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Von der Komfort-Zone in’s Mut-Land

Kennst du die Aufforderung, dich mal aus deiner Komfort-Zone zu bewegen? Schön und gut, aber was bedeutet das eigentlich?

Stell’ dir vor: ein Land, üppig und bunt, voll mit verrückten bunten Pflanzen, hügeligen und steilen Landschaften, ein Phantasiereich mit unendlicher Weite, das Wachstum, Leben, Glitzer und Glück ausstrahlt.
Eleanor Roosevelt vergnügt sich mit verrückten Affen in den Bäumen und Simone De Beauvoir lässt bunte lebende Drachen steigen. Horden von waghalsigen Base-Jumpern stürzen sich von Felsen und Gruppen von nerdigen Hipster-Pinguinen tüfteln verrückte Businessideen am Konferenztisch im Palmenschatten aus.

Es gibt keine Regeln, keinen Druck, ständig Abenteuer und immer was zu tun, was auch immer es sei.

So stelle ich mir das Mut-Land vor, das Gegenteil von der Komfort-Zone. Die Komfort-Zone ist in meiner Phantasie zwar schön warm und hell, aber auch etwas verstaubt und trocken. Hier wächst gar nichts, sondern alles, Pflanzen, Menschen, Landschaften, siechen vor sich hin.

Das sind Bilder, die ich mir ausgemalt habe, um mit dem eher abstrakten Begriff der Komfort-Zone umgehen zu können. Sicherlich kennst du die Sprüche, dass man aus der Komfort-Zone gehen soll. Und dass außerhalb dieser erst die Magie ist. Aber wo bitte ist dieses „außerhalb“? Kann mir bitte jemand eine Landkarte geben und diesen Ort einzeichnen?

Natürlich wird das keiner machen. Die Komfort-Zone beschreibt viel mehr ein Gefühl, in dem man sich sicher fühlt.

Sobald es unbequem wird, befindet man sich außerhalb der Komfort-Zone. Wer schon einen verregneten Sommerurlaub campend in einem kalten und klammen Zelt verbracht hat, weiß bestimmt was ich meine.

Diese nass-kalten Tage im Zelt muss ich nicht unbedingt wiederholen, da steige ich aus. Allerdings liebe ich es, hier und da einen Schritt oder auch mal einen Hechtsprung in’s Mut-Land zu machen. So habe ich zum Beispiel meinen Freund kennen gelernt. 

So weit so gut. Aber da geht noch mehr!
Es gibt Leute, die explizit angeben, jeden Tag aus der Komfort-Zone zu treten. Sie sind sehr inspirierend und erreichen Großes. Wie zum Beispiel Eleanor Roosevelt und Leandra Medine.

Von Eleanor Roosevelt stammt der Satz „Do one thing everyday that scares you“. Und sie hat es als Menschenrechtsaktivistin sehr weit gebracht. Also wird sie auch oft Angst gehabt haben, sie hat sich dieser aber jeden Tag auf’s neue gestellt. Sehr beachtenswert.

Eine meiner Lieblings-Bloggerinnen Leandra Medine hat in ihrem Podcast erwähnt, dass sie jeden Tag eine Mail an eine Person schickt, die sie bewundert (Gott, bitte schreib mir doch mal liebe Leandra! Ich würde mich ganz arg freuen).

Die beiden Frauen haben es sich also zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag aus ihrer Komfort-Zone zu treten. Und das ist der Trick. Denn irgendwann dehnt sich diese Komfort-Zone und man braucht gar nicht mehr so viel Überwindung und Mut. Dich jeden Tag mit deinen Ängsten zu Konfrontieren macht dich auf jeden Fall zu einer badass-Person, so viel kann ich garantieren. Aber wie geht man das am besten an?

Meine Erfahrungen mit dem Mut-Land

Ich habe es diese Woche selbst getestet: ich habe auf Instagram an der Aktion #danceagainstanxiety von der Bloggerin Kathi Teil genommen. Dabei lädt man ein Video hoch, auf dem man tanzend zu sehen ist. Genau, ich tanze zwar echt gerne, muss aber eigentlich nicht die Öffentlichkeit daran Teil haben lassen. Ich poste ja auch keine Videos davon, wie ich auf dem Klo sitze.

Trotzdem. Für die Aktion und um meine Komfort-Zone schön zu dehnen, gab es also das peinlichste, steifste 15-sekündige Video ever in den Instagram-Stories. Und bevor du fragst: nein ich zeige es hier nicht.

Es war nicht leicht, das zu teilen, ich hab mich etwas geschämt und hatte natürlich Angst, was andere nun davon denken könnten, dass ich verkrampft in Jogging-Outfit in ihrem Instagram rum hüpfe.

Aber aus diesem kleinen Selbsttest habe ich einige Erkenntnisse gezogen (zum Glück):

–  Das großartige Gefühl, dass es doch eigentlich total egal ist, was andere denken. Ganz nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. Und das ist so befreiend.

– Es schadet niemandem. Ganz ehrlich, was ist das worst-case-Szenario, das dieses Video auslösen könnte? Dass meine fiese ehemalige Mitschülerin es sieht und sich für mich fremdschämt? So what, das tangiert mich gar nicht, wie im Punkt oben bereits erwähnt.

– Die Komfort-Zonen sind sehr individuell. Einige coole Leute posen schon ganz selbstverständlich tanzend vor der Kamera oder machen Yoga in Unterwäsche. Jeder Mensch ist anders und ebenso die Komfort-Zonen.

– Die Komfort-Zone wandelt sich. Am ersten Tag war es noch schlimm, beim zweiten Tanz-Video war es schon halb so wild. Man lernt dazu und die Komfort-Zone dehnt sich aus und wächst in das Mut-Land hinein. Alles eine Sache der Übung.

– Man tut es auch für andere. Geht man vor und zeigt Mut und den Willen, etwas voran zu treiben (sei es eine eigene Business-Idee oder eine Tanz-Video-Aktion gegen Ängste), dann tut man auch anderen einen Gefallen: indem man sie inspiriert und motiviert. Amen.

Komfort-Zone vs. Mut-Land stahlpink
Komfort-Zone vs. Mut-Land
Fazit

Auch wenn der Begriff der Komfort-Zone etwas abstrakt daher kommt, lohnt es sich, sich damit zu beschäftigen und die eigene kennen zu lernen. Natürlich um dann selbstlos in die Mut-Zone zu treten und am Ende tanzend auf Instagram zu landen.

Und wie sieht deine Mut-Zone aus? Hast du in letzter Zeit deine Komfort-Zone hinter dir gelassen? Oder sie schön ausgedehnt? Ich würde mich freuen, wenn du deine individuellen Erfahrungen in einem Kommentar hinterlassen würdest.

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Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

 

 

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  1. Danke für deinen inspirierenden Beitrag. Wie oft stellen wir uns selber Hürden auf und erklären uns selbst wieso weshalb warum wir etwas nicht tun sollten. Man steckt in seinem vermeintlich sicheren Hafen fest und verpasst dabei all die tollen Abenteuer die im großen Ozean auf einen warten. Deshalb ist mein Motto dieses Jahr: Einfach mal machen…! Leinen Los und go for it.

  2. Ich hatte von diesem Blogbeitrag schon auf Insta gelesen und bin jetzt endlich dazu gekommen, ihn hier ganz zu lesen. Für mich bedeutet Komfortzone eigentlich Stillstand. Man macht das, was man kann. Man bewegt sich in einem Bereich, in dem man sich wohlfühlt. Und das ist generell nicht schlecht. Diese Komfortzone zu verlassen, bedeutet tatsächlich Mut. Mut, ein Risiko einzugehen, Mut eventuell zu scheitern. Aber wenn man sich davon nicht abhalten lässt, begegnet man in dem neuen Bereich Dingen, von denen man gar nicht wusste, dass sie Spass machen, dass sie den Horizont erweitern, man neue Fähigkeiten und Talente entdeckt. Wie Du ganz richtig schreibst, ist es schlimmstenfalls peinlich. Aber Du lernst da eben auch, dass man dann die Haltung einnehmen kann, dass es egal ist, was die anderen denken. Und ist das nicht bereits ein riesiger Zugewinn?
    Es ist ungefähr so, als würde man Jahr für Jahr an den selben Urlaubsort fahren, weil man weiss, da fühlt man sich wohl. Aber um wieviel schöner ist es, wenn man mal ganz woanders hinfährt. Etwas, was man nocht nicht kennt. Schlimmstenfalls gefällt es einem nicht, wo man war und dann weiss man zumindest, was man nicht will. Das trägt auch zur Weiterentwicklung bei. Aber dann versucht man es nochmal und nochmal und lernt dabei so viele Orte kennen. Und natürlich sollte man sich auch wieder in die Komfortzone bewegen, denn sie gibt Sicherheit. Aber wie schön ist es, wenn man in diese Komfortzone zurückkehrt und sieht, dass sie größer geworden ist?
    Ein wunderbarer Beitrag, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
    Liebe Geüße, Julia

    • Oh Danke liebe Julia für deinen Kommentar!
      Das freut mich, dass du ähnliche Erfahrungen mit der Komfort-Zone machst wie ich. Und tatsächlich ist es auch mal schön, in die Sicherheit und Geborgenheit der Komfort-Zone zurückzukehren, wenn es nötig ist. Das habe ich in meinem Beitrag gar nicht so angeführt, also merci für deinen Beitrag!

      Lieber Gruß
      Maggie

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