#megamutig-Podcast Folge 36 Konferenz-Recap stahlpink

Konferenz – Recap – #megamutig-Podcast / Woche 36

Weiterbildung und Konferenzen gehören für jeden Selbstständigen unbedingt dazu – aber warum ich mir ausgerechnet als erste Konferenz die riesige re:publica ausgesucht habe und was meine Erfahrungen dieser drei sehr intensiven Tage waren – dazu mehr in der neuen Folge des #megamutig-Podcasts.

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Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Die letzte Woche stand unter einem besonderen Motto: der re.publica. Ich war zum allerersten Mal auf einer Konferenz und dann auch noch gleich so eine große! 

Das war alles ziemlich krass und groß und toll und ich dachte, ich erzähle euch heute einfach mal von meinen Erfahrungen.

Als allererstes: warum ausgerechnet die re:publica und keine andere Konferenz?

Ich folge einigen Leuten auf Instagram, deren re:publica-Abenteuer ich schon im letzten Jahr gesehen habe und schon damals hatte ich den Eindruck, dass ich das ganze gerne mal live erleben möchte. Ich fand die Aufmachung und die Themen schon damals sehr spannend! 

Außerdem wurden die Frühbucher-Tickets ausgerechnet dann frei geschaltet, als ich im letzten Winter den starken Drang hatte, mal mehr raus zu kommen aus meinem Home-Office und mich mit anderen Kreativen zu vernetzten. Da kamen die Tickets wie gerufen und ich habe gleich im Dezember nicht lange gefackelt und zugeschlagen. Die Frühbuchertickets haben übrigens 210 Euro gekostet, was für mich auf jeden Fall eine Investition ist.

Aber die re:publica ist sehr renommiert, daher dachte ich, ich würde nicht viel falsch machen wenn ich diese Konferenz buche. Und dem war auch absolut so!

Wer sie nicht kennt: bei der re:publica geht es um digitale Kultur, also alles, was im Internet statt findet. Und da das mittlerweile ziemlich viel ist, ist das Themenspektrum sehr breit. Es geht um Technik, Social Media, Marketing, aber auch Politik. Also ein super guter bunter Mix. Da ich in letzter Zeit blöderweise viel zu sehr mit der Gründung von stahlpink beschäftigt war, bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, mich besonders viel mit Nachrichten auseinander zu setzten. Shame on me, ich weiß das sollte nicht sein, aber mein Fokus lag viel zu sehr auf Infos, die ich rund um Selbstständigkeit und Gründung brauchte und den Rest habe ich komplett ausgeblendet. Nun konnte ich auf der re:publica einiges aufholen, was mir wirklich gut getan hat. 

Nun zu meinen Eindrücken

Es ist ein riesiges Netz-Fest mit super spannenden Vorträgen und vielen, vielen Besuchern. So weit ich weiß waren 9000 Leute da. Die re:publica ging über drei Tage und jeden Tag gab es stündliche Talks oder Vorträge auf elf Bühnen plus verschiedenen Meet-Up oder Workshop-Räumen. Also ihr müsst euch vorstellen, dass es jede Stunde mindestens elf Vorträge zur Auswahl gab. Die gingen meistens eine Stunde, dann gab es 15 Minuten Pause und danach begann ein neuer Vortragsblock. Also an Input gab es eine riesen Menge. 

Am ersten Tag habe ich mir acht Vorträge angeguckt. Die offizielle Eröffnung habe ich leider verpasst, weil ich in der ewig langen Schlange vor der Anmeldung zur Konferenz stand, aber das war nicht weiter schlimm. 

Acht Vorträge fand ich schon viel, aber es gab andere, die sich noch mehr angeguckt haben. Man kann auch zwischen den Vorträgen hopsen – also wenn ich gemerkt habe, dass mir der Vortrag oder der Talk nicht taugt, bin ich einfach zu einer anderen Bühne gegangen, das war absolut kein Problem.

Das Publikum war sehr nett, offen und cool. Ich glaube ich würde ohne weiteres mit den meisten abends auch ein Bier trinken gehen, also ein sehr nettes Publikum. Viele Agentur-Leute waren dabei, ich habe auch ehemalige Kollegen von mir getroffen, aber ich glaube es waren auch viele Selbstständige dabei.

Was war besonders gut?

Es gab viele super tolle Köpfe, die Vorträge gehalten haben. Medien-Leute, Influencer, Journalisten. Ich will hier gar kein Name-Dropping machen, aber ich war ziemlich geflasht von einigen Vorträgen und Vortragenden. Super inspirierende Leute, die da auf der Bühne standen. 

Gut gefallen hat mir auch das breite Themenspektrum: Ich fand Vorträge zum Thema Algorithmus spannend, aber auch Marketing oder Politik. Da ist bestimmt für jeden etwas dabei. 

Klar ist nicht alles brandneu. Dass Podcasts grad in aller Munde sind, ist ja hinlänglich bekannt, sonst würde ich selbst ja keinen machen und du wahrscheinlich keinen hören. 

Was war blöd?

Es war einfach super voll. Ein Vortrag über Live-Videos war so hoffnungslos überfüllt, dass ich kaum etwas mitbekommen habe. Oft habe ich auf dem Boden gesessen oder mich auf Vorträge, die ich unbedingt sehen wollte, schon vorbereitet, indem ich viel zu früh bei der Stage war, um mir einen Platz zu sichern. Aber ansonsten war alles super gut organisiert.

Was habe ich gelernt?

Ich habe wahnsinnig viel gelernt. Über Vorteile des slow business; dass es eigentlich noch zu wenige Podcasts gibt; Algorithmen, die zu Vorurteilen führen; warum weiße, intellektuelle und privilegierte Männer mit dem Alter Tendenzen nach rechts entwickeln; einiges über Urheberrecht; Persönlichkeit in Podcasts und über’s Netzwerken.

Ich habe einiges Mitgeschrieben und hatte viele aha-Erlebnisse. Ich lasse das alles mal auf meinen Kompost-Haufen im Kopf wandern und schaue mal, was sich nach einiger Zeit der Umwandlung daraus ergibt.  

Tipps

– Ankündigung: Ich habe im Vorfeld auf instagram erzählt, dass ich auf die re:publica fahren werde – da haben sich auch schon einige Leute gemeldet und das fand ich super! So findet man gleich Anschluss. Ich habe mich am zweiten Tag einer super lieben Truppe von Mädels angeschlossen, die ich über Instagram kannte. Das war toll. Nicht nur, weil ich diese Instagram-Bekanntschaften mal in real life kennen gelernt habe, sondern auch weil wir uns ständig ausgetauscht haben und sie mir Vorträge empfohlen haben, die ich sonst nicht besucht hätte. Und es ist einfach lustiger, nicht die ganze Zeit alleine unterwegs zu sein. 

– Vernetzung: wer mich kennt weiß, dass ich manchmal etwas zurückhaltend und scheu sein kann. Mir wurde sogar schon gesagt, dass ich arrogant bin, dabei ist das einfach nur Zurückhaltung. Aber so zu wirken, bringt einen absolut nicht weiter, daher war die re:publica auch eine Challenge für mich, mal wieder aus meiner Zurückhaltungs-Komfort-Zone zu kommen und aktiv auf Leute zuzugehen. 

Schon am Eingang am ersten Tag habe ich die Leute um mich rum, die auch in der ewig langen Schlange standen, einfach mal angesprochen. 

Und die Vortragenden waren nach ihren Talks auch noch länger auf der Konferenz, da bin ich teilweise einfach mal hinterher oder am nächsten Tag hin und hab nettes Feedback gegeben. 

Manchmal muss man sich selbst einen kleinen Schubs geben, aber es lohnt sich total!

– Vorbereitung: Das Programm wurde erst einige Tage vor der Konferenz bekannt gegeben – aber es war noch genügend Zeit, sich das Programm mal anzugucken und die Highlights für sich auszumachen. Übrigens gibt es eine App, mit der man sein individuelles Programm zusammen stellen kann. 

– Twitter: Twitter hatte ich als Plattform ja nie auf dem Schirm. Aber seit der re:publica weiß ich, wie cool Twitter ist. Die Redner haben teilweise während ihres Vortrages darauf Bezug genommen, was grade über ihren Vortrag getwittert wurde. Und die eben erwähnten Mädels haben gecheckt, auf welcher Stage grade was cooles abgeht, indem sie auf Twitter nachgeschaut haben. Ja, ich bin was Twitter angeht echt hinterher, aber du vielleicht auch. Daher dieser Tipp.

– Entspannung: Die re:publica ist eine super intensive Zeit und ich war abends sehr, sehr platt! Zum Glück konnte ich bei Freunden übernachten und habe jeden morgen mit ihnen gemütlich gefrühstückt, das hat mich etwas geerdet.

Würde ich wieder hin fahren?

Ja ich würde absolut noch ein Mal hinfahren. Am letzten re:publica-Abend war ich zwar super fertig und zu nichts mehr zu gebrauchen, habe jeglichen neuen Input verweigert und mich gefragt, ob die drei Tage Input-Overload nicht etwas zu intensiv für mich Sensibelchen waren – aber nun, ein Wochenende und viel Erholung später, kann ich sagen dass die re:publica das absolut Richtige für mich war. 

Wie ist das bei dir, warst du auch schon auf einer Konferenz, möglicherweise auch auf der re:publica? Oder überlegst du noch? Schreib mir gerne auf den Beitrag zu der Folge auf dem stahlpink-Blog oder auf meinem Instagram-Account @stahlpink.

Nun bin ich übrigens eine Woche im Urlaub, habe aber schon eine Idee für die nächste #megamutig-Podcast-Folge, passend zum Urlaub und zur re:publica. Also du darfst gespannt sein und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

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