#weggelesen Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können" Natascha Wegelin Madame Moneypenny Rezension

#weggelesen – “Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können”

Na, hast du immer noch Geld-Sorgen? Angst vor dem Blick auf’s Konto? Eigentlich nicht nötig. Bei so viel tollen Informationen für uns Frauen zum Thema Finanzen! Eine, die weiß wie man uns das Thema Sparen näher bringt ist die Finanz-Vorreiterin Madame Moneypenny! Und auch wenn es heißt: “Über Geld spricht man nicht” – in ihrem Buch beweist sie, dass es gut ist darüber zu sprechen.

Hinweis: Dies ist ein redaktioneller Beitrag, das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugeschickt, aber das beeinflusst mich nicht – unter #weggelesen stelle ich euch nur Bücher vor, die wertvoll sind und gebe dazu eine ehrliche Meinung ab.

Bali statt Bochum”, das e-Book von Madame Moneypenny, alias Natascha Wegelin habe ich ja schon sehr gerne gelesen (die Rezension dazu gibt es hier) und daraufhin habe ich mit viel Interesse verfolgt, wie sie ihr nächstes Baby (ein “richtiges” Buch, also gedruckt und über einen Verlag!) veröffentlicht hat.

Es gab einen spannenden Kampf um Amazon-Platzierungen gegen einen gewissen rechtsangehauchten Politik-Autor. Und dann auch noch einen Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste für das Buch (Wahnsinn!). Und dass Natascha die Einnahmen aus dem Buch spendet – grandios! Schon allein diese Rahmenbedingungen machen das Buch interessant. Aber wie steht’s denn um den Inhalt?

“Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können” ist ein absolutes Einsteiger-Buch für Frauen, die sich bisher wenig bis gar nicht mit Geld und ihren Finanzen beschäftigt haben. Und dementsprechend ist es auch geschrieben.
Beim Lesen habe ich gemerkt, dass Natascha eine Form finden wollte, wie man das Thema spannend, aber nicht zu trocken vermitteln kann. Und hat zu einem ungewöhnlichen Mittel gegriffen: der Dialogform. Das gesamte Buch ist also ein Gespräch zwischen Natascha, ihrer Schwester, der Mutter, dem Papa und dem Freund der Schwester.

Über Geld sprechen

Als ich nach einem oder zwei Kapiteln kapiert habe, dass das Buch nun so weiter geht, dachte ich erst “Hoppla, ein Sachbuch in Dialogform?!” – und fand’s um ganz ehrlich zu sein erst einmal gewöhnungsbedürftig. Und gleichzeitig empfinde ich es als ein unwahrscheinliches Szenario: zumindest in meiner Familie entspinnen sich solche Dialoge nicht! Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie sich meine Schwester über “Belehrungen” zu ihrer Investition in ein Auto beschweren würde. Aber wenn man darüber hinweg sieht, dass diese Dialogform (für mich) etwas gestellt wirkt, sehe ich auch die Vorteile dieser Form: alles ist klar verständlich geschrieben, mindestens ein Familienmitglied hat ähnliche Erlebnisse oder Gedanken wie der Leser  und Zweifel und Ideen zu gewissen Aspekte werden einfach geäußert, wie man das unter Freunden oder in der Familie kennt. Die Figuren bieten eine ideale Identifikationsmöglichkeit und so zeigt sich auch, wie gut Natascha ihre Leserschaft versteht: sie weiß ganz genau, was Frauen bewegt und welche Fragen wir zum Thema Sparen, Schulden oder Altersvorsorge haben.

Durch diese Dialog-Form konnte ich das Buch wunderbar einfach weg lesen (nachdem ich mich nach einem Überraschungsmoment an die Dialogform gewöhnt habe), kann aber nur dazu raten, es auch mal beiseite zu legen. Nämlich um über den Inhalt nachzudenken und ihn sacken zu lassen.

Ein Buch zum Nachdenken

Es geht zum Beispiel in einem Kapitel um das Thema Glaubenssätze und wie man diese lösen kann. Welche Glaubenssätze man selbst hat, das ist sehr individuell und daher hab ich erst ein Mal eine Weile gegrübelt, bevor ich das nächste Kapitel angegangen bin. Ich finde es wichtig, Bücher so zu lesen, dass ich tatsächlich Erkenntnisse für mich gewinne und die Denkanstöße etwas in meinem Köpfchen machen lasse. Das geht mit “Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können” ganz wunderbar! Genug Denkanstöße gibt es allemal.

An jedem Kapitelende gibt es außerdem jeweils einen Bericht einer finanziellen Transformation einer Frau. Durch diese Interviews wird nicht nur die Dialogform des Buches etwas aufgebrochen, sondern man kann nachlesen, wie es andere Frauen hinbekommen haben, aus ihren Schulden zu kommen oder sich von ihrem Mann unabhängig zu machen. Diese Berichte motivieren ungemein, das Thema Finanzen selbst in die Hand zu nehmen (ja, das Buch hält was es verspricht).
Denn wenn andere Frauen es schaffen, trotz geringem Lohn sparsam zu leben, dann schaffe ich das doch auch!

Das Buch kuriert also hoffentlich deine Kaufsucht oder dein Unvermögen, zu sparen (da muss ich mir auch selbst ganz dolle an die eigene Nase fassen). Es gibt konkrete Tipps und geht auch auf Mindset-Probleme ein, die häufig die tiefer liegende Ursache für Geldprobleme sind. Es zeigt, dass es Wichtigeres gibt als Konsum (z.B. die Altersvorsorge!) und zeigt auch, wie man mit Schulden umgeht – wie man sich also insgesamt einen Plan macht und einen Überblick über die eigenen Finanzen erhält.

Lohnt sich das Buch?

Absolut! Egal ob du Finanz-Einsteigerin bist oder bereits Vorwissen mitbringst (wie ich durch “Bali statt Bochum”), das Buch macht Spaß und bringt auch dir bestimmt Erkenntnisse. Ich hab’s schon meinem halben Freundeskreis empfohlen und als Geburtstagsgeschenk eingeplant (sorry für’s Verraten Leute!).

Und das Buch zeigt, dass wir alle unbedingt mehr über Geld sprechen sollten – ich zumindest mache das nun.

 

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