stahlpink #megamutig-Podcast Folge 28

Was für Talente habe ich? – #megamutig-Podcast / Woche 28

Jeder hat sie: Talente und Begabungen. Vor allem im Berufsleben sind sie wichtig und bestimmen häufig über die Karriere. Was aber, wenn man sich gar nicht auf ein bestimmtes Talent festlegen kann? Stimmt dann etwas nicht? In der neuen Folge des #megamutig-Podcasts gibt es einen Einblick, was für Talente ich tagtäglich als Selbstständige benötige und eine Übung, wie man diese finden kann.

#megamutig auf iTunes:

Hier geht’s lang!


Shownotes:

“Lebe das Leben, von dem du träumst” von Barbara Sher


Transkript der Folge:

Hi Leute, willkommen zum megamutig-Podcast.

Ich bin Maggie und ich habe ein Experiment gestartet: ich mache mich selbstständig. Und ich nehme euch in meinem ersten Jahr mit.

Ich habe nämlich gemerkt, dass viele in meinem Umfeld diesen Schritt mega mutig fanden und das bei vielen Fragen aufgeworfen hat. Vielleicht kann ich den einen oder anderen inspirieren oder aber als Negativbeispiel dienen, je nach dem, wie sich das Jahr noch entwickelt.

Willkommen zu Woche 28

Wie bereits in der letzten Folge angekündigt, wollte ich euch heute erzählen, wie ich herausgefunden habe, was ich gut kann und worauf ich mich beruflich fokussieren möchte.

Aber erst ein Mal ein kleiner Einblick in meinen aktuellen Alltag als Selbstständige. Ich habe ja den stahlpink-Shop mit Papeterie und Schmuck, den dazugehörigen Blog und den megamutig-Podcast.

Deshalb habe ich ganz unterschiedliche Aufgaben: Meine Woche sieht so aus, dass ich mir ein Script für eine Podcast-Folge schreibe, den Podcast aufnehme, so wie jetzt grade, ihn dann hochlade. Dann poste ich jeden Tag ein Bild auf Instagram, mache mir dafür wöchentlich einen Redaktionsplan, überlege mir Inhalte und fotografiere. Außerdem schreibe ich Texte für meinen Blog.

Ich habe die stahlpink-Produkte, die ich verpacke und verschicke, wenn Bestellungen rein kommen. Außerdem bin ich ja eigentlich Designerin und gestalte schon die nächste stahlpink-Produkt-Kollektion. Das bedeutet ich recherchiere, gehe auf Trendsuche und arbeite dann Ideen aus. Und muss dann in Kontakt mit Herstellern treten. Und dafür sorgen, dass ich eine gewisse Reichweite bekomme und sich meine Produkte verkaufen, denn das ist meine Einnahmequelle.

Ein Teil der Arbeit ist es, das alles zu strukturieren, zu managen und ein bisschen im Blick zu haben, wohin es eigentlich gehen soll.

Einige werden jetzt sagen: das ist ja ganz schön viel, kann die das denn alles?

Und ich sage dazu: ich liebe jede einzelne Tätigkeit davon und bin so froh, das alles in meinem Beruf ausüben zu können. Denn ich bin eine Generalistin: das bedeutet, dass ich eine Vielzahl unterschiedlicher Dinge gut kann und es dazu sehr spannend finde, jeden Tag etwas anderes zu tun. Diese Vielseitigkeit ist ein absolutes Muss für mich, aber es war ein Weg, bevor ich akzeptieren konnte, dass ich eine Generalistin bin.

Ich war schon immer vielseitig: als Kind habe ich viel gemalt, gelesen, geschrieben und war Musikalisch. Mit 16 wollte ich z.B. gerne Musik studieren, weil ich ganz gut Flöte spiele. Um Musik zu studieren, muss man aber ein weiteres Instrument beherrschen- und darum habe ich mit Klavierstunden angefangen. Meine Eltern haben mir sogar ein brandneues Klavier gekauft, weil sie so an mich geglaubt haben. Aber um dieses Instrument wirklich zu beherrschen, muss man viel Zeit investieren. Und da hatte ich als Teenie nicht wirklich Bock drauf. Also lief es nicht gut mit dem Instrument und mir. So weit, dass ich den Wunsch, Musik zu studieren, irgendwann aufgegeben habe. Damit habe ich echt gehadert, ich dachte: warum können sich andere so in eine Sache versteifen, zu Experten werden, nur ich nicht?

Und genauso ging es mir mit vielen anderen Dingen, die ich lernte, solange sie mir Spaß machten und ich sie beherrschte, aber keine wirkliche Expertin darin wurde.

Und nun noch eine kleine Anekdote aus dem Berufsleben: Nach dem Master habe ich mich auf verschiedene Jobs beworben und bei einem davon ging es um die Position als Designerin in einer tollen, jungen Agentur. Ich habe mich mit den Dingen, die diese Agentur macht, absolut identifiziert und wollte die Stelle unbedingt haben. Also habe ich ein breites Portfolio gezeigt, habe ihnen alles erzählt, was ich kann, ihnen meine ganze Persönlichkeit und meine vielseitigen Talente dargelegt. Ich konnte es mir so gut vorstellen, mich mit meiner Energie und meiner Vielseitigkeit einzubringen. Und wollte diesen Job unbedingt. Aber ich habe eine Absage bekommen. Der Grund, den sie mir genannt haben war, dass sie mich nicht gut einordnen konnten. Sie haben gesehen, dass ich gerne gestalte, mich aber auch für Marketing interessiere und Branding. Und dass ich gerne schreibe und fotografiere. Und davon waren sie verwirrt.

Das habe ich total nachvollziehen können und mich etwas dafür gegeißelt, dass ich so bin, wie ich bin. Warum konnte ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren? Die absolut beste Designerin werden? Oder die beste Fotografin?

Ich dachte, es sei etwas verkehrt mit mir, weil ich so vielseitig bin. Und ich habe daraus gelernt, dass ich mich einschränken muss, um eine Stelle zu bekommen. Bei der nächsten Bewerbung habe ich mich also nur auf das Anforderungsprofil konzentriert und war damit erfolgreich. Habe mich so dargestellt, dass ich vor allem diese eine geforderte Sache besonders gut kann – und war dann in einem Job, in dem ich dann auch mehr oder weniger nur eine Tätigkeit ausgeübt habe. Und das den ganzen Tag lang. Ihr könnt euch vorstellen, wie mir das auf Dauer gefallen hat: gar nicht.

Und da wurde mir klar: die Vielseitigkeit ist Teil meiner Persönlichkeit. Ich kann viele verschiedene Dinge gut. Und das ist gut so. Andere sind in bestimmten Bereichen absolute Experten und haben ein tiefes Wissen zu einem definierten Bereich, während ich ein breites Wissen zu unterschiedlichen Themen habe und eher Generalistin bin.

Ich liebe Design, Marketing, schreiben, Literatur und vieles mehr. Wie lässt sich das in einen Beruf verknüpfen? Indem ich ihn selbst schaffe.

Natürlich gibt es auch Selbstständige, die absolute Experten auf einem bestimmten Gebiet sind: Webprogrammierer, Fotografen oder Journalisten und in ihrem Fachgebiet ein tiefes Wissen haben. Das ist absolut gut so. So lange man sein Talent auslebt, ist das perfekt.

Mein Talent lieg in der Vielseitigkeit und ich fahre ganz gut damit. Natürlich ist das erste Jahr der Selbstständigkeit auch noch dazu gedacht, mich auszuprobieren und verschiedene Fähigkeiten auszuüben, um mich eventuell später festzulegen. Aber das wird sich mit der Zeit ergeben.

In dem Buch „Lebe das Leben, von dem du träumst“ von Barbara Sher wird eine Methode gezeigt, wie man seine Begabungen herausfinden kann. Indem man überlegt, was man als Kind oder Jugendlicher gerne gemacht hat. Womit man Stunden zubringen konnte, ohne dass es langweilig wurde. Denn schon in jungen Jahren zeigen sich die Begabungen, die man hat.

Und selbst wenn du meinst, keine Begabung zu haben, wird dir doch bestimmt etwas einfallen, was du als Kind gerne gemacht hast. Und wenn du das weißt, ist der zweite Schritt, zu überlegen, warum man ausgerechnet diese Beschäftigung gerne gemacht hat. Ein Beispiel aus dem Buch ist, dass eine Person als Kind gerne Gespräche Erwachsener belauscht hat und sich versteckt hat, um diese Gespräche mitzubekommen. Und der Hintergrund war, dass die Person gerne erkennen wollte „wie Menschen funktionieren“ und ihr gefiel „das Dramatische daran“. Schon könnte man eine psychologische oder eine schauspielerische Begabung ableiten. Die Person hat dann angefangen, Bühnenstücke zu schreiben.

Ich finde diese Vorgehensweise sehr spannend und bei mir hat sie für einige Erkenntnisse gesorgt. Den Link zum Buch packe ich in die Shownotes.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr auch eine Vielzahl an verschiedenen Begabungen, die ihr im Job ausübt? Oder seid ihr Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet? Ich finde das sehr spannend, schreib mir gerne oder hinterlasse mir einen Kommentar!

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, er enthält Werbung (da Markennennung oder Verlinkung), aber unbezahlt und unbeauftragt.

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  1. Oh liebe Maggie,
    du sprichst mir so aus dem Herzen: “… warum können sich andere so in eine Sache versteifen, zu Experten werden, nur ich nicht?” Diesen Gedanken kenne ich nur zu gut! Meine Vielseitigkeit ist einer von mehreren Gründen, warum ich als Angestellte unglücklich war. Wie du weißt, habe auch ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und baue mir meinen eigenen Beruf 🙂 Danke, dass du mir mit dieser Folge meine eigene Vielfalt nochmal bewusst gemacht hast! Nicht jeder muss ein Experte sein, auch als Generalist kann man seinen eigenen Weg gehen.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Hallo liebe Sabine, danke für deinen Kommentar!
      Super, dass du auch so eine vielseitige Natur bist – das sollte viel mehr Anerkennung bekommen finde ich 😉

      Lieber Gruß
      Maggie

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