#megamutig-Podcast 52 Learnings aus der Selbstständigkeit

Meine acht Learnings aus einem Jahr Selbstständigkeit – #megamutig-Podcast / Woche 52

Wow, noch nie ist mir eine Folge so schwer gefallen. Einerseits, weil ich traurig bin, immerhin ist es die letzte Folge des #megamutig-Podcasts. Und andererseits, weil ich euch gerne meine Learnings aus einem Jahr Selbstständigkeit zusammen fassen wollte. Keine leichte Aufgabe! 

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Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

Shownotes:

stahlpink-Artikel: “Warum du ein Warum im Leben brauchst”
“Find your why und mein warum” – #megamutig-Podcast – Folge 27
“Start With Why” von Simon Sinek
Verletzlichkeit-Forscherin Brene Brown
Coach Laura Malina Seiler
stahlpink-Artikel: “Fail harder-über das Scheitern”
“Mein erstes Mal beim Unternehmensberater”- #megamutig-Podcast – Folge 46

 

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit. 

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt. stahlpink heißt das Label, das ich als Produktdesignerin gegründet habe und auch über dieses Herzensprojekt berichte ich im #megamutig-Podcast.

Willkommen zu Woche 52, zur abschließenden Folge des Jahres und vorerst letzten Folge des #megamutig-Podcasts. 

Es tut mir Leid, wenn ich etwas traurig rüber komme, mich macht das ganz schön emotional. Möglicherweise hab ich im Vorfeld auch schon geheult und eine halbe Schachtel Kekse gegessen, die meine Tastatur vollgekrümelt haben. Und das ist das fünfte Mal, das ich diese Aufnahme anfange. Das Abschiednehmen fällt mir nämlich echt schwer.

Aber es ist so weit. Die Stunde der Stunde. Die vorerst letzte Podcast-Folge des #megamutig-Podcasts ist nun da. Ein Jahr ist vergangen, seit ich mich selbstständig gemacht habe. Ich behaupte nun einfach mal, zum Glück kein Negativbeispiel zu sein, so wie in meinem Intro immer angekündigt.

Nein, ich empfinde das letzte Jahr als großen Erfolg. Ich bin super glücklich mit der Entscheidung. Am liebsten würde ich ein Jahr zurück reisen und meinem Vergangenheits-Ich so richtig auf die Schulter klopfen. So: „Alte, du machst alles richtig!“-mäßig. 

Das, was als Experiment für ein Jahr begonnen hat, wird also weiter geführt. Und es ist kein Experiment mehr. Die Testphase ist vorbei, ich fühle mich in meiner Position als Gründerin pudelwohl und kann mir den Schritt in die Festanstellung zurück gar nicht mehr vorstellen. 

So, damit könnte ich die Podcast-Folge ja nun beenden. Aber das wäre ja ganz schön fies! 

Ne, ich habe auch noch einige Insights und Learnings mitgebracht. Um euch auf das vorzubereiten, was euch möglicherweise im ersten Jahr erwartet und damit ihr nicht die gleichen Fehler macht wie ich.

Learning 1: Find your why

Das war die Grundlage meines Business: noch bevor ich irgendeinen anderen Plan hatte, wusste ich, was mein Warum ist. Mit meinem Warum meine ich, dass ich ziemlich genau wusste, was der Grund für mein Vorhaben war. 

Und das kann je nach Person sehr unterschiedlich sein. Ich wollte jungen Mädels auf meine Art und Weise helfen, ihren Weg zu gehen. 

Andere Warums können sein, dass du gerne das Ehrenamt in Deutschland stärken möchtest. Oder die moderne Arbeitswelt verbessern, Nachhaltigkeit modern machen. Oder psychische Erkrankungen entstigmatisieren. 

Wenn ich an Leute denke, die ich bewundere, fallen mir gleich passende Warums zu ihnen ein, weil ihre Arbeit das deutlich macht.

Dein Warum ist ganz individuell. Und warum solltest du ein warum haben? 

Es ist wie dein Kompass. Wenn es mal schlecht läuft, hilft es dir, dran zu bleiben. 

Wenn du hingegen als Designer Logos für 15 Euro das Stück verkaufst, hast du nicht unbedingt ein starkes Warum, behaupte ich einfach mal. Dann gibst du auch schnell auf, wenn mal keine Aufträge rein kommen.

Für mich war mein Warum mein Motivator, der Grund warum ich morgens aufgestanden bin. Das Morgensaufstehen war zwar nicht immer leicht, da müssen wir uns nichts vor machen. Aber nach einem Jahr stehe ich immer noch zu meinem Warum und es befeuert mich immer noch. Ich denke das ist ein gutes Zeichen. 

Es gibt verschiedene Methoden, dein Warum raus zu finden. Ich verklinke dir dazu einen Blogpost von mir und ein tolles passendes Buch in den Shownotes. 

Learning 2: es kommt alles anders, als man denkt

Wer den Podcast hört, weiß, dass ich gerne plane. Aber vor einem Jahr sah mein Plan noch ganz anders aus: weil ich super gerne schreibe, wollte ich eigentlich auch als Texterin arbeiten. Und YouTube-Videos machen.

Und nun? Nix davon!

Einiges wird erst durch’s Machen klar. Ich schreibe immer noch gerne, war aber nicht ambitioniert genug, mich richtig da rein zu hängen und Aufträge dadurch zu generieren. Und YouTube-Videos? Viel zu aufwendig! 

Was ich aber durchgezogen habe, war die Idee von meinem eigenen Label. Und weil ich tatsächlich sehr viel Lust drauf hatte und mit Leidenschaft dabei war (siehe Punkt 1), habe ich mich davon nicht ablenken lassen.

Also ein Learning: es kommt anders, als man denkt, und deshalb sollte man sich die Fähigkeit erhalten, auch mal los zu lassen. Denn dann können auch tolle Dinge passieren! Ich bin in diesem Jahr super oft überrascht worden. Durch Anfragen, durch Reaktionen von anderen. Und ich hab mich selbst auch überrascht. Und das ist doch auch gut so! 

So kam zum Beispiel letztens eine Anfrage für eine Fernseh-Show. 

Shows mit Gründern sind ja grad echt ein Hit. Aber ich habe abgesagt. Klar wäre das gute PR. Aber es hat sich nicht gut angefühlt. 

Freundschaften haben sich aufgelöst, andere sind dazu gekommen. Leute, vor denen ich vor einigen Jahren noch viel zu viel Respekt hatte, um in ihrer Gegenwart den Mund zu öffnen, sind zu Freunden geworden. Und ich bin so gespannt, was in einem Jahr sein wird! Der Schlüssel dazu ist aber auch, einfach mal anzufangen. 

Learning 3: Selbstbewusstsein entwickeln

Ohne geht es nicht. Du musst an dich selbst glauben, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben. Zum Glück kann man das lernen! Durch viel Übung und indem man negative Glaubenssätze auflöst.

Ich habe also im letzten Jahr das eine oder andere Selbsthilfebuch gelesen und viele Coaching-Podcasts gehört. Allen voran nenne ich Brene Brown als Autorin und den Podcast von Laura Malina Seiler, den du ja bestimmt eh schon kennst. Diese Ressourcen helfen wirklich, innere Blockaden zu lösen und selbstbewusster zu werden. 

Learning 4: Take your Time

Es ist Ok, Pausen zu machen. Es ist gut, das Business langsam wachsen zu lassen. Du bist kein Roboter. Und dein Business keine Rakete. Wenn du so gestrickt bist wie ich und langfristige Ziele ansteuerst, dann überarbeite dich nicht. Hab Spaß an dem, was du tust, denn das ist immerhin dein eigenes Baby und der Alltag, in dem du steckst, deine kostbare Lebenszeit.

Du wolltest mit der Selbstständigkeit aus dem berühmten Hamsterrad entfliehen? Dann bau dir bitte nicht dein eigenes Hamsterrad. 

Wenn man keine Pausen macht, kann man nicht erholt und frisch, mit neuen Ideen an die Arbeit gehen. Und das ist super wichtig für mich. Es fällt auch mir immer noch schwer, auch mal abzuschalten. Die Ideen-Maschine in meinem Kopf hämmert nämlich gern. Aber ich bin nicht nur stahlpink, ich bin immer noch eine eigenständige Person. Ich habe auch noch andere Interessen und Hobbies und das ist gut so.

Burn-Out ist unter Gründern und Selbstständigen leider sehr verbreitet. Also solltest du schön achtsam mit dir umgehen!

Warum das für mich ein Learning ist? Klingt doch eigentlich selbstverständlich! Ne, das ist es nicht. Ich komme aus einem Agentur-Umfeld, wo Überstunden die Regel waren und man viel, viel Leistung zeigen musste. Und eine ähnliche Einstellung sehe ich bei manchen Gründern, die meinen unbedingt Vollgas geben zu müssen und ständig husteln zu müssen. Das sieht cool aus und wirkt so, als sei man ach so wichtig. Aber eigentlich ist es ganz schön dumm. Und das zu lernen, nachdem man Stress und Druck im Studium und der Festanstellung hatte, ist schon eine Leistung finde ich.

Also hier noch mal: es ist total ok, achtsam zu sein und Pausen zu machen. Gehe raus, geh spazieren, triff Freunde und vielleicht wirkt sich das ja sogar positiv auf dein Business aus, wer weiß? 

 

Learning 5: Hab keine Angst

Ich glaube, die Angst ist die größte Gefahr bei allen Selbstständigen. Vor allem bei Leuten, die eher unsicher sind und vielleicht eher sicherheitsaffin. Nachts wach liegen und sich Panik machen, dass man noch nicht in die Altersvorsorge einzahlt. Dass man einen Fehler in der Datenschutzerklärung gemacht hat und bestimmt bald abgemahnt wird. Dass die anderen viel bessere Ideen haben als man selbst und das eigene Business zu Grunde gehen wird, und man ganz bestimmt bald wieder einen festen Job suchen muss. Und dass die eigene Existenz scheitert!

Ich kenne das, vor allem nachts, wenn man so wach liegt, erscheinen die Ängste realistischer und bedrohlicher. Aber wozu die ganze Panikmache? Ich habe Jahre damit verbracht, mir Sorgen zu machen und furchtbare Ängste zu haben und bin zum Glück drüber weg.

Wenn mich wieder so eine Angstwelle überkommt, was wirklich nur noch ganz selten mal passiert, dann sage ich mir zwei Dinge: 

1. Bringt mich das weiter? Bringt mich das weiter, so einen Stress zu schieben wegen Problemen, die noch gar nicht eingetreten sind und höchstwahrscheinlich nie eintreten werden?

2. Jetzt, momentan, ist doch alles ok! 

Denn die allermeisten Dinge, vor denen wir uns fürchten, werden nicht eintreten. Und die Angst vor’m Scheitern – was ist schon Scheitern? Ich habe auch schon ein Label aufgegeben. Aber das überhaupt nicht als Scheitern empfunden, sondern ich hatte gute Gründe und hab viel daraus gelernt. 

Auf meinem Blog gibt es übrigens einen Artikel zum Scheitern, den verlinke ich in den Shownotes.

Es bringt nichts, sich Sorgen zu machen. Das sind meist irrationale Ängste. Wäre das schlimme Ereignis schon da, dann würden wir ja was dagegen tun, in Aktion treten und das Problem lösen. Sich aber im Vorfeld mit allem möglichen zu quälen ist super sinnlos, also habe ich das aufgegeben. Einen Schlüssel gegen solche bescheuerten irrationalen Ängste habe ich von der amerikanischen Verletzlichkeitsforscherin Brene Brown gelernt. 

Statt sich Angst und Panik zu machen, sollte man in Dankbarkeit übergehen. Sich klar machen, was man schon erreicht hat und in was für einer tollen Lebenssituation man ist. 

Wenn du schon weißt, dass du ein super sicherheitsaffiner Mensch bist und dir die Selbstständigkeit so eine große Angst macht, dass du diese mit Rationalität nicht in den Griff bekommst, dann ist das auch ok. Nicht jeder oder jede ist für die Selbstständigkeit geschaffen.

Learning 6: Super proaktiv sein.

Damit meine ich zwei Dinge:

1. Proaktiv sein, was Behördenkram angeht. Mit Behördenkram meine ich: Steuern, Versicherung, Rechtliches. 

Ich weiß, wie viele angehende Selbstständige sich davor fürchten, die Steuer falsch anzugehen oder blöde Fehler auf der Webseite zu machen, die dann abgemahnt werden. Aber da hilft nur: sich informieren. Rechtzeitig! Meistens ist das alles gar nicht so wild, wie man denkt. Das eigene, phantasievolle Gehirn macht es nur schlimmer. Die Gewerbeanmeldung ist super fix gemacht. Die Steuererklärung habe ich in vier Stunden geschafft. Umsatzsteuervoranmeldung? Einfach mit dem Finanzamt klären. Fragen zu deiner Versicherung? Anrufen, nachfragen.

Und es nicht aufschieben, das macht es nur noch schlimmer- aus der kleinen Frage dazu kann ein grimmiges Monster werden. 

Und die Leute am anderen Ende freuen sich bestimmt, weiter helfen zu können, bevor sie einen bösen Drohbrief schicken müssen wegen einem kleinen Versäumnis. 

2. Auf andere zugehen. Wenn ich mir jetzt angucke, zu wem ich mittlerweile Kontakt habe, mit wem ich schreibe, wer mich anfeuert – dann finde ich das unfassbar! So ein tolles Netzwerk hätte ich mir vor einem Jahr nie und nimmer vorstellen können. 

Und wie habe ich das erreicht? Indem ich proaktiv auf andere zugehe. Sie anspreche, anschreibe, auf ihre Podcast-Folgen oder Blog-Artikel Bezug nehme. Und schon baut sich ein Kontakt auf. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen. 

Phasenweise war auch ich etwas lost, aber mittlerweile habe ich immer jemanden, mit dem ich kurz Skypen könnte, den ich um Rat fragen oder mit dem ich mich auf einen Kaffee treffen könnte. Und das ist wunderbar! Also geh raus, unterstütze andere und guck, was passiert!

Learning 7: Mach’ es auf deine Art und Weise

Es gibt so viele Experten da draußen, die dir Methoden zeigen, wie du dein Business wachsen lassen kannst. Wenn man genauer hinguckt, widersprechen die sich allerdings teilweise. Oder geben Tipps, die sich irgendwie nicht richtig anhören. Ich habe zum Beispiel ja auch von einem Unternehmensberater den Tipp bekommen, dass ich unbedingt einen Kredit aufnehmen müsse, damit mein Business schneller wächst. Die entsprechende Folge verlinke ich in den Shownotes.

Dagegen gibt es aber auch Meinungen, dass ein Business auch ohne Fremdkapital wachsen kann, das so genannte Bootstrapping-Prinzip, bei dem man die Gewinne einfach in das Business investiert. 

Es gibt für beides Gründe dafür und dagegen. Die einen Experten meinen das und die anderen haben eine gegensätzliche Meinung. Also was tun?

Für mich ist es das, was sich richtig anfühlt. Und auch Experten sind nur Menschen. Im Zweifel gucke ich, wer tatsächlich auch Unternehmer ist und diese Entscheidung möglicherweise auf eigenen Erfahrungen begründen kann. Aber ausschlaggebend ist mein Gefühl: wie wäre es, mit einem Kredit zu leben? Und diesen abbezahlen zu müssen? Und wie ist es, mit der Gewissheit zu leben, dass mein Business sehr langsam wächst?

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Mir fallen ständig Dinge auf, die sogenannte Experten von sich geben, die ich aber ganz anders machen würde oder stark hinterfrage. Hör’ also am besten auf deine Intuition. Das selbe gilt für diesen Podcast. Ich kann viel erzählen, aber im Endeffekt entscheidet deine aktuelle Lebenslage, deine Persönlichkeit und das Umfeld, in dem du grade bist, ob meine Tipps überhaupt etwas für dich bringen!

Mach’ es auf deine Art und Weise heißt aber auch, dass du niemanden kopierst, dein eigenes Ding durchziehst und somit deine authentische Botschaft vermittelst. Und das ist doch ein super cooler Nebeneffekt, oder?

Learning 8: Money-Mindset entwickeln

Bist du dazu bereit, in dein Business zu investieren? Anfangs mit wirklich wenig Kohle auszukommen? Und dir kreativ Möglichkeiten zu überlegen, Geld zu verdienen?

Denn das ist eine wichtige Sache: im ersten Jahr, in dem sich das Business noch entwickeln und etablieren muss, kann es sehr gut sein, dass man anfangs nichts oder sehr wenig verdient. Und dann solltest du kreativ werden und dich fragen, wie du Geld dazu verdienen kannst.

Ich habe den Gründungszuschuss bekommen, habe als Freelancerin gearbeitet. Und es ist auch mal der worst-case eingetreten, dass es finanziell sehr eng wurde. Aber ich war schon darauf eingestellt. Und du somit hoffentlich auch.

Also, du kannst dich darauf einstellen, neben der Gründung oder deiner Selbstständigkeit auch noch andere Einkommensquellen auftun zu müssen. Für manche ist es nebenher jobben, für andere ein Kredit. Und das ist alles total legitim und ok. 

Und worauf du dich auch einstellen darfst: die Frage aller Fragen, die dich aus deinem Bekanntenkreis erreichen wird: „Kannst du davon leben?“. Wow, wer mich das schon gefragt hat, weiß wie allergisch ich auf diese Frage reagiere. Und auch, wie ausweichend ich antworte. Klar, kann ich noch nicht zu 100% von meinem Business stahlpink leben. Die Gründe dafür kenne ich. Und ich bekomme nicht umsonst einen Gründungszuschuss und arbeite teilweise noch nebenbei. Aber um ehrlich zu sein, konnte ich in meiner letzten Festanstellung auch nicht besonders dolle davon leben. Aber da hat mich das niemand gefragt. 

Wahrscheinlich ist die Frage auch gar nicht böse gemeint. Für viele ist Arbeit immer noch damit verknüpft, nur dem Unterhalt zu dienen. Als Broterwerb. Und mehr nicht. Für mich ist es anders: ich habe Spaß an meiner Arbeit und sie erfüllt mich. 

Was ich großartig finde ist die Frage, die man stattdessen stellen könnte: „Wie kann ich dich unterstützen?“. Und die bekomme ich zum Glück viel häufiger zu hören, als die Frage, ob ich schon davon leben könnte. So viele meiner Freunde, Bekannten und Verwandten, wussten intuitiv, was zu tun ist, machen Werbung, bestellen fröhlich und wie wild in meinem Shop und sind einfach sehr unterstützend. Also danke an euch. 

Und noch eine Sache zum Thema Finanzen: Du bist der Boss, du musst deine Finanzen kennen. Und bitte, bitte vergiss nicht, Rücklagen für die Steuer zu bilden. Denn auch das ist ein Stolperstein für viele Selbstständige und Gründer. Ich sage nur: Umsatzsteuer und Einkommenssteuer. Grad bereue ich es, dass das Jahr nicht 53 Wochen hat, ich glaube darüber hätte ich gerne noch eine Folge gemacht!

So ihr Lieben, das waren meine acht Learnings aus einem Jahr Selbstständigkeit. Es war wirklich super, duper schwer ein ganzes Jahr so zu bündeln. Aber die acht Learnings waren für mich tatsächlich die wichtigsten. Ein Jahr auf acht Punkte komprimiert, unfassbar.

Der Podcast hat mir viel gebracht, es war für mich jeden Montag eine neue Möglichkeit zu reflektieren, aufzuarbeiten und in Kontakt mit euch zu treten. Deshalb fällt mir der Abschied etwas schwer. 

Ich danke euch, ich danke dir sehr für’s Zuhören und dabei sein auf meinem Weg in die Selbstständigkeit. Ohne euren Zuspruch und die Nachrichten, ohne Treffen mit tollen Zuhörerinnen wäre mein Jahr bestimmt nicht so schön gewesen. Also Danke, Danke, Danke euch. 

Wie einige bestimmt auch schon mitbekommen haben, wird es mit dem #megamutig-Podcast auch noch weiter gehen. Eine zweite Staffel ist in Planung, die etwas anders als bisher aufgesetzt ist. Ich bin schon ganz gespannt und ich hoffe ihr bleibt dran!  Bis der neue Podcast startet, dürft ihr mir gerne auf Instagram folgen, mein Account heißt wie mein Label @stahlpink und auf meiner Seite stahlpink.de darfst du natürlich auch jederzeit vorbei schauen und dich da auch für den stahlpink-Newsletter anmelden. 

So, nun heißt es aber wirklich Abschied nehmen. Ich gehe nun meine Tastatur saugen und wünsche dir eine tolle Woche, ganz viel Erfolg bei deinem Vorhaben und bis bald beim #megamutig-Podcast!

  1. Liebe Maggie,
    ich habe mir nun über bestimmt 2 Wochen jeden Morgen vor der Arbeit und nach der Arbeit deinen Podcast angehört und habe nun auch deine letzte Folge verschlungen.
    Natürlich hoffe ich insgeheim, dass du auch noch weitere Folgen aufnehmen wirst, denn ich finde dich mega sympathisch und du hast mir soviel Inspiration und Mut gegeben, dass ich dafür einfach mal danke sagen wollte. Ich trage die Entscheidung mich selbstständig zu machen nun schon Monate mit mir rum und vor allem die Ängste haben mir ziemlich zugesetzt. Aber zum Ende des Jahres ist es nun soweit :)))
    Danke das du all dein Wissen mit uns geteilt hast 💕

    • Hallo liebe Anja,
      das freut mich aber! So hab ich’s früher auch gemacht, bevor ich mich selbstständig gemacht habe: auf dem Weg zur Arbeit Podcasts gehört 😀
      Danke dir für dein Lob, ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Mut bei den nächsten Schritten! Die Angst gehört dazu, man kann aber trotzdem mutig sein!

      Und ja, es werden noch weitere Folgen kommen, aber es wird wahrscheinlich ein Interview-Podcast werden. Also etwas anders als bisher!

      Liebe Grüße an dich!
      Maggie

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