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Warum ich meine Ziele nicht erreiche – #megamutig-Podcast / Woche 47

Ziele setzten. Wie relevant das ist, weiß ja bestimmt jeder. Aber was ist, wenn die Ziele nicht erreicht werden? Darum geht es in der neuen Folge des #megamutig-Podcasts!

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!


Shownotes:

“Was ich alles nicht für meinen Erfolg tue” auf dem Vanilla-Mind-Blog 

Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit. 

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt. stahlpink heißt das Label, das ich als Produktdesignerin gegründet habe und auch über dieses Herzensprojekt berichte ich im #megamutig-Podcast.

Ich habe nun beschlossen, mich immer kurz einzusingen, bevor ich den Podcast starte. Hey und das ist cool. So bin ich etwas warm und ihr habt ein Intro. Win Win.

Willkommen zu Woche 47

Das bedeutet, es sind noch fünf Folgen, bis das Jahr voll ist. Und das macht mich etwas fertig, weil ich noch nicht genau weiß, wie es mit dem Podcast weiter gehen soll. 

Denn um ehrlich zu sein, liebe ich es, Podcasts aufzunehmen. Es gab in diesem ersten Jahr meiner Gründung aber auch echt viel zu erzählen! Nun habe ich etwas Sorge, dass ich euch mit meinem Gründerinnen-Tagebuch irgendwann langweile- und überlege, tatsächlich ein ganz neues Format zu machen. Denn das Podcasten werde ich wahrscheinlich nicht sein lassen können. Also schreibt mir, was ihr an diesem Podcast gerne mögt und ich werde versuchen, das in das neue Podcast-Format mit einfließen lassen.

So, nun zum Thema:

Vor einigen Wochen habe ich euch eine Seite aus meinem Kalender auf Instagram gezeigt: und dazu geschrieben, dass ich seit ungefähr April meine Ziele nicht mehr aufschreibe. 

Anscheinend hat euch das Thema interessiert und deshalb nehme ich eine Folge dazu auf!

Also, ich habe mir zum Start meiner Selbstständigkeit einen tollen Kalender mit Coaching-Teil gekauft. Und vom Start meiner Selbstständigkeit an habe ich mir jeden Tag meine Ziele und Vision hinein geschrieben. Dabei waren fünf Fragen relevant. Für jeden Wochentag eine Frage oder ein konkretes Ziel. 

Nr. 1: Was ist mein 90-Tage-Ziel?

Ich habe von einem Sport-Coach gehört, dass er mit seinen Klienten 90-Tage-Ziele aufsetzt. Der Grund dafür ist, dass man diesen Zeitraum gut überblicken kann und sich die Person, die man in 90 Tagen sein wird, gut vorstellen kann. 

Das fand ich einleuchtend und habe mir daher ein Datum gesetzt, das 90 Tage oder drei Monate entfernt war und mir dazu spezifische, messbare Ziele gesetzt.

Nr. 2: Was will ich in diesem Jahr (2018) erreichen?

Diese Frage habe ich mir so beantwortet, dass es konkrete Ziele sind: z.B. wo will ich mit meinem Business hin? Was will ich in diesem Jahr schaffen? Und daraus lassen sich wunderbar Handlungen, also konkrete Schritte ableiten, z.B. wenn ich mein Business wachsen lassen möchte, bedeutet das in meinem Fall, dass ich mehr Produkte in den Shop bringen muss, also noch mehr Kollektionen erarbeiten muss.

Nr. 3: Was will ich 2020 erreichen?

Es sind noch fast zwei Jahre hin, deshalb ist es weniger ein messbares Ziel, was ich mir dafür vornehme, sondern vielmehr eine tolle Vision, die mich emotional erfüllt und auf die ich große Lust habe. Was das genau ist, bleibt mehr oder weniger mein Geheimnis. Ok, einiges kann ich euch im Vertrauen ja euch verraten: ich hätte zum Beispiel große Lust, ein eigenes Buch zu schreiben (hallo Verlage!), dann hätte ich gerne ein wunderschönes eigenes stahlpink-Studio mit einigen Angestellten. Und noch viel mehr!

Nr. 4: Das finanzielle Ziel

Also was will ich wann einnehmen? Hier habe ich mir immer eine konkrete Zahl für das aktuelle Jahr aufgeschrieben und auch, was ich mit dem Geld anfangen werde. Also wie ich es verwenden werde, zum Beispiel in Coachings, Equipment, einfach den Ausbau der Marke. 

Nr. 5: Das gesellschaftliche Ziel

Für mich ist es wichtig, dass mich mein Beruf erfüllt. Deshalb ist ein gesellschaftliches Ziel ebenso wichtig, wie alle anderen. Hier habe ich mir aufgeschrieben, was für einen Einfluss ich gerne hätte, wen ich gerne ansprechen und wie ich helfen möchte. Das natürlich ganz kurz in 2-3 Sätzen.

So, das war mein Vorgehen. Ich habe das immerhin über sechs Monate durchgezogen, das finde ich echt super und beachtenswert!

Ich finde Ziele super gut, um auf der richtigen Spur zu bleiben, sich nicht von irgendwelchen shiny objects ablenken zu lassen und um motiviert zu bleiben. Wenn ich mir morgens meine Ziele aufgeschrieben habe, bin ich viel besser in den Tag gestartet.

Nun kam es dann im April dazu, dass ich aufgehört habe, mir meine Ziele aufzuschreiben. Warum? 

Ganz einfach, weil ich sie nicht erreicht habe. 

Es haperte an dem 90-Tage-Ziel.

So schön Ziele auch sein mögen. Es ist scheiße, wenn man sie nicht erreicht. Und ich habe einen großen Fehler gemacht.

Ich habe mir ein 90-Tage-Ziel gesetzt, das ich nie und nimmer erreichen konnte. Die allgemeine Prämisse ist ja: dream big! Also habe ich mir meine Geschäftsbereiche vorgenommen: den Blog, den Shop, Newsletter und Instagram. Und einfach mal beschlossen, dass ich hier alle Werte innerhalb von 90 Tagen verdoppeln möchte: 

Doppelt so viele Besucher auf dem Blog, doppelt so viele Einnahmen im Shop.

Doppelt so viele Newsletter Abonnenten. Und doppelt so viele Instagram-Follower pro Tag. 

Puh. Also anfangs hat mich diese Aussicht super motiviert. Bis das angestrebte Datum immer näher kam- und ich merkte, dass ich trotz aller Bemühungen nicht auf eine Verdoppelung dieser Zahlen kam. Und was habe ich gemacht? Dieses Ziel einfach fallen gelassen- und um es mir nicht einzugestehen, habe ich einfach komplett aufgehört, in meinen kleinen Kalender zu schreiben. Als erstes habe ich das einfach immer von mir weg geschoben, nach dem Motto, „Ich hab grad keine Zeit dafür, muss grad Wichtigeres machen“. Das hat so gut geklappt, dass ich den Kalender und das Ziele-Aufschreiben einfach vergessen habe. 

Zwei Monate lang. In der Zeit hat es immer noch zu meinen Gewohnheiten gehört, mir meine Vision vor Augen zu halten. Aber in einem anderen Rahmen: ich habe das meistens morgens nach meiner Yoga-Runde noch auf der Yoga-Matte gemacht. Schön entspannt und ohne Druck also. 

Bis mir mein Kalender wieder in die Hände fiel und mir klar wurde, was abgelaufen war. 

Ich hatte mir unrealistische Ziele gesetzt. Ein blöder Anfängerfehler.

Sicher kennt ihr die smart-Formel für Ziele. Es ist ein Akronym, das bedeutet, dass jeder Buchstabe als Eselsbrücke für etwas steht. 

S steht für spezifisch, also so konkret wie möglich formuliert

M steht für Messbar, also dass messbare Zahlen eingesetzt werden wie Einnahmen im Shop oder Besucherzahlen auf der Seite, die man steigern möchte.

A steht für Achievable, also erreichbar

R steht für realistisch, hier hat es bei mir gehakt – ich habe mir meine Ziele viel zu hoch gesteckt und an zu vielen Zielen parallel gearbeitet

T steht für terminiert, also bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen

Diese smart-Formel habe ich schon im Studium gelernt, aber anscheinend nicht ganz verinnerlicht. Erzählt es bitte nicht meinen Profs!

So und was lerne ich nun aus der ganzen Sache und was möchte ich euch mitgeben?

1. Achtsam mit Zielen umgehen. Sie können motivieren, aber auch demotivieren, wenn man die Ziele nicht erreicht. Und da Ziele ja messbar und terminiert sind, kann das ganz schön weh tun, wenn man an dem gesetzten Termin noch nicht die vielen Besucherzahlen vorweisen kann, die man gerne hätte. Man muss mit sich selbst ausmachen, was passiert ist und sich dieses kleine Scheitern eingestehen. Deswegen von vornherein: achtsame Ziele setzen.

2. Nicht zu viel auf ein Mal wollen. Die Vergangenheits-Maggie war wohl etwas größenwahnsinnig. Gleichzeitig die Blog-Zahlen, die Newsletter-Abonnenten und die Einnahmen erhöhen? Dazu braucht es ein ganzes Team und ich bin momentan ja nur eine Person. Also lieber weniger Ziele setzten und sich auf eine einzige Sache konzentrieren. 

3. Es nicht so schwer nehmen. Ich hab mich ein bissel wie ein Loser gefühlt, das muss ich schon zugeben. Dabei hat niemand von diesen Zielen gewusst, keiner hat gemerkt dass ich sie nicht erreicht habe. Das war nur ich, die das Versagen in meinen Kopf gepflanzt hat. Außerdem habe ich nichts verloren, die Zahlen sind ja trotzdem auf Grund meiner Arbeit hoch gegangen. Nicht so atemberaubend, wie ich es mir gewünscht hätte, aber immerhin. Und diese positive Entwicklung ist doch auch schon gut!

So, die Gegenwarts-Maggie ist nun um einiges schlauer, und ihr hoffentlich auch. Ich habe immer noch nicht besonders viel Lust, mir neue sechs-Wochen-Ziele zu setzten. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ dafür. Ich arbeite einfach weiterhin an den anderen Zielen, die mir immer noch großen Spaß machen. Als Lese-Tipp kann ich euch dazu noch den Artikel „Was ich alles nicht für meinen Erfolg tue“ auf Vanilla Mind empfehlen. Der Artikel nimmt auf jeden Fall etwas Stress aus diesem Erfolg-haben-Ziele-erreichen-Kreisel und den verlinke ich euch natürlich in den Show-Notes.

Wie ist das bei euch, seid ihr auch Ziel-Setzer? Und schafft ihr es, eure Ziele zu erreichen? Oder habt ihr wie ich hier und da Schwierigkeiten? Schreibt mir gerne!

So, ein Ziel, nämlich dass ihr bis zum Ende des Podcasts dran bleibt, habe ich ganz offensichtlich erreicht. Also vielen Dank für’s Zuhören! Wer mag, darf auch noch auf www.stahlpink.de vorbei schauen oder eine iTunes-Rezension hinterlassen (oder einfach beides). Übrigens gibt es den #megamutig-Podcast ab dieser Woche nun wirklich auf Spotify, nachdem ich endlich raus gefunden habe, wie das richtige Hochladen auf Spotify funktioniert. Ich würde mich ganz arg freuen, wenn ihr dem Podcast also auf dieser neuen Plattform etwas Liebe schenkt und ihn abonniert und ordentlich die Werbetrommel rührt, zum Beispiel über Instagram-Stories. Oder wie ihr es gerne mögt. 

Ich wünsche euch nun noch eine erfolgreiche Woche und bis zum nächsten Mal beim #megamutig-Podcast!

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