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Meine ersten Markterfahrungen – #megamutig-Podcast / Woche 33

Im Leben eines selbstständigen Menschen geht es auf und ab: es gibt gute und schlechte Erfahrungen. Und wenn man ein eigenes Business hat, kann das echt Geld kosten! In die Kategorie “schlechte Erfahrung” stufe ich meine erste Markt-Teilnahme. Was ich daraus gelernt habe und welche Tipps ich euch gebe, um das Risiko eines Markt-Misserfolgs zu minimieren, dazu mehr in der neuen #megamutig-Podcast-Folge.

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Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Leute, ich hatte am Sonntag Migräne und war gestern noch zu kaputt davon, um eine Podcast-Folge aufzunehmen. Ich hab immer noch Kopfschmerzen, hatte aber große Lust, diese Folge aufzunehmen. Weil mir sowieso schon die ganze Zeit Erkenntnisfetzen durch das schmerzende Hirn flogen. Und um mein Hirn etwas zu entlasten, nehme ich also diese Folge auf. Könnte sein, dass ich durch die Migräne Wortfindungsstörungen habe, also entschuldigt. Mir gehts aber wirklich schon wieder besser. 

So, nun zum Thema: wer mir auf Instagram folgt, (also ich hoffe ihr alle!) wird es schon mitbekommen haben: ich war am letzten Wochenende, genauer gesagt am Samstag, auf einem Markt. Es war meine allererste Markterfahrung. Ich hatte mich sorgfältig darauf vorbereitet und hatte große Erwartungen. Und was soll ich sagen: es war ein ziemlicher fail. Der allererste stahlpink-Flop sozusagen.

Also bei mir ist auch nicht immer alles happy und super. Und ich habe mich wirklich gefragt, ob ich überhaupt darüber sprechen möchte. Am allerliebsten würde ich dieses Kapitel nämlich gerne schließen und nie wieder darüber reden. 

Aber dieser Podcast soll euch ja auch auf mögliche Fehler in der Selbstständigkeit vorbereiten und ich kündige jedes Mal im Intro an, dass ich euch auch als Negativbeispiel diene. Und dieses Mal bin ich also wirklich eurer Negativbeispiel – denn aus Fehlern lernt man ja bekanntlich, dehalb möchte ich euch nichts vorenthalten. 

Also, was war an dem Markttag los? Das Ding ist, ich habe so gut wie nichts verkauft und habe mit fast keinem Kunden mal sprechen können. Also damit meine ich, dass ich noch nicht einmal die Standgebühr rein bekommen habe. 

Ich bin hingefahren, mit prallvollen Taschen voller stahlpink-Produkte und ebenso großen Erwartungen. Erwartungen, mal in real-life-Kontakt zu treten zu Kunden, mit denen ich sonst immer nur online interagiere. Life zu sehen, wer meine Produkte kauft und was besonders gut ankommt. Und so Erkenntnisse für mich und mein Business darauf abzuleiten. 

Und dann passiert sozusagen das worst case-Szenario. Es waren kaum Besucher auf dem Markt. 

Kaum Verkäufe, kaum Interaktionen.

Und das galt für alle Aussteller auf dem Markt. Was war passiert? Es gab verschiedene Ursachen für diesen Flop: das Wetter war am Samstag hervorragend. Da hatten die wenigsten Lust, fünf Euro zu bezahlen, um in eine dunkle Markthalle zu gehen. Das ist verständlich. Bloß leider nicht vorhersehbar. 

Und ein weiteres Problem kam im Gespräch mit den anderen Verkäufern an’s Licht: und zwar hatte der Veranstalter anscheinend kaum für den Markt geworben. 

Und das war verheerend, denn die Markthalle war in einem Industriegebiet, in das sich kaum jemand zufällig verirrte. Nein, man musste die Veranstaltung gezielt bewerben, damit die Besucher Bescheid wussten. Und das war wohl nicht passiert. Tatsächlich sind mir im Nachhinein auch keine Werbemaßnahmen aufgefallen. 

Also hatte der Veranstalter etwas geschlampt. 

Ich habe mich während des Tages mit einigen schon erfahreneren Markt-Teilnehmern unterhalten, die meinten, noch nie auf einem so schlecht besuchten Markt gewesen zu sein.

Auch der Veranstalter hatte ein Einsehen und lief gegen Ende herum und bot uns 30%-Rabatt für den nächsten Markt und Sekt an, um uns bei Laune zu halten.

Also es war einfach ein großes Markt-Pech für alle, die da waren. Es war ein frustrierender Anblick: fast 70 Aussteller waren da, aber kaum mehr Besucher – gefühlt schlichen nur 20 Personen den ganzen Tag an meinem Stand vorbei. 

Das war echt anfangs schlimm für mich. Immerhin macht man sich verletzlich, indem man sich und seine selbst hergestellten Waren präsentiert. Ich hatte mich echt gefreut, einen ganzen Tisch voller Produkte mitzubringen und war am Anfang noch so froh und auch ein bisschen stolz, so viele stahlpink-Produkte auf einem Haufen zu sehen und präsentieren zu können. Und wenn dann der Erfolg ausbleibt, ist das sehr verheerend. Ich hab das die ersten 1-2 Stündchen des Tages schon persönlich genommen und mich gefragt, was mit meinen Sachen falsch ist. Hat das Label keine Zielgruppe? Hab ich mich bei den Preisen verkalkuliert? Usw. Also ich habe versucht, die Situation aus stahlpink-Sicht zu analysieren. 

Als es sich herausstellte, dass es ein allgemeines Problem war und nicht nur meinen Stand betraf, ging‘s mir etwas besser. Wenn tolle Stände renommierter Labels auch kaum Einnahmen haben, wird die Sache klar.

Dieser Tag des Rumsitzens und in leere Marktgänge gucken war wirklich keine schöne Erfahrung und ich versuche das alles einfach ganz schnell abzuhaken. 

Ein riesen Dank an die beiden lieben Standnachbarn Idas Blue jewelry und iloveyoulaugh, die den ganzen Tag über ganz ganz positiv auf mich eingeredet haben. Und mein lieber Freund, der mich den ganzen Tag bei Laune gehalten hat und mit mir Blödsinn gemacht hat. 

So, und würde ich sagen, dass die Teilnahme an dem Markt ein Fehler war?

Eigentlich nicht. Immerhin ist ein Mal kein Mal, wie ich als Kind schon immer gesagt habe. Ich denke, dass der Veranstalter einfach die falsche Adresse war. 

Und natürlich habe ich vorher die Risiken abgewogen und z.B. extra einen Markt ausgewählt, der in der Nähe war, sodass ich kaum Fahrtkosten und gar keine Übernachtungskosten hatte. 

Andere Marktteilnehmer hatten sehr lange Anfahrtswege und größere und viel aufwändigere Stände – und somit viel höhere Ausgaben, das tat mir echt Leid. 

Dann hatte ich auch kaum Kosten für den Stand. Ich habe mir vor Ort einen Tisch gemietet und mir keinen eigenen Stand oder ähnliches gebaut, da wären die Kosten natürlich noch viel höher. Und ich hatte nur Produkte vor Ort, die ich auch sonst verkaufe, also nichts extra angefertigt oder ähnliches. Die Produkte verkaufe ich also auch regulär über den stahlpink-Online-Shop. 

Also das wäre ein absoluter Tipp von mir an alle Markt-Jungfrauen: Kosten minimieren.

Ein weiterer Tipp ist: den Markt im Vorfeld genauer analysieren: Wie macht der Veranstalter Werbung. Wer ist die Zielgruppe? Wie ist der Eindruck des Veranstalters, wie ist sein Auftritt? Da hätte mir vielleicht schon klar werden sollen, dass es nicht so passt.

Aber auch den Zeitpunkt besser kalkulieren: das Wetter kann man zwar längerfristig nicht vorhersagen. Aber an unserem Markttag war zum Beispiel parallel eine Shopping-Night in der Innenstadt und ein großes Fußballspiel. Also im Vorfeld schauen, ob es Konkurrenzveranstaltungen gibt. Und vielleicht war April auch nicht die beste Zeit. Meine erfahrenen Markt-Kollegen haben mir erzählt, dass die Vorweihnachtszeit meistens markttechnisch viel besser läuft.

Und überhaupt ist es wichtig, sich im Vorfeld mit erfahreneren Marktteilnehmern auszutauschen. Die waren zwar am Tag des Marktes auch sehr überrascht über den Misserfolg, aber Austausch schadet nie. 

Ich bin demnächst auf einer Messe und wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich nun davor erst recht Bammel. Aber das Positive an der Geschichte: schlimmer kann es kaum werden. 

Ich hoffe ihr hattet wenigstens ein schönes Wochenende und konntet die Sonne geniessen. Falls ihr auch schon blöde Markterfahrungen gemacht habt oder andere Flop-Erfahrungen mit euren Business, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr sie als Kommentar auf meinem Blog auf www.stahlpink.de oder auf Instagram unter @stahlpink hinterlasst, das baut mich und die anderen Marktteilnehmer bestimmt auf.

Ansonsten wünsche ich euch noch eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal beim megamutig-Podcast!

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