#megamutig Podcast Woche 20 - krank und selbstständig

Krank und selbstständig – #megamutig-Podcast / Woche 20

Wie seit nunmehr 20 Wochen nehme ich euch mit dem #megamutig-Podcast mit in meine Selbstständigkeit. Da ich in letzter Zeit ziemlich mit der Gesundheit zu kämpfen hatte, geht es diesmal um das Thema krank sein als Selbstständige: die Konflikte, die man dabei auslebt und wie man trotz Stress schnell wieder gesund wird!

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Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Hallo zu Woche 20!

Und damit zu dem Thema, das einfach kommen musste: krank sein und selbstständig. Denn damit habe ich in den letzten Wochen so meine Erfahrungen gemacht. Es ging ja eine richtige Krankheits-Welle rum und die hat leider bei mir nicht gestoppt. Heute gehts mit zum Glück wieder richtig gut, aber die letzten beiden Wochen waren eine Qual und deswegen dachte ich, ich erzähle euch einfach mal von meinen Erfahrungen, was man macht oder lieber lässt wenn man krank und selbstständig ist.

Also, mich hat es gleich am 1.1. erwischt- ein toller Start in’s neue Jahr. Ich habe noch auf dem Weg nach Hause von unserem AirBnB, wo wir Silvester verbracht haben, erzählt, dass ich mich so darauf freue, endlich wieder zu arbeiten und meiner gewohnten Routine nach zu gehen. Und dann, zack, nur ein paar Stunden später, kurz nachdem wir zu Hause waren, ging gar nichts mehr, mich hatte ein fieser Virus erwischt.

Und dann auch gleich hardcore mit Fieber – so dass ich komplett ausgeknockt war. Da ging gar nichts mehr und natürlich habe ich alle Termine abgesagt und die komplette Woche im Bett verbracht. Mit Fieber sollte man wirklich nicht spaßen.

Das war Woche 1.

Woche 2 hingegen war ein innerer Kampf. Also ich hatte kein Fieber mehr, war aber immer noch kränklich.

Verstrahlt, unkonzentriert und schlapp. Hab für alles doppelt so lange gebraucht. Hatte Kopfweh und war eigentlich nicht wirklich arbeitsfähig. Aber hey, ich musste Sachen gewuppt kriegen. Da war die Arbeitswut dann stärker als das Bewusstsein über den eigenen Körper. Hab also schön verdrängt, dass es mir eigentlich nicht gut geht, sodass es sich immer weiter so zog, ohne dass ich gesünder wurde.

Ich war die ganze Zeit hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, kein Weichei zu sein. Ich empfand es als Niederlage, krank zu sein, weil ich mir eingeredet habe, dass andere ja nie krank sind – echter Blödsinn. Dachte, das bisschen Halsweh und schlappe Gefühl, das ist doch gar nichts, damit kann ich arbeiten. Während eine andere, besorgte Stimme zwar meinte, dass ich mich unbedingt schonen muss, um schneller auszukurieren. Und was glaubt ihr? Natürlich war erst mal die Stimme, die weiter arbeiten wollte, stärker und ich habe einfach versucht, die Symptome zu ignorieren.

– Und das führt mich zu Erfahrung Nr. 1 : sich einbilden gesund zu sein, funktioniert nicht auf Dauer. Verdrängung macht es nur schlimmer, das ist so wie mit eigentlich allem.

– Erfahrung Nr. 2: was arbeiten, wenn es ein bisschen besser geht, ist auch nicht gut. Ich habe mir immer gesagt: ich muss nur kurz was weg arbeiten. Oder ich mach ja langsam. Aber arbeiten bedeutet auch: Mails lesen, sich mit unangenehmen Dingen rum schlagen. Normalerweise gar kein Problem für mich. Aber nach der Winterpause und dieser Fieberwoche hatte sich einiges angesammelt und als ich dann in mein übervolles Mailpostfach geschaut habe, gab es einiges, was mir enormen Stress verursacht hat. Rechnungen, die unerwartet hoch ausfielen. Softwareprobleme und freche Support-Mitarbeiter. Das sind Dinge, die ich sonst gut weg stecke, aber rum leicht kränkelnd einfach zu viel war. Also ist die Devise: erst so richtig gesund werden und dann wieder voll einsteigen. So halb kränkelnd braucht man eh viel länger und die Resultate sind auch oft nicht gut. Also lohnt es sich gar nicht erst.

– Erfahrung Nr. 3: Stress ist mega schlecht für‘s Immunsystem. Also versuche den zu eliminieren. Als ich nach dem Winterurlaub noch etwas angeschlagen versucht habe, über alle Mails und auch unangenehmen Dinge Herr zu werden, habe ich richtig gespürt, wie eine Welle von Stress kam, der mir meine letzte verbleibende Energie aus dem Körper gezogen hat. Und ich fühlte mich natürlich sofort noch viel schlechter und kränker. Gar nicht gut.

– Erfahrung Nr. 4: Wenn zu viel liegen bleibt, dann bedeutet das auch Stress. Also dringende Aufgaben erledigen, falls die enormen Stress verursachen. Bei mir waren es Bestellungen, die über Weihnachten und Silvester eingetrudelt sind und die ich unbedingt verschicken wollte. Das musste ich einfach erledigen, hätte ich es nicht gemacht, hätte es mir nur noch mehr Stress bereitet. Also unterscheiden zwischen dringend und nicht dringend. Und die wirklich dringenden Sachen entweder erledigen oder verschieben.

– Erfahrung Nr. 5: Auch mal um Hilfe bitten. Jeder ist mal krank und wenn du gar nichts mehr kannst, überlege ob jemand für dich einspringen oder dich unterstützen kann. Ich habe also meinen Freund gefragt, der mir mit dem Verpacken der Bestellungen geholfen hat und alles zur Post gebracht hat. Also danke mein Lieber.

– Erfahrung Nr. 6: Ohne schlechtes Gewissen auskurieren. Ich hab nach dem Fieber eine Woche lang nichts gemacht und wollte meinem Körper Ruhe gönnen. Aber die ganze Zeit mit dem nagenden Gefühl, dass ich es eigentlich blöd finde, jetzt eine Pause einzulegen. Dass ich viel lieber weiter arbeiten würde. Ja, dass ich faul bin. Dabei war ich einfach nur ernsthaft krank und habe versucht, auszukurieren. Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Erst, als ich dieses blöde schlechte Gewissen abgelegt habe und wirklich achtsam mit mir war, ging es mir langsam besser. Das bedeutet auch, sich Dinge zu erlauben, die man sonst nicht macht. Ich hatte zum Beispiel Lust auf Pralinen zum Frühstück, habe Romane gelesen und habe stundenlang Netflix geschaut. Und es hat so gut getan.

– Erfahrung Nr. 7: wie ihr wisst, bin ich ein riesen Fan von Visionen und Manifestationen. Ich habe große Ziele und halte sie mir jeden Tag vor Augen. Doch an meinen großen Zielen fest zu halten, während ich krank war, hat eher dazu geführt, dass ich mich unter Druck gefühlt habe, weil ich nicht weiter an meinen Zielen arbeiten konnte. Als ich das erkannt habe, habe ich mir einfach temporär ein neues Ziel gesetzt: bald wieder gesund zu sein. Und das hat zu einem Umdenken geführt, so dass ich mich weniger gestresst gefühlt habe und weniger unter Druck.

So, nun also starte ich in die erste vollkommen gesunde Woche in diesem Jahr und bin back on track: wieder mit meinen gewohnten Zielen und viel Energie. Und das ist total schön.

Wie habt ihr die Krankheitswelle überstanden? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht als ich? Dann schreibt mir doch auf Instagram unter @stahlpink oder als Kommentar auf meinem Blog, der auch stahlpink heißt, genauso wie mein Label.

Ich hoffe ihr habt eine gesunde und entspannte Woche und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast.

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