#megamutig Newsletter-Strategie

Meine Newsletter-Strategie – #megamutig-Podcast / Woche 45

Letzte Woche gab es den Relaunch des stahlpink-Newsletters. Was die Gründe des Wandels sind, welche Strategie und Ziele ich mit dem neuen Newsletter verfolge und was ich tue, wenn sich Abonnenten aus der Liste austragen, dazu mehr in der neuen Folge des #megamutig-Podcasts.

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!


Shownotes:

der Blogartikel zu meinen Lieblings-Newslettern
PR-Beraterin Andrea Alton gibt Tipps zum Newsletter-Content
Beitrag zu Newsletter und Rechtssicherheit von Dr. Schwenke
Anmeldung zum neuen stahlpink-Newsletter, den #megamädelsmails

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit. 

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt. stahlpink heißt das Label, das ich als Produktdesignerin gegründet habe und auch über dieses Herzensprojekt berichte ich im #megamutig-Podcast.

Willkommen zu Woche 45

Heute wollte ich euch aus gegebenem Anlass mal etwas zu meiner Newsletter-Strategie erzählen. 

Letzten Freitag habe ich meinen neuen #megamädelsmail-Newsletter gelauncht – es ist ein neues Konzept, weil ich mit dem bisherigen nicht unbedingt zufrieden war. 

Ich habe in letzter Zeit zwei Newsletter gehabt: als allererstes hatte ich einen monatlichen Newsletter mit einem Rückblick des gesamten Monats. Darin habe ich die Highlights aus dem stahlpink-Monat zusammengefasst. Als kleinen Anreiz, sich dafür anzumelden, gab es bei diesem ersten Konzept zu jeder Mail ein Freebie, z.B. ein Printable.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir das keinen Spaß gemacht hat und es mir eigentlich zu wenig war, nur ein Mal im Monat eine Mail raus zu schicken. Dann habe ich mir überlegt, dass es cool wäre, einfach meine Newsletter-Abonnenten jedes Mal anzuschreiben, wenn ich einen neuen Blog-Artikel verfasst habe. Also regelmäßig jeden Freitag. Das habe ich mir bei der großartigen Bloggerin Steffi Luxat abgeguckt, die das auch so macht: es sind ziemlich puristische Mails, mit einem kurzen Text, der Lust macht auf den Blogartikel und dazu der Link- fertig.

Aber Leute, auch das wurde mir irgendwann zu viel und ich legte eine Pause ein.

Ich fragte mich: was ist überhaupt der Sinn eines Newsletters? Nerve ich die Leute nicht damit? Die folgen mir doch bestimmt sowieso schon auf Instagram, da bekommen die das doch mit, dass es einen neuen Artikel auf dem stahlpink-Blog gibt. 

Und außerdem hatte ich nicht so viele Abonnenten in meiner Liste- über andere Kanäle konnte ich weitaus mehr Menschen erreichen. Und da ich nur über begrenzte zeitliche Kapazitäten verfüge, habe ich mich dazu entschlossen, mich lieber auf Instagram zu konzentrieren und den Newsletter pausiert. 

Bis letzte Woche. Denn da gab es einen Wandel.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: jeder, der auf Instagram mit wirtschaftlichem Interesse ist, also durch Postings bereits Geld verdient hat oder damit Geld verdienen möchte, muss auf Instagram alle Stories und Posts als Werbung kennzeichnen, wenn man einen anderen Account oder einen Ort vertaggt. Alle. 

Und da ich gerne Empfehlungen darüber mache, was ich grad höre/ lese oder sehe, musste ich eine Menge als Werbung kennzeichnen. 

Das hatte ich nach einigen Tagen so satt und habe mich nach einer Alternative umgesehen. Und die war für mich: der Newsletter! (tada)

Was ist der Sinn von Newslettern?

Ich lese total gerne Newsletter über News oder von Bloggern. Auf dem stahlpink-Blog habe ich letzten Freitag eine Liste meiner Lieblingsnewsletter zusammengestellt. 

Daraus wird klar: Newsletter müssen kein Spam sein. Sie müssen nicht unbedingt nur verkäuflich sein, sondern können auch eine noch stärkere Beziehung zum Leser aufbauen. 

Und das Geile: die Newsletter werden nicht von irgendwelchen Algorithmen beschränkt. Du schreibst ihn, er landet im Postfach deines Abonnenten und dieser entscheidet dann, ob er ihn lesen möchte oder nicht. Toll, wie ich finde – und ohne Umwege über irgendwelche Social-Media-Plattformen. 

Deine Abonnenten-Liste auszuweiten ist also enorm wichtig: denn das sind die Leute, die sich tatsächlich für dein Angebot interessieren und weiter von dir informiert werden möchten, also Kunden sind oder es in Zukunft werden könnten. Und diese Kontakte sollte man ausbauen und pflegen. 

Was ist meine Newsletter-Strategie?

Newsletter-Strategien können ganz unterschiedlich sein, je nach dem, was das Ziel ist. Möchtest du einfach nur deine Produkte verkaufen? Dann sollten die im Fokus stehen. Zum Beispiel indem du jede Woche ein Highlight-Produkt zeigst oder etwas zum Entstehen der Produkte erzählst. 

Ich sehe meinen Newsletter nach dem Relaunch als Verlängerung von Instagram: alles, was ich bisher in den Stories empfohlen habe: 

was ich toll und inspirierend finde, was ich lese, gucke oder welche Podcasts ich höre. Das alles kommt in den neuen Newsletter, der regelmäßig samstags erscheint. 

Ziel ist es, die Bindung zu meinen Abonnenten zu stärken und ihnen hoffentlich wertvollen content zu bieten. Ich liebe meine Kunden und meine Zielgruppe und freue mich, ihnen durch den Newsletter mehr von stahlpink zeigen zu können. 

Und dabei soll’s auf keinen Fall nur um’s Verkaufen von stahlpink-Produkten gehen. Falls du das noch nicht gemerkt hast: das ist nicht das ultimative Ziel der Marke stahlpink. Es geht auch viel um community und den Austausch miteinander. Deswegen ist es auch sehr gewünscht, dass auf meinen Newsletter geantwortet wird und wir in einen Dialog treten. Denn das hat auf Instagram so super funktioniert, dass ich auch von meinen Followern tollen Input bekommen habe und das fehlt mir momentan doch etwas!

Ich habe jedenfalls wieder richtig Lust bekommen, einen regelmäßigen Newsletter zu schreiben und hoffe, dass man diesen Enthusiasmus auch spürt.

Da ich aber so wie jeder andere auch nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung habe, musste ich die Zeit woanders abzwacken und habe mich nun dazu entschieden, dafür nicht mehr täglich auf Instagram zu posten, sondern einen Tag in der Woche auszulassen und mich in dieser Zeit mit der Vorbereitung des Newsletters zu beschäftigen.

Stehst du jetzt total auf dem Schlauch und hast gar keine Ahnung, was du neben Instagram, Pinterest und deinem Blog auch noch an content für deinen Newsletter schreiben sollst?

Keine Sorge, es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie du deinen Newsletter füllen kannst. Ich verlinke dir einen Blog-Artikel mit 16 Content-Ideen von PR-Beraterin Andrea Alton, da wirst du garantiert fündig. 

Sind Newsletter nach DSGVO überhaupt noch erlaubt?

Klar sind Newsletter erlaubt. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: du darfst nicht einfach so irgendwelchen Leuten Newsletter schicken. 

In meinem Fall hätte ich einen großen Anreiz, den Kunden in meinem Online-Shop meinen Newsletter zu schicken. Immerhin haben sie sich ja schon als Kunde angemeldet und etwas bestellt, also bereits großes Interesse an meiner Marke gezeigt. Ihre Mail-Adressen habe ich ja auch schon. Aber trotzdem schicke ich ihnen nicht meinen Newsletter – außer sie haben sich explizit über ein Double-Opt-In-Verfahren dafür angemeldet. Double-Opt-In solltest du kennen, dabei wird doppelt bestätigt, dass sich der Interessent tatsächlich für den Newsletter anmelden möchte. Es gelten laut DSGVO auch noch weitere „Restriktionen“, z.B. was Freebies angeht. Aber da ich lieber Designerin als Juristin bin, kann ich dir keine weitere Auskunft darüber geben, was du rechtlich zu beachten hast. Zum Glück gibt es online mittlerweile genug Informationen dazu, ich verlinke dir gerne einen Beitrag. 

Aber der DSGVO-Wahnsinn sollte dich nicht davon abhalten, dir eine Liste an Abonnenten aufzubauen. 

Ab wie vielen Abonnenten lohnt es sich?

Meinen kleine Newsletter-Flaute hatte ich auch, weil ich nicht unbedingt den Sinn darin gesehen habe, mich immer wieder hin zu setzen und einen Newsletter an die Dreizehn Abonnenten in meiner Liste raus zu schicken – von denen die Hälfte meine Verwandten sind.

Ne Spaß, ihr wisst bestimmt was ich meine: wenn man weiß, dass die Anzahl noch nicht so hoch ist, hat man nicht unbedingt große Lust, extra content für diese paar Leutchen zu kreieren. 

Aber diese Einstellung führt leider zu nichts. 

Als ich mit meinem stahlpink-Instagram-Account im letzten Sommer begonnen hab, hatte ich eigentlich das gleiche Problem: ich hatte einen brandneuen Kanal und anfangs gar keine Follower. Trotzdem habe ich mit viel Euphorie Bilder und Stories gepostet und einfach mal so getan, als hätte ich bereits 10.000 Follower. 

Und die gleiche selbstbewusste Einstellung braucht es wohl auch beim Newsletter: die vielleicht jetzt noch kleine Gruppe an Abonnenten kann immerhin ganz schnell wachsen, wenn sich herumspricht, dass dein Newsletter besonders ist oder tolle Inhalte bietet. 

Jeder fängt mal klein an. Und besser man fängt klein an, als gar nicht loszulegen.

Wie bekomme ich neue Abonnenten?

Dafür bin ich (noch) die falsche Adresse, meine Abonnentenanzahl liegt noch im zweistelligen Bereich. Aber glaube mir, das wird sich ganz schnell ändern, wenn es nach mir geht. 

Man muss am Ball bleiben, motiviert sein, tolle Mails zu verschicken und immer wieder darauf hinweisen, dass es diesen Newsletter gibt. 

Klar gibt es auch noch andere Möglichkeiten: Freebies, kostenlose E-Kurse, die du als Anreiz gegen eine Mailadresse anbieten kannst (natürlich nur DSGVO-konform). 

Ich biete meinen Newsletter-Abonnenten 10%-Rabatt im stahlpink-Shop an. Du kannst auf deiner Seite diese wunderbar nervigen Pop-Up-Fenster einfügen oder in den Blogtexten Felder streuen, in denen sich die Leser für den Newsletter eintragen können. 

So etwas ist ein toller Anreiz, um potentielle Abonnenten auf den Newsletter aufmerksam zu machen. Aber dann ist es auch wichtig, beständig gute Inhalte in den Mails zu bieten, ansonsten tragen sich die hart verdienten Abonnenten wieder aus deiner Liste aus – was ihr gutes Recht ist!

Was mache ich, wenn sich Leute aus der Liste austragen?

Ja das hatte ich auch schon – genau letzte Woche, als ich den neuen Newsletter raus geschickt hatte – da hat mich das erwischt. Jemand hat sich ausgetragen. Und es hat mir tatsächlich ein wenig mein Herzchen gebrochen. 

Mein Newsletteranbieter verschickt Aktualisierungen, wenn sich jemand in die Liste eingetragen hat – oder eben wenn sich jemand austrägt. Und das ist besonders bitter, denn man muss als Abonnent schon extra auf den Link zum Austragen gehen und ich finde das ist eine bewusstere Entscheidung, als zum Beispiel einfach jemandem auf Instagram zu entfolgen. Von Instagram ist man diesen Folgen-Entfolgen-Wahnsinn ja schon gewohnt – bei den Newsletter-Abonnenten gibt es das nicht. 

Wenn sich hier jemand aus der Liste austrägt, dann tatsächlich, weil ihm die Inhalte der Mails nicht mehr angesprochen haben.

Aber damit muss man sich einfach abfinden. Und weiter machen. Und die Abonnenten, die treu dabei bleiben, weiter schön im Auge behalten und ihnen hoffentlich tolle Mails schicken. 

Bist du jetzt neugierig geworden? Ich verlinke dir in den Shownotes natürlich die Anmeldung zum neuen stahlpink-Newsletter, den #megamädelsmails. Und falls du selbst Empfehlungen für tolle Newsletter hast oder selbst einen schreibst, dann immer her damit! 

Ich freue mich, dass du dir die Folge jetzt bis zum Schluß angehört hast! Wenn du magst, dann empfehle den #megamutig-Podcast gerne weiter oder schreib eine Rezension auf iTunes. 

Bis zur nächsten Woche beim #megamutig-Podcast!

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