Es läuft schlecht! Was tun? – #megamutig Podcast / Woche 8

In meinem ersten Jahr der Selbstständigkeit berichte ich euch jede Woche im #megamutig-Podcast von meinen Erlebnissen als Jung-Gründerin.
Diesmal geht es darum, dass die letzte Woche etwas turbulent war, es sind nämlich Dinge passiert, die mich leicht bis heftig aus dem Konzept gebracht haben.


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Transkript der Folge

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt megamutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 8!

Einige von euch werden es auf Instagram mitbekommen haben: letzte Woche war etwas turbulent für mich. Es sind verschiedene Dinge passiert, die mich leicht bis heftig aus dem Konzept gebracht haben und vielleicht geht es euch ja auch manchmal so.

Einerseits habe ich vergeblich auf meine Produkte gewartet, mit denen ich schon längst gerechnet hatte. Mit schwerem Herzen musste ich meine Shop-Eröffnung um eine Woche verschieben, weil die Produktion meiner selbst gestalteten Produkte einfach etwas länger gedauert hat als geplant. Die Firma hatte mir 4-6 Wochen zugesagt und ich habe natürlich gedacht, dass sie schnell sind, vier Wochen reichen ja sicher, die bauen sich bestimmt noch einen extra Puffer ein bla, bla. So habe ich gedacht. Ziemlich naiv und viel zu optimistisch habe ich dann mit vier Wochen kalkuliert und war dann völlig aus dem Konzept, weil es doch fast 6 Wochen geworden sind.

Das lag einfach daran, dass ich so gerne schon so früh wie möglich meinen Shop eröffnen wollte und mit meinem ganzen Tatendrang einfach viel zu positiv geplant habe. Das wird mir so ganz bestimmt nicht nochmal passieren und ich werde das zum Anlass nehmen, demnächst mehr Zeit einzuplanen.

Aber dass ich meine so schön ausgearbeiteten Zeitpläne nicht einhalten konnte, hat mich doch etwas fertig gemacht, wie ihr euch vorstellen könnt. Ich mausere mich momentan etwas zum Kontrollfreak und kann das gar nicht haben, wenn mir etwas in meine Pläne kreuzt. Aber diese Verspätung musste ich einfach akzeptieren.

Dazu kam, dass ich eine negative Nachricht von der Agentur für Arbeit bekommen habe. Ich habe ja den Gründungszuschuss beantragt und ja in meiner letzten Podcast-Episode ging es darum, dass ich bisher nur gute Erfahrungen mit dem Amt gemacht habe und so weiter. Ironischerweise kam dann am selben Tag dieser Brief, der mich auch etwas aus dem Konzept gebracht hat. Natürlich hätte ich auch noch einen Plan B in petto, aber das war schon ein harter Schlag für mich.

Ich habe nun Widerspruch eingereicht und darf nun wieder warten, wie es weiter geht.

Dazu kam am Mittwoch dann der Höhepunkt, den ich mittlerweile schon etwas lustig finde. Und zwar ist mir eingefallen, dass ich am Vortag einen Brief bekommen habe, den ich noch öffnen wollte. Aber an der Stelle, wo der Brief sonst lag, war er nicht zu finden.

Ich habe alles abgesucht und durchforstet, aber der Brief war nicht aufzufinden.

Und nach dem ganzen Stress habe ich mich ziemlich krass in den Verlust des Briefes rein gesteigert, es war echt heftig. Normalerweise bin ich echt lieb zu mir, aber ich war dermaßen von mir selbst genervt! Weil es war ja klar, dass nur ich diesen blöden Brief verschusselt haben könnte, jemand anders war ja nicht da. Das ging dann so weiter, dass ich mich mit den Gedanken fertig gemacht habe, dass ich ja die Selbstständigkeit nie hinbekommen werde, wenn ich noch nicht mal Briefe richtig organisieren kann. Und ich habe Leute aus meiner Vergangenheit gesehen, die eher kritisch mit mir umgegangen sind, die mir nun in meinen Gedanken gesagt haben, dass sie es ja gleich wussten, dass ich mit meinem Vorhaben versagen würde. Ich hatte ein starkes Gefühl, dass ich keine Kontrolle über meine Aufgaben habe und einfach eine totale Ohnmacht.

Also ihr merkt, ich habe mir eine wahnsinnige Platte gemacht wegen des blöden Briefes.

Als ich dann abends noch den Müll durchforstet habe, kam dann der Umschlag zum Vorschein- und zwar hatte ich den Brief nämlich schon geöffnet gehabt und es einfach vergessen. Der Inhalt des Briefes war nämlich so unfassbar unwichtig, dass der Brief gleich in den Müll gewandert ist und ich das wegen des ganzen Stresses so unbewusst und nebenbei gemacht habe, dass ich es fast im gleichen Augenblick wieder vergessen hatte und mich am nächsten Tag gefragt hab, wo denn der Brief ist.

Aber ach du meine Güte, habe ich mich fertig gemacht! Das ist mir wirklich noch nie passiert, aber vielleicht kennst du das ja auch?

Mir hat das einfach nur gezeigt, dass ich immer noch eine große Unsicherheit habe und die große Angst, etwas falsch zu machen.

Aber es gibt einige Dinge, die ich dann tue, wenn es mal schlecht läuft.

Als allererstes steht bei mir Sport oben auf der Liste bei Problemen oder wenn mich etwas beschäftigt. Ich kann euch sagen, so schnell wie nachdem ich den blöden Brief vom Amt bekommen habe, bin ich schon ewig nicht mehr gejoggt! Ich bin einfach kurz danach los gerannt und hatte so etwas Abstand und Zeit zum Nachdenken.

Also Sport, Auspowern und Abstand, eine neue Umgebung finde ich total wichtig.

Und ähnlich wie bei meinem Totalausfall nach dem Verlust des Briefs hilft es mir, zu hinterfragen, was da jetzt eigentlich in mir los ist. Warum bekomme ich nur wegen eines verschusselten Briefes gleich die Panik des Jahrhunderts? Weil etwas ganz anderes dahinter steckt, nämlich die Angst vor’m Scheitern.

Aber solche kleinen Probleme sollten einen nicht von dem Überziel abhalten. Nichts, was jetzt passiert, sollte mich davon abhalten können, mein Vorhaben umzusetzen. Ich versuche mir in schwierigen Situationen klar zu werden, warum ich angefangen habe. Genau, „Remember why you started“ hängt über meinem Schreibtisch und ich versuche mir immer wieder klar zu machen, was meine ursprünglichen Beweggründe waren, zu kündigen und was eigenes zu machen. Da wird dann ein verspäteter Zeitplan oder ein verschusselter Brief plötzlich ganz klein.

Und dann ist es selbstverständlich, mit Leuten, die mich gut kennen, über meine Probleme zu sprechen. Also Leute, die mich nicht gleich verurteilen, weil ich etwas falsch gemacht habe, sonder die konstruktiv sind. Mein Freund hat mich natürlich gleich dazu angeregt, meine Post-Organisation zu verbessern.

Und was mich auch sehr überrascht hat: ich habe letzte Woche auf Instagram gepostet, dass ich momentan auf die Produkte warte. Und ich habe so viele tolle liebe Reaktionen bekommen, es war der hammer! Also einfach raus damit mit euren Schwierigkeiten, bestimmt gibt es auch bei deinen Problemen Leute, die dich liebend gerne motivieren.

Was macht ihr denn so, wenn es schlecht läuft oder euch kleine Problemchen in die Quere kommen oder ihr wie ich letzte Woche, eine totale Platte wegen einer Kleinigkeit schiebt? Schreibt mir doch, ich freue mich sehr über Kontakt! Übrigens geht mein Shop bald online! Die verspäteten Produkte sind endlich, endlich eingetroffen und der Shop wird befüllt. Das freut mich natürlich mega und baut mich mental enorm auf, weil es mit meinem Vorhaben endlich so richtig los geht.

Wenn du mal gucken möchtest, was ich so treibe, dann schau auf www.stahlpink.de vorbei. Das ist vorerst nur mein Blog und darin wird auch bald der Shop verknüpft, sobald ich so weit bin. Um mir keinen Stress zu machen, kann ich hier leider kein timing nennen 🙂 aber wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, kannst du einfach auf meinem Instagram-Account vorbei schauen, der auch wie mein Label @stahlpink heißt. Da kannst du mir gerne deine Strategie verraten, wie du mit schwierigen Phasen oder blöden Situationen umgehst und was dich so vor dem Durchdrehen bewahrt.

Wenn dir dieser Podcast gefällt und du mich unterstützen möchtet, dann hinterlasse mir gerne eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes! Ich wünsche dir eine tolle Woche und bis zum nächsten Mal beim megamutig-Podcast!

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