#megamutig-Podcast Slow Business als Erfolgsgeheimnis stahlpink

Slow Business als Erfolgsgeheimnis – #megamutig-Podcast / Woche 37

Stress, Ungeduld, Schnelllebigkeit – das sind die Prämissen der heutigen Gründungen. Doch als ich von Slow Business gehört habe, war ich Feuer und Flamme! Was Slow Business ist, wie die besonderen Vorteile aussehen (goodbye Ungeduld) und wie ich das Konzept auf stahlpink anwende, dazu mehr in der neuen #megamutig-Podcast-Folge.

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!


Shownotes:

#megamutig-Folge zur re:publica
die Ausgabe der brand eins zum Thema Geduld
Katrin Rönickes Vortrag auf der re:publica „Mach langsam! Ein Podcastlabel als slow business“
Katrin Rönickes (und weitere) “Lila Podcast”
Das Buch “Schnelles Denken, langsames Denken”

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 37 einhalb

Ich muss mich erst ein Mal entschuldigen. Normalerweise kommt jeden Montag eine neue Folge, aber ich war einfach zu krank, um die Folge wie immer am Montag aufzunehmen. Und wie du sicher weißt, wird bei #megamutig nichts vorproduziert. Wenn ich ausfalle, dann fällt auch der Podcast aus. 

Heute geht’s zum Glück einigermaßen, der fiese Infekt verschwindet langsam, aber ich klinge vielleicht noch etwas verschleimt! Trotzdem wollte ich gerne die Podcast-Folge aufnehmen, weil ich momentan einfach beseelt bin – noch von den Eindrücken der re:publica und einem Zeitschriftenartikel, der mir zeitgleich mit der re:publica in den Schoß fiel.

Ich hatte nämlich in letzter Zeit ein riesen Problem: mir ging alles zu langsam. Meine Business-Entwicklung, der Umsatz, einfach alles. Und wer mich kennt, der weiß wie unfassbar ungeduldig ich sein kann. Ich kann schwer in langen Schlangen stehen und warten. Langsame Menschen auf dem Bürgersteig vor mir gehen mir wahnsinnig auf den Senkel. Und das zeigt sich auch im Business: ich erinnere mich an einige Abende in den letzten Wochen, an denen ich schimpfend in der Küche stand und meinem armen Freund Tiraden hielt, weil ich es einfach nicht verstehen konnte, dass alles so langsam geht. 

Denn meiner Meinung nach arbeite ich hart und viel und das soll sich bitte schön mal langsam zurück zahlen. Also nicht langsam, sondern schnell. 

Ich schraubte in letzter Zeit ständig an verschiedenen Projekten rum, änderte dies, fokussierte mich auf dies oder jenes. 

Doch das war total falsch und das wurde mir durch den Vortrag auf der re:publica von Katrin Rönicke erst so richtig klar. Sie sprach nämlich in ihrem Vortrag „Mach langsam! Ein Podcastlabel als slow business“ über etwas, von dem ich noch nie gehört habe: slow business. Wer Katrin Rönicke nicht kennt: sie macht den tollen „lila Podcast“ bei dem es um Feminismus geht. Ich höre den Podcast schon seit Jahren total gerne und plötzlich stand sie da auf der Bühne der re:publica und hat über ihr Podcast-Label gesprochen und wie sie es als slow business gegründet hat. 

Und ihr Vortrag hat mir die Augen total geöffnet: klar kann es mit stahlpink nicht schneller voran gehen, ich bin ja nur eine Person und lasse das business organisch wachsen. Bin also kein Start-Up mit einem Team und mega viel Startkapital im Rücken. Ich bin bloß eine Designerin mit dem Wunsch, Produkte für selbstbewusste junge Frauen zu gestalten. Und sie zu ermutigen, ihr eigenes Ding zu machen. 

Und passenderweise kam mir noch der Zeitschriftenartikel von der aktuellen brandeins vor die Füße: darin geht es um Geduld. Waaaas Geduld? Wie unfassbar uncool und schwach. Dachte ich zuerst. Aber der Artikel hat mir gezeigt, dass Geduld sich auszahlt: dass die Geduldigen meist erfolgreicher sind. 

Ich verlinke euch natürlich die Aufzeichnung des Vortrags und den Artikel in den Shownotes.

Aber was bedeutet das alles? 

Schnelllebigkeit, Ungeduld, Stress sind die Prämissen von heute. Die Geduldigen sind Loser. Wer nicht super viel zu tun hat, macht doch etwas falsch. Der scheint etwas faul zu sein. Ich kenne einen Künstler, der ständig in irgendwelchen Cafes rum sitzt und Kaffee trinkt. Wirklich, fast jedes Mal wenn ich in der Stadt bin, um zur Post zu rennen oder total eilig Besorgungen zu machen, treffe ich ihn irgendwo. In der Sonne vor einem Cafe sitzend. Oder entspannt durch die Stadt spazierend. Er meinte, dass er sich Konzepte überlegt und arbeitet, während er nach außen hin das Gegenteil tut.

Und ich habe mich jedes Mal, wenn ich ihn bisher gesehen habe, total überlegen gefühlt: weil ich ja ach so viel zu tun habe und bestimmt viel mehr leiste als er. 

Doch mittlerweile sehe ich die Dinge anders. Ich habe das slow business für mich entdeckt. 

Da ich online keine gescheite Definition entdeckt habe, gebe ich euch hier eine Definition in neun Punkten. Das ist meine subjektive Einschätzung, die ich mir durch den Vortrag, den Zeitschriftenartikel und eigenen Erfahrungen abgeleitet habe. Wenn du Fachliteratur dazu kennst, dann bitte immer her damit! 

1 Durchdachte Entscheidungen treffen. 

Es gibt so etwas wie schnelles Denken und langsames Denken. Wer das Buch von Daniel Kahnemann mit dem selben Titel gelesen hat, weiß was ich meine. Beim schnellen Denken handeln wir oft impulsiv oder intuitiv. Können Dinge oder Probleme schnell einordnen. Wenn dich einer fragt, was 1+1 ist oder was die Hauptstadt von Deutschland ist, wirst du die Antwort geben können, ohne lange nachzudenken. Hoffe ich. Es ist nicht anstrengend und, wie der Name schon sagt: schnell. 

Das langsame Denken hingegen ist gefragt, wenn es um Kompliziertes geht: wenn dich einer fragt, was die Summe von 256 und 74 ist. Dann musst du sicher erst Mal nachdenken. In dem Buch von Daniel Kahnemann sind noch viele weitere Beispiele, die den Unterschied zwischen schnellem und langsamen Denken illustrieren. 

Und auch Katrin Rönicke hat das langsame Denken angesprochen: denn es ist wichtig im slow business, durchdachte und wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Denn das zahlt sich aus! 

Und man merkt es auch im Design: Wenn ich Produkte gestalte, die ich selbst nicht toll finde, weil ich sie übereilt gemacht habe – dann stimmt etwas nicht. Und häufig sehe ich super toll durchdachte Produkte – und merke ganz genau, wie viel Mühe und Denkarbeit da rein geflossen ist. Das ist eine Qualität, die man durch Schnelligkeit einfach nicht erzielt.

2 Persönlich involviert sein. stahlpink ist nicht nur eine Business-Idee von vielen, die ich bei nichtgelingen einfach so verwerfe, sondern ich stecke selbst sehr viel Persönlichkeit rein. Und mache nicht nur, was sich grad möglicherweise gut verkauft und Umsatz bringt, sondern Dinge, die mir absolut etwas bedeuten. Nicht nur die stahlpink-Produkte, mit denen ich ein positives Lebensgefühl übermitteln möchte, sondern zum Beispiel auch die #megamutigmomente-Aktion. Und in jeder neuen Kollektion steckt etwas von meinen Erfahrungen drin. 

Auch Katrin Rönicke meinte, dass sie mit ihrem Podcast-Label nur Projekte angeht, hinter denen sie auch steht. 

So entstehen Resultate, die besonders gut sind.

3 Auf Ziele hinarbeiten. Um Ziele zu verwirklichen, braucht es Geduld. Und das kann wirklich unangenehm sein, vor allem wenn sich die gewünschten Ziele nicht in dem erhofften Zeitfenster ergeben. Wenn die Ziele möglicherweise zu hoch gesteckt waren. Oder wenn man auf zu viele Ziele gleichzeitig hingearbeitet hat. Ja, das sind alles Probleme, die ich momentan habe. Aber für ein slow business ist es wichtig, trotzdem an den Zielen fest zu halten und sich nicht ablenken zu lassen. Dazu passt auch der nächste Punkt:

4 Fokussiert sein. Als es mir in den letzten Monaten mit stahlpink zu langsam ging, habe ich an verschiedenen Stellschrauben gedreht. Mehr Social Media gemacht, viel Zeit auf Instagram verbracht oder viel Arbeit in Postings gesteckt. Mehr für den Blog geschrieben. Oder externe Projekte bearbeitet. Klar ist das alles super, immerhin sind der stahlpink-Instagram-Kanal, der stahlpink-Blog und dieser Podcast Aushängeschilder für die Marke stahlpink. Aber Leute, damit verdiene ich kein Geld. 

Das ist saublöd, weil das alles super viel Spaß macht. Aber man kann sich darin auch herrlich verzetteln und mehr Arbeit rein stecken, als sich am Ende auszahlt. Und ich bin nicht Social-Media-Managerin, Bloggerin oder Podcasterin. Ich bin hauptsächlich Designerin. Und verdiene mein Geld mit dem Verkauf von Produkten. Mein ursprüngliches großes Ziel war es, mehr tolle neue Produkte zu gestalten und den stahlpink-Shop damit zu füllen. Doch das ist in den letzten Monaten total in den Hintergrund gerückt. Also wird es Zeit, sich wieder zu fokussieren auf das, was wirklich wichtig ist. Und mir mehr Zeit zu nehmen für den Ausbau der kommenden Produktreihen. Und dazu passt auch der nächste Punkt:

5 Geduldig sein. 

Wer baut denn die Ungeduld auf? Meistens unnötigerweise man selbst. Stattdessen kann man sich auch für den Prozess Zeit nehmen. Nicht erwarten, dass alles von heute auf morgen passiert. 

Manchmal liege ich nachts wach und überlege mir, was ich noch alles machen will. Und möchte mich gleich nachts an den Laptop setzten und alles erledigen.

Aber weder Erfolg, noch ein super ausgebauter Online-Shop sind leicht aus dem Ärmel geschüttelt. Denn wenn das alles möglichst gut werden soll, dann braucht es Zeit. Und was braucht es noch? Genau: Geld. Dazu passt Punkt 6:

6 Investieren. Hier zitiere ich mal die Brandeins, die es auf den Punkt bringt in dem Artikel „Geduldsproben“ Zitat: „Für ein erfolgreiches Unternehmen ist vor allen Dingen eins wichtig: die Investition. Und Investitionen sind klassischer unternehmerischer Langmut. Ich verzichte heute auf etwas, damit ich morgen etwas kriege, was mir noch wichtiger ist“. Und das kann dauern.

stahlpink wächst organisch, also ohne Geld von außen. Weil ich mir nicht rein reden lassen will (ja, ich bin nicht nur ungeduldig, sondern manchmal auch super stur). Und weil ich keine Kredite aufnehmen will. Ich investiere mein eigenes Geld und alle Einnahmen zurück in stahlpink. 

Und meine Erfahrung ist: wenn man nicht dazu bereit ist, wirklich Geld zu investieren, dann glaubt man vielleicht nicht besonders an die eigenen Idee oder ist noch zu unsicher. Daran muss gearbeitet werden.

Und man investiert nicht nur Geld, sondern auch Zeit: ich nehme mir ein Jahr, um die Marke stahlpink aufzubauen und schaue, wie weit ich es in diesem Jahr bringe. Ein Jahr des eigenen Lebens klingt viel – aber ich investiere diese Zeit gerne in meinen Traum, eine eigene erfolgreiche Marke aufzubauen. Und dazu gehört auch:

7 Vertrauen haben. Ohne die Gewissheit, dass das alles schon irgendwie wird, geht gar nichts. Das bedeutet, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Kraft Probleme zu meistern und kreativ zu sein. Ich bin mir einfach sicher, dass stahlpink so richtig erfolgreich wird. Und auch wenn nicht, finde ich etwas anderes, so viel Vertrauen habe ich in mich.

 

Dann braucht es auch noch Vertrauen in die eigene Idee. Aber auch Vertrauen in andere, denn auch ein sicheres soziales Umfeld ist wichtig. 

 

8 Achtsamkeit. Ich bin eine one-Woman-Show. Wenn ich mich zu sehr stresse, werde ich krank. So wie diese Woche. Und dann läuft gar nichts. Dann wird nicht nur der Podcast verschoben, sondern auch die Produktentwicklung bleibt liegen. Denn ich habe kein Team im Rücken, das für mich einspringt.

Im Vortrag von Katrin Rönicke war die Rede von Start-Up-Depression. Den Begriff kannte ich noch nicht, aber es ist wohl so, dass viele Gründer in eine Depression rutschen. Da hab ich natürlich keine Lust drauf, wer hat das schon? Deshalb gehe ich super achtsam mit mir um, habe super Gewohnheiten entwickelt, um am Ball zu bleiben. Ich mache fast täglich Yoga, gehe mehrmals die Woche laufen und hab eine tolle Meditationsapp. Das alles ist nur, um gesund zu bleiben und Stress abzubauen.  

Viel Ausgleich ist auch super wichtig. Klar will man vor allem am Anfang viel schaffen und Powern was das Zeug hält. Aber man brennt auch sehr schnell aus. Deshalb sind mir die Wochenenden heilig und bis auf wirklich wichtige Ausnahmen wird am Wochenende nicht gearbeitet.  Und zu guter letzt:

9. FOMO überwinden. Wer es nicht kennt: FOMO bedeutet fear of missing out. Also die Angst, etwas zu verpassen. 

Heutzutage gibt es für uns so viele tolle Möglichkeiten, die wir ergreifen können. Indem wir uns für nur eine davon entscheiden, schließen wir andere aus. Das kann ziemlich weh tun. Ich bin zum Beispiel nun Ende Zwanzig, könnte irgendwo schon irgendeine Karriereleiter langsam hoch klettern. Ich stecke meine Energie und Schaffenskraft aber lieber in ein Business-Baby, das sich stahlpink nennt. Das macht natürlich auch Angst. 

Und in FOMO steckt noch viel mehr drin: Irgendwelche Trends zu verpassen, sollte ich vielleicht doch lieber YouTube-Videos machen statt Podcasts? Nur so als Beispiel.

In FOMO steckt aber auch die irrationale Angst, dass jemand anders einem etwas weg nehmen könnte.

Also solche Gedanken kennst du bestimmt auch. Und Katrin Rönicke hat das in ihrem Vortrag sehr deutlich gemacht: FOMO muss man überwinden. Sie sagt: „Wenn’s gut werden soll: macht langsam und overcome FOMO“.

So das war meine slow business-Definition, und damit deklariere ich stahlpink feierlich zum slow business und finde das super! Ich muss keinen super ambitionierten Start-Ups nacheifern und einfach mein eigenes Tempo einlegen. Das befreit sehr!

Das war nun ziemlich viel Stoff und ich bin sicher du konntest etwas für dich daraus mitnehmen. Schreib mit doch deine Ansicht gerne auf Instagram @stahlpink. Ich habe mir zwar vorgenommen, weniger Zeit auf Instagram zu verbringen, werde dir aber garantiert antworten. Oder du hinterlässt einen Kommentar auf meinem Blog www.stahlpink.de. Da gibt es zu jeder Podcast-Folge einen Beitrag. Und besonders freuen würde ich mich, wenn du in meinem stahlpink-Shop vorbei schaust oder mir eine ehrliche iTunes-Bewertung hinterlässt.

Vielen Dank für’s Zuhören! Und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast! 

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

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