manchmal, dann lassen diese Sequenzen sich auch ganz leicht raus schneiden. Schade eigentlich, das würde sicher einen witzigen Outtakes-Zusammenschnitt geben, wenn ich diese Patzer noch hätte. 

Im Notfall muss du die Folge halt noch mal aufnehmen. Ist mir auch schon passiert. Und anderen Podcastern ebenfalls, das ist ärgerlich, aber manchmal kommt man nicht drumherum, wenn zu viele blöde Fehler drin sind und man einen perfektionistischen Tag hat, also ich. Aber wie gesagt, es ist auch total ok deine sympathischen Versprecher drin zu lassen.

Übrigens habe ich in einer Folge einen fetten Zahlendreher drin. Das war in der letzten Folge, zum Thema Ziele. Ich habe hinterher auch überlegt, was ich damit anstellen soll, weil mir der Fehler erst nachträglich bewusst wurde. Die Perfektionistin in mir hat geschrien und getobt, aber um ehrlich zu sein hatte ich an dem Tag dringenderes zu tun, als die Podcast-Folge wegen eines Zahlendrehers komplett neu hochzuladen. Ich habe die Folge also so gelassen und eine Hörerin hat mir versichert, dass es nicht so schlimm ist, wie ich gedacht habe. Also alles halb so wild.

8. Was ist überhaupt der Sinn von einem Podcast? 

Klar, ich weiß: du hast echt schon genug zu tun. Dein Business aufbauen, Marketing. Deine About-Seite wolltest du auch schon seit Ewigkeiten überarbeiten. Für solche Sachen wie Podcasts hast du keine Zeit. Dazu sage ich: dann verpasst du etwas! 

Mein Podcast ist mittlerweile das Aushängeschild für meine Marke. Es gibt viele, von denen ich gar nicht wusste, die meinen Podcast hören. Letztens wollte ich eine Konsultation, also ein Gespräch mit einer Designerin buchen und habe sie deshalb angeschrieben und um einen Kostenvoranschlag gebeten. Ihre Antwort: sie hört meinen Podcast und würde mich gerne unterstützen. Und sich gerne einfach so mit mir treffen, um mich bei meiner nächsten Kollektion zu beraten. Ich bin aus allen Wolken geplumst, weil ich nie gedacht hätte, dass sie meinen Podcast hört. Also liebe Anna, ich danke dir und freu mich auf unser Treffen!

So, waren das nun genügend Argumente für einen Podcast?

Und das Wichtigste für mich: der Podcast gibt mir die Freiheit, mich so zu zeigen, wie ich bin. Ich nehme ihn in einem für mich gewohnten Umfeld, an meinem Schreibtisch auf und fühle mich in dieser Position pudelwohl und kann mein „normales“ selbst raus lassen. Manchmal etwas albern, aber einfach ich selbst. Ich kann hier meine Geschichte erzählen. Das liebe ich auch bei anderen. Authentische, nahbare Podcasts höre ich einfach super gerne. In denen der Podcaster er oder sie selbst ist und mit nichts zurück hält. Probleme und Positives gezeigt und reflektiert werden. Das finde ich das Tolle an Podcasts. 

Ich bin mittlerweile an einem neuen Punkt: das erste Jahr meiner Gründung ist fast vorbei und nun habe ich neben der Finanzierung meines Vorhabens eine Menge anderer Fragen. Und dementsprechend wird es demnächst ein neues Podcast-Format geben. Ich hoffe, ihr bleibt weiterhin dabei! 

So, das war es für diese Woche mit dem #megamutig-Podcast zum Thema Podcast. Voll meta, oder? Falls ihr auch einen Podcast startet, meldet euch! Ich würde eure Ideen und Ausführungen gerne sehen! Und was zu Podcasts einfach dazu gehört: Rezensionen! Denn so sehen andere, was euch am #megamutig-Podcast gefällt. Ich würde mich also sehr freuen, wenn ihr alle gleich mal schnell in den iTunes-Strore rüber springt und dem #megamutig-Podcast eine Rezension hinterlasst! Übrigens wollte ich noch hallo an alle neuen Spotify-Hörer sagen! Dieser Podcast hat es endlich auf Spotify gebracht und es sind alle Folgen online. Ich freu mich! 

Bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.