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Mir fehlen die Worte! – #megamutig Podcast / Woche 10

Es ist mal wieder Montag und das bedeutet: eine neue Folge des #megamutig-Podcasts! Wie jede Woche erzähle ich von meinem Start als Selbstständige. Und diesmal geht es um zwei seltsame Verhaltensweisen, die ich an mir bemerkt habe.

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung für mein Label stahlpink.

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Transkript der Folge

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt megamutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 10!

Ich habe in letzter Zeit seltsame Verhaltensweisen an mir festgestellt. Ich nenne diese Verhaltensweisen die pathologische Abstrakteritis und die jämmerliche Erzähl-Phobie.

Das tritt auf, wenn mich jemand danach fragt, was ich eigentlich jetzt so mache. Da fehlen mir einfach die richtigen Worte.

Letzte Woche habe ich meinen ehemaligen Chef getroffen. Ich habe nämlich während des Studiums nebenbei gejobbt und hatte einen ganz guten Draht zu ihm. Und als ich ihn von Weitem gesehen habe, hatte ich so bescheuerte Gedanken. Also ich lasse euch jetzt mal kurz in meinen Kopf rein, ich habe nämlich gedacht: Oh Gott, da ist ja mein ehemaliger Chef! Oh nein, besser nicht weiter gehen, sonst fragt er dich wie immer nach deinem Job. Oh je und darauf habe ich jetzt gar keine Lust. Und oh nein, ich gehe ja grad trotzdem weiter. Ja genau, einfach weiter gehen, das ist doch alles halb so wild und wenn wir uns unterhalten kann ich das Thema bestimmt auf das Wetter lenken, kein Problem.

Und schon stehe ich vor ihm und er freut sich, seine Arbeit kurz unterbrechen zu können und mit mir zu schnacken. Und natürlich fällt die unweigerliche Frage, wie es im Job läuft.

Und ich muss ihm gestehen, dass ich meinen Job gekündigt habe und nun selbstständig bin. Und ich sage bewusst gestehen- ich hatte den schlimmen Eindruck ihm das beichten zu müssen. Da kam meine Erzähl-Phobie in’s Spiel. Ich hatte gar keine Lust, es ihm zu erzählen. Dabei ist das doch gar nichts schlimmes, selbstständig zu sein. Also nicht die große Peinlichkeit, die ich in meinem Kopf konstruiert habe. Und er hat sich wirklich für mich gefreut! Und dann wollte er natürlich wissen, was ich so mache – und da fehlten mir erst recht die Worte!

Aber warum ist das so, dass ich anderen so ungern sage, dass ich nun selbstständig bin? Dass ich kaum sagen kann, dass ich nun Designerin bin?

Es gab letztens auch noch eine andere Begebenheit. Ein lieber Kumpel hat uns besucht und mich natürlich nach meiner Selbstständigkeit gefragt. Und ich wollte es ihm wirklich erzählen, aber mich hat die pathologische Abstrakteritis ergriffen. Ich habe ihm erzählt, dass ich ja nun „Produkte mit Botschaft“ mache, endlich eine Tätigkeit „mit Sinn“ habe und Produkte „mit Mehrwert“ aufgeladen habe. Dabei habe ich so geschwafelt, dass er mich lachend gefragt hat, ob ich nun Tampons mache oder was ganz anderes.

Auch das hat mir gezeigt, dass ich da eine innere Blockade habe. Ich hab mich nicht so wirklich getraut, ihm zu erzählen, was ich so mache.

Danach bin ich natürlich in’s Grübeln gekommen. Ich darf eigentlich stolz sein auf mich. Aber es gibt Gründe, warum ich damit noch etwas hadere und vielleicht geht es dir ja auch so.

Problem 1: Die pathologische Abstrakteritis. Das ist so ähnlich wie früher bei den Hausarbeiten. Man hat noch nichts vorzuzeigen, daher ist es eher komisch davon zu erzählen, weil es nach wenig klingt. Und man schwafelt herum und bauscht es unnötig auf, anstatt einfach und konkret zu sagen, was man denn nun macht.

Ich konnte lange Zeit niemandem konkret erzählen, was ich mache, weil ich es noch nicht richtig ausgearbeitet hatte, weil ich noch nicht richtig stolz auf mein Werk war.

Nun habe ich meinen Shop und kann einfach allen meine Webseite zeigen, das ist so ähnlich, als würde ich dem Fragenden einfach eine 100-seitige Hausarbeit auf den Tisch knallen. Hier hast du’s! Schau dir alles an, lies dir alles durch. Hier und hier sind krasse Statistiken, die dich umhauen werden!

Aber solange man das alles nicht vorweisen kann, ist man eventuell etwas empfindlich und wenig selbstbewusst. Bevor ich meine bisherige Arbeitsstelle verlassen habe, wurde ich auch von allen Seiten gefragt, was ich so machen werde. Und ich konnte es einfach nicht erzählen. Die Angst war viel zu groß, dass alles einfach blöd wird oder die Produkte gar nicht so toll, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Vor ein paar Tagen, als mir das alles erst so richtig klar wurde, kam auch Feedback von einer Instagram-Kollegin. Die hat mich darauf hingewiesen, dass ich in meinem Podcast nie so konkret sage, was ich denn nun mache und immer nur von „Produkten“ spreche. Also Leute, ich wollte euch nichts vorenthalten. Das war einfach nur meine pathologische Abstrakteritis. Nun ist mein Shop ja gelauncht und ein kurzer Besuch auf meiner Seite zeigt euch, dass ich Schmuck, Pins und Papeterie mache. Und zwar geht es bei meinen Produkten um Mega-Mädels. Das Wörtchen „mega“ taucht immer wieder auf. Mit den Produkten wollte ich einen Reminder schaffen, dass wir alle einfach mega sind und das hat viel mit meinem Überziel zu tun, dass ich gerne jungen Mädels mitgeben möchte, ihren eigenen Weg zu gehen. Aber meine pathologische Abstrakteritis hat mich davon abgehalten, das so zu formulieren. Also entschuldigt Leute!

Und ich weiß, dass es anderen auch so geht, dass sie keine Worte dafür finden, was sie denn nun so tun. Von einer Podcasterin, die einen wirklich tollen Podcast hat, weiß ich dass sie ihren Freunden und Bekannten erst mal gar nichts davon erzählt hat.

Ich glaube das liegt wirklich daran, dass man erst mal Arbeiten muss, bis man selbst eine Portion Stolz auf das eigene Werk entwickelt hat und das Selbstvertrauen, das einem das erste positive Feedback gibt. Und das bekomme ich mittlerweile.

Problem 2: Erzähl-Phobie. Ich mag es momentan noch nicht, anderen zu erzählen, dass ich nun selbstständig bin. Das ist wahnsinnig lächerlich. Aber selbstständig ist irgendwie gleichbedeutend mit ungewöhnlich, verrückt, ein Exot unter allen „Normalen“, den Angestellten. Dabei ist es doch eher so, dass ich als Selbstständige stolz sein sollte. Ich gehe einen megamutigen Schritt vor, gehe vielleicht ein Wagnis ein, um meinen eigenen Traum zu verwirklichen. Eigentlich müsste ich mir jedes Mal selbst auf die Schulter klopfen, wenn ich es jemandem sage, dass ich mich selbstständig mache.

Und dann kommt noch dazu, anderen zu sagen, dass ich nun Designerin bin. Ich meine ich habe das studiert und alles, aber es ist doch ziemlich unwirklich es so zu sagen. Ich glaube jeder, der Autor ist, oder Coach, weiß vielleicht was ich meine. Oder Influencer oder Blogger. Bei denen ist es besonders heftig. Das Problem ist wohl, dass viele nichts mit diesen Berufsbezeichnungen anfangen können. Würde ich sagen, ich bin Bäckerin! Da wüsste gleich jeder womit ich mich beschäftige. Sage ich aber, ich bin Designerin, haben die Leute erst mal ein Fragezeichen in den Augen und ich habe auch schon die Reaktion zu hören bekommen: und was designst du da so? Es gibt doch schon alles!

Ich glaube das ist einfach noch etwas, woran ich mich gewöhnen und wofür ich noch etwas Selbstbewusstsein entwickeln muss.

Nun geht natürlich meine Frage an alle Selbstständigen da draußen, ob es euch auch manchmal so geht, dass ihr Hemmungen habt anderen von eurer Arbeit zu erzählen. Oder bin ich die einzige mit einer solchen Macke?

Als kleine Entschuldigung für meine pathologische Abstrakteritis und als Dankeschön, dass ihr mich so toll unterstützt, gibt es mit dem Gutscheincode „PODCAST“ 10% Rabatt in meinem Shop. Also schaut gerne mal vorbei.

Wenn dir dieser Podcast gefällt und du mich unterstützen möchtest, dann hinterlasse mir gerne eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes! Ich wünsche dir eine tolle Woche und bis zum nächsten Mal beim megamutig-Podcast!

 

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